Codenames Pictures

Codenames Pictures Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Kaum ein Spiel aus unserer Sammlung lädt zu so vielen Anpassungen ein, wie CodenamesHier findet ihr die Rezension dazu, ich setze in dieser Rezension die Kenntnis des Originals voraus.

Doch was hab ich nicht schon alles gesehen: Der Einsatz von Dixit-Karten, Brettspiel-Kartons, Alltags-GegenständenPokémons und selbst Codenames mit Zahlen!? Diese Wandelbarkeit haben auch die Autoren bereits früh erkannt und parallel mit Worten und Bildern getestet. Die Entscheidung fiel zunächst auf Wörter und wie das angekommen ist, kann man mit einem kurzen Blick auf die diesjährige Entscheidung zum Spiel des Jahres erkennen. Wie schon bei vielen Spielern, denen Codenames mit Wörtern auf Dauer zu langweilig oder eintönig war, werden jetzt bei Codenames Pictures die Wörter durch Bilder ersetzt.

Spielmaterial:

140 doppelseitig bedruckte Bildkarten stehen hierbei im Mittelpunkt. Dabei wird auf Fantasie-Bilder gesetzt, welche zwei oder mehr Abbildungen auf einer Karte vereinen und so bereits eine Doppeldeutigkeit enthalten. Die Karten sind quadratisch kompakt und werden nur noch zu einem 4×5-Raster ausgelegt. Zur Kennzeichnung der erratenen Begriffe gibt es je 7 blaue und rote Agenten-Karten, einen Doppel-Agenten, vier neutrale Personen und einen Attentäter. Die Abbildungen der Personen darauf variieren auf jedem Kärtchen, was ich als optische Verbesserung empfinde. Von den Code-Karten im neuen Format bekommt man sogar 60 Stück. Selbst der Standfuß scheint verbessert, hält die Karten fest ohne Spuren zu hinterlassen. Auf die Sanduhr wurde verzichtet.

Spielmechanismus:

Wie bei Codenames ermitteln die Agentenführer mittels einer beliebigen Codekarte ihre Codenamen, auf welche sie ihre Team-Mitglieder hinweisen müssen. Wieder darf nur ein Begriff und eine Zahl genannt werden. Die Regeln für die Begriffe unterscheiden sich nur darin, dass nun auch ein Teil der Abbildung direkt als Tipp genannt werden darf. Nicht erlaubt sind Hinweise auf die Lage der Karten oder die Schattierung dieser. Wer es strenger haben möchte, kann auch Hinweise zu abgebildeten Formen verbieten.

Codenames Pictures Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Neben den Experten-Regeln, die wir bereits aus dem Original kennen (0 und unendlich), gibt es Vorschläge Codenames und Codenames Pictures zu kombinieren. Entweder indem man einfach mit dem großen Raster spielt und die kleineren Kärtchen nutzt, oder sogar eine Kombination aus Worten und Bildern.

Spielende:

Entweder endet das Spiel wenn ein Team alle geheimen Orte der Geheim-Agenten des eigenen Teams heraus gefunden hat mit einem Sieg für dieses Team oder es kann mit einer Niederlage für das Team enden, welches auf den Attentäter getippt hat.

Der Bedarf an weiteren Spielmodi wurde erkannt und direkt in die Spielregel mit aufgenommen. So gibt es eine Attentäter-Variante, bei der ein Team erst gewonnen hat, wenn es nach den eigenen Codenames noch den Attentäter heraus findet. Wie bei der schwarzen Kugel beim Billard darf dies aber erst passieren, wenn alle eigenen Bilder ermittelt wurden oder in diesem Zug korrekt ermittelt werden.

Spieleranzahl:

Die Spieleranzahl unterscheidet sich nicht zum Vorgänger. Wieder gilt, umso mehr Spieler, desto spaßiger.

Glücksfaktor?

Auch der Glücksfaktor hat sich kaum verändert. Durch das kleinere Spielfeld sind weniger neutrale Begriffe dabei, dass kann helfen aber es auch erschweren, indem falsche Tipps schneller die gegnerischen Begriffe aufdecken.

Fazit:

Codenames kam bisher in allen Spielgruppen hervorragend an. Auf die Bilder-Variante waren viele gespannt, im Vergleich schnitt jedoch meist das aktuelle Spiel des Jahres besser ab. Die Bilder erscheinen auf den ersten Blick einfacher, da man sich bei den Tipps auch auf die Formen und das Aussehen stürzen kann. Es können aber genauso schnell kleine Details der Bilder unbemerkt bleiben und ein sicher geglaubter Tipp ist plötzlich vieldeutig. Besonders wenn der Raum weniger gut ausgeleuchtet ist, haben die Spieler ungleich gute Sichten auf die Bilder. Diese zeigen immer in Richtung Agentenführer, manche Spieler müssen sich diese dann auf dem Kopf ansehen, was den Überblick erschweren kann.

Für Codenames-Neulinge empfehle ich die Wort-Variante, die Bilder-Version kann eine gute Ergänzung dazu darstellen für ein wenig Abwechslung. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es reale Abbildungen nicht auch getan hätten. Wer auch Codenames Pictures optisch passend mit dem großen Raster spielen möchte, kann versuchen in Essen die neuen Promo-Karten zu ergattern, die es auch schon auf der GenCon gab. Dann hat man je einen blauen und roten Agenten und drei neutrale Personen mehr.

Wertungsnote 4/6

Verlag: Czech Games Edition / Vertrieb: Heidelberger Spieleverlag
Autor(en): Vladaa Chvátil
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2 – 8+ Spieler
Dauer: ca. 15 Minuten

Vielen Dank an Czech Games Edition und den Heidelberger Spieleverlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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