Animals on Board

Animals on Board Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Eine Sintflut soll kommen, Noah, von Gott davor gewarnt, baut eine Arche und rettet damit sich, seine Familie und ein Pärchen jeder Tierart, um für den Fortbestand von Mensch und Tier zu sorgen. Aber was wäre, wenn auch andere zu dieser Zeit eine Arche gebaut hätten, um Leben zu retten? In Animals on Board könnt ihr das herausfinden. Jeder Spieler hat seine eigene Arche und muss Runde für Runde Tiere auswählen, die er mit auf seine Reise nimmt. Doch Noah hat etwas dagegen, wenn ihm Paare weggenommen werden, weswegen alle Pärchen an seine Arche abgeben werden müssen. Ab drei Tieren einer Art spricht man jedoch von Herden und die Tiere sind vor Noah sicher.

Spielmaterial:

Das Spielmaterial besteht komplett aus dickem, stabilen Karton. Vor dem ersten Spiel müssen die vier Archen zusammengesetzt werden, was aber keine große Herausforderung darstellt und ganz flott geht. Sie bieten neben einem Steckplatz für die Pausenflagge auch Ablageflächen für 10 Tierplättchen. Für jede der 12 Tierarten gibt es jeweils 5 Plättchen mit steigendem Wert (1-5). Dazu kommen noch eine Startspielerflagge und 20 Futterkisten.

Spielmechanismus:

Alle Spieler starten mit einer Futterkiste und drei Tierplättchen, von denen sie eines für die eigene Arche auswählen. Mit den übrigen Plättchen wird die Auslage begonnen. Pro Runde liegt immer eine bestimmte Anzahl an Tierplättchen, abhängig von der Spieleranzahl,  offen bzw. eines verdeckt aus. Diese Tiere bilden genau eine Herde.

Pro Zug gibt es zwei Aktionsmöglichkeiten:

  • Eine Herde teilen
  • Eine Herde auf die eigene Arche bringen

Teilen bedeutet die Tiere einer Herde so aufzuteilen, dass zwei neue Herden beliebiger Größe entstehen. Man darf aber niemals Tiere aus verschiedenen Herden wieder zusammen führen. Wer eine Herde teilt, wird mit einer Futterkiste belohnt. Aber Vorsicht! Jeder Spieler darf maximal fünf Futterkisten besitzen. Würde er eine sechste erhalten, muss er stattdessen eine abgeben. Wenn man der Meinung ist, es liegt eine passende Herde aus und man diese auf seine Arche führen möchte, muss man für jedes einzelne Tier eine Futterkiste abgeben und die Pausen-Flagge seiner Arche hissen. Hat man nicht ausreichend Futterkisten, muss man erst noch eine Herde teilen.

Animals on Board Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Wer sich zuerst für eine Herde entscheidet, wird in der nächsten Runde Startspieler. Sobald der vorletzte Spieler passt, darf der Letzte noch genau eine Aktion ausführen. Solange noch keiner zehn oder mehr Tiere auf seiner Arche versammeln konnte, wird direkt die nächste Runde gespielt. Dafür bilden alle noch ausliegenden Tiere wieder eine Herde und werden mit Plättchen vom Stapel wieder auf die vorgegebene Gesamtzahl aufgefüllt.

Spielende:

Das Spiel endet, sobald ein Spieler mindestens 10 Tiere auf seiner Arche versammelt hat. Am Ende dieser Runde werten alle ihre Archen. Zunächst müssen allerdings noch Tierpaare aussortiert werden, diese nimmt ja Noah zu sich. Hat ein Spieler mehr als 10 Tiere, muss er überzählige Tiere ablegen, darf dabei aber keine Herde auf genau zwei reduzieren. Von den übrig gebliebenen Tieren bringen alle Einzeltiere den abgedruckten Wert als Punkte. Bei Herden, also drei oder mehr Tieren einer Art, bringt jedes Tier fünf Siegpunkte ein und jede Futterkiste wird noch mit einem Punkt belohnt. Der Spieler mit der höchsten erreichten Punktzahl ist der Sieger.

Spieleranzahl:

Nur zu viert kommen alle 12 Tierarten zum Einsatz, sonst werden welche aussortiert. Da das Spiel bereits endet, wenn ein Spieler 10 Tiere beisammen hat, werden nie alle Tiere gespielt. Es fühlt sich bei weniger Spielern und somit weniger Tierarten einfacher an, Herden zu bilden. Man spielt bei zwei Spielern im direkten Duell, muss sich nur auf den einen Mitspieler konzentrieren und kann ihm viel verbauen, wenn man dafür eigene Spielzüge hinten an stellt. So wird das Spiel etwas taktischer und man selber hat mehr Einfluss auf den Spielverlauf. Zu dritt oder viert kann viel passieren bis man selber wieder am Zug ist, was aber auch eine Herausforderung sein kann.

Glücksfaktor?

Bis auf das eine verdeckt liegende Tier spielt wenig Glück hinein, vielleicht noch welche Tiere überhaupt aufgedeckt werden. Man sollte versuchen die Herden so aufzuteilen, dass man die neuen Herden gut verwenden kann, sie aber für die Mitspieler unattraktiv sind. Es lohnt sich also auf die Mitspieler zu achten, um sehen zu können, auf welche Tiere sie setzen. Dabei zu verbergen auf welche Tiere man selber spekuliert, ist nicht ganz so einfach. Ein verdecktes Plättchen zu nehmen kann helfen, wenn keine der gewünschten Tierarten ausliegen, aber kann auch Einzeltiere mit hohem Wert zu Paaren mit Wert 0 bei Spielende machen, wenn nicht noch weitere Tiere dieser Art dazu stoßen.

Fazit:

Das Spielmaterial ist sehr hochwertig und die Tiere, die mit Wert auch im Alter steigen, also fünf verschieden alte Tiere zeigen, sind einfach niedlich. Die Archen wurde mit viel Liebe fürs Detail gestaltet, man sieht durch kleine Fenster sogar die Tiere im Inneren.

Eggertspiele hat für Animals on Board eine Tatze für den Schwierigkeitsgrad vergeben, so viel wie auch Camel Up erhalten hat. Es geht also eher in Richtung Familienspiel als Kennerspiel. Doch ist es nicht immer ganz einfach, die richtige Mischung zu finden, viele hochwertige Tiere an sich zu nehmen und dennoch immer genug Futterkisten zur Verfügung zu haben, um schnell agieren zu können. Dies kann auch für Vielspieler interessant sein. Die Partien sind wirklich fix gespielt, so bleibt oft auch Zeit für die ein oder andere Revanche.

Wertungsnote 4/6

Verlag: Eggertspiele / Pegasus Spiele
Autor(en): Ralf zur Linde und Wolfgang Sentker
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2 – 4 Spieler
Dauer: 20 – 30 Minuten

Vielen Dank an Pegasus Spiele für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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