Valletta

Valletta Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Der Hans im Glück-Verlag bringt meist zwei große Spiele pro Jahr heraus. In Essen eines, welches sich eher an Vielspielern orientiert und in Nürnberg dann ein etwas zugänglicheres für das Familienspiel-Publikum. Im aktuellen Jahrgang war das im Herbst First Class – Unterwegs im Orient Express. Im Frühjahr erschien dann Valletta, ein Spiel von Stefan Dorra. Es handelt sich dabei um ein Deckbuilding-Spiel, wie wir sie im aktuellen Jahrgang gehäuft vorfinden. Um sich davon abzuheben, hat auch dieses Spiel seine Eigenheiten. Die Spieler nutzen die Aktionen ihrer Karten, um Gebäude zu errichten. Diese werden mit Siegpunkten belohnt, aber zu jedem Gebäude gehört auch eine Person, welche direkt auf die Hand des Spielers gelangt. So konkurrieren die Spieler um die Gunst des Großmeister Jean de la Valette und errichten gemeinsam die maltesische Hauptstadt.

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The King’s Will

The King's Will Cover

Cover / Foto: Blackfire Games

Quasi ein Roadtrip des 10.Jahrhunderts liegt diesem Spiel zu Grunde. Der römisch-deutsche Kaiser Otto der Große bereist seine Ländereien um zu prüfen, was seine Herzöge in ihren Pfalzen so treiben. Denn er hat große Ansprüche an die Ausgestaltung seines Landes. Die Spieler sind die Herzöge und richten die Pfalzen zunächst nach ihren Wünschen ein, die Wünsche des Königs zu kennen müssen sie sich nämlich erst erarbeiten. Und dann auch noch merken, ohje, das Leben als Herzog kann schon ganz schön anstrengend sein. Nach und nach entstehen Landschaften, werden Orte errichtet und mit Gebäuden versehen. Doch was wären Orte ohne die Menschen, die dort leben. Daher muss man sich ebenso um die Vermehrung der Bürger und deren Zufriedenheit mit ihrer Heimat kümmern. Und wenn der König kommt, verlangt er auch noch besondere Abgaben. Aber so war das eben damals und so ist es noch heute am Spieltisch, wenn The King’s Will aufgebaut wurde.

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Bärenpark

Bärenpark Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Der Australier Phil Walker-Harding weiß mich mit seinen Spielen zu begeistern. Ob Sushi Go!, Cacao oder Imhotep – ich mag seine Spiele. Bei Twitter zeigt er regelmäßig Bilder seiner Prototypen und macht seine Anhänger damit heiß auf kommende Spiele. So konnte man seine Arbeit an einem Freizeitparkspiel beobachten. Diese Idee wurde weiter ausgearbeitet und statt in einem Freizeitpark finden wir uns in einem Bärenpark wieder, den wir aufbauen wollen. In diesem Tierpark sind vier verschiedene Bärenarten beheimatet: Pandabären, Gobibären, Eisbären und Koala Bären. Moment mal, Koalas sind doch eigentlich keine Bären!? Sie dürfen mitspielen, obwohl es sich eigentlich um Beuteltiere handelt. Sie überzeugen einfach durch ihre Niedlichkeit und konnten daher nicht weggelassen werden. Die Quittung dafür folgte auf dem Fuße: Spätestens sein Cottage Garden wissen wir, dass sich Tiere und Brettspielproduktionen nur bedingt vertragen. Die Koalas haben bei Bärenpark die Angaben zur Plättchenzahl auf dem allgemeinen Ablageplan durcheinander gebracht. Das kommt eben davon, wenn man sich von den süßen Tierchen ablenken lässt 😀

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Risiko Evolution

Risiko Evolution Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Neben Monopoly gehört Risiko ebenfalls zu den Spielen, die gefühlt mindestens in jedem zweiten Haushalt zu finden sind. Aber nicht weil es so klasse wäre, sondern weil es fast überall erhältlich ist und weitreichend bekannt ist, auch wenn man sich mit Brettspielen nicht weiter auseinander setzt. Unzählige Lizenz-Versionen gibt es mittlerweile davon, die meisten bieten nicht viel Neues, aber schaffen damit Kaufanreize sich vielleicht endlich doch mal ein Risiko zu besorgen oder ein weiteres dazu zu stellen. Mit Risiko Star Wars hat der Verlag Hasbro bewiesen, dass es auch anders sein kann. Und Risiko Evolution war schon zuvor der erste Vorstoß von Rob Daviau ein Spiel mit einer Legacy-Komponente zu versehen, sodass die Spieler das Spiel verändern und ihm eine persönliche Note geben können. 60 Jahre nach Erscheinen des Originals, nachdem uns Pandemic Legacy völlig vom Hocker gehauen hat, verbrachten wir die Wartezeit auf die zweite Staffel mit 15 Partien Risiko Evolution, von denen ich heute berichten möchte. Natürlich spoilerfrei!

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Weltausstellung 1893

Weltausstellung 1893 Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

1851 wurde mit der ersten Weltausstellung in London der Startschuss für eine langanhaltende Tradition gesetzt. Alle paar Jahre gibt es seither eine Ausstellung verschiedenster technischer und kunsthandwerklicher Exponate auf unterschiedlichen Kontinenten. Solch eine Ausstellung läuft meist ein gutes halbes Jahr und zieht viele Besucher aus aller Welt an. Manche dieser Ausstellungen bleiben aufgrund ihrer Hauptattraktionen lange im Gedächtnis. Bereits zur allerersten Ausstellung lies Prinz Albert  für die Zurschaustellung der Exponate einen Palast aus Eisen und Glas entwerfen. 1867 reichte ein solches Gebäude längst nicht mehr aus und man entschied sich für die teilnehmenden Länder separate Pavillons zu errichten, was sich bis heute durchgesetzt hat. Dennoch wollen die Ausrichter immer besonderes Aufsehen erregen und so entstand zum Beispiel der Eiffelturm, bis heute eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt, als Eingangsportal für die Weltausstellung 1889. Für die folgende Weltausstellung in den USA wollten die Ausrichter etwas Originelles, Kühnes und Einzigartiges, um den Eiffelturm in den Schatten zu stellen. Den Zuschlag bekam die Idee von George Washington Gale Ferris, dem Ingenieur des ersten modernen Riesenrades der Welt. Damit sollte die Ingenieurskunst, der wirtschaftliche Erfolg und die Macht der USA veranschaulicht werden. Dieses Riesenrad ist auch zentrales Element in dem Spiel Weltausstellung 1893, welches 2016 dank einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne das Licht der Welt erblickte.

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Kanagawa

Kanagawa Cover

Cover / Foto: Huch!&friends

Kanagawa hat mich gleich zweifach angesprochen, als ich die ersten Infos darüber gelesen und die ersten Bilder davon gesehen habe. Zum einen ist der Autor Bruno Cathala beteiligt, dessen Spiele mir meistens zusagen. Mir jedes seiner Spiele anzusehen wäre aktuell allerdings ganz schon ambitioniert, da er alleine letztes Jahr auf der Spiel in Essen diverse Veröffentlichungen hatte. Aber damit hat ein Spiel schon gute Chancen bei mir. Hier kam dann die wirklich ansprechende Optik hinzu. Seit Anfang des Jahres ist der Verlag iello auch noch bei Huch!&friends im Vertrieb und so fand es nun auch den Weg zu uns. Meine Erfahrungen damit möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

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Die Händler von Osaka

Händler von Osaka Cover

Cover / Foto: Asmodee

Jedes Jahr aufs Neue ist der Run auf die Neuheiten von Japon Brand auf der Spiel in Essen groß. Wer nicht vorbestellt hat, hat oft das Nachsehen, denn deren Spiele sind ruck zuck ausverkauft. Und selbst mit Vorbestellung muss man Zeit einplanen, da viele andere Spieler zur selben Zeit ihre vorbestellten Exemplare abholen möchten. Ich spreche da aus Erfahrung 😉 Vor 12 Jahren, also lange vor meinem ersten Besuch der Spiel,  brachten sie das Spiel Traders of Carthage heraus. Die Ausstattung war sehr minimalistisch gehalten, Fotos des Spielmaterials sehen eher aus, wie ein besserer Prototyp. Doch das Spielprinzip wusste zu gefallen und so brachte Z-Man Games zwei Jahre später eine eigene Auflage mit überarbeitetem Spielmaterial und neuer Grafik heraus. Dabei schipperten die Händler an der Nordküste Afrikas über das Mittelmeer von Alexandria nach Karthago. 2015 wurde die Idee von Z-Man Games erneut aufgegriffen, das Spielmaterial etwas angepasst und die Szenerie ins Ursprungsland des Spiels, nach Japan, verlegt. Und wiederum zwei Jahre später ist dieses Spiel nun auch auf deutsch erhältlich.

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Meduris

Meduris Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

HABA – Diese vier Buchstaben stehen vor allem für qualitativ und pädagogisch wertvolle Kinderspiele. Für mich ohne Kinder daher nicht ganz so stark im Fokus, auch wenn ich die meisten HABA-Spiele gerne mal mitspiele. Häufig sind ja sogar Schafe dabei 😉 2015 hat der Verlag begonnen, zusätzlich ein neues Publikum, nämlich die Familienspieler, zu erreichen. Mit dem Label „Spieleabend approved!“ erscheinen nun regelmäßig Spiele für die ganze Familie. Im ersten Jahr wurde mit Spookies, Karuba und Abenteuerland eine, meiner Meinung nach vom Komplexitätsgrad aufeinander aufbauende, Serie begonnen. Besonders hervor getan hat sich dabei das Legespiel Karuba, welches sogar zum Spiel des Jahres nominiert wurde. Ein Jahr später ging HABA wieder mit drei Neuheiten sowie einer kleinen Erweiterung für Abenteuerland an den Start. Wieder werden zwei der Spiele ab 8 Jahren empfohlen, doch ich habe mir Meduris mit einer Empfehlung ab 10 Jahren näher angeschaut. Weiterlesen

Unlock!

Unlock Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Exit-/Escape-Spiele sind schon letztes Jahr auf der Spiel in Essen groß herausgekommen. Ich habe euch bisher die Ansätze von Kosmos, Noris und HCM Kinzel versucht näher zu bringen. Nun geht es um den vierten Verlag, der sich des Themas angenommen hat und dabei wieder eine eigene Umsetzung präsentiert. Unlock! von den Space Cowboys besteht nur aus nummerierten Karten und ist an eine App gekoppelt. Es ist sogar bereits Preisträger des As d’Or – Jeu de l’Année, dem französischen Spiel des Jahres. Und dieser Preis wurde bereits drei Wochen nach dem Erscheinungstermin in Frankreich vergeben. Ob dies nun der Tatsache zu verdanken ist, dass es noch kein anderes Escape Brettspiel in französischer Version zu diesem Zeitpunkt gab und man den Grundgedanken prämieren wollte, die Verbundenheit mit den französischen Autoren oder tatsächlich das Spielgefühl den Ausschlag dafür gegeben hat, kann ich nur spekulieren.

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Undercover

Undercover Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Das Logo von Frosted Games zeigt eine Spielschachtel mit Glasur, wie der Verlagsname bereits verspricht. Das macht Appetit auf mehr. 2015 hat dieser Verlag einen langen Traum vieler Brettspieler erfüllt: Den Brettspieladventskalender, über den auch hier jedes Jahr berichtet wird. Doch nicht nur Promo-Artikel bietet dieser Berliner Verlag an, auch richtige Spiele finden ab und zu ihren Weg über Frosted Games veröffentlicht zu werden. Nach Harbour im ersten Jahr, das schon lange darauf wartet von mir rezensiert zu werden, legte der Verlag 2016 mit Undercover nach. Im gleichen Jahr, indem Codenames zum Spiel des Jahres gekürt wurde und Agent Undercover es auf die Nominierungsliste schaffte, schien das Spiel vom Namen her gegen starke Konkurrenz anzutreten. Doch lasst euch vom Namen nicht blenden, dahinter steckt ein cooles Spiel, dass ich euch nun näher vorstellen möchte.

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