Darf’s noch etwas mehr sein?

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Brettspiele sind kein günstiges Hobby. Zumindest nicht, wenn man man viele neue Sachen früh probieren möchte und gerne eine eigene größere Sammlung anhäuft, statt die Spiele auszuleihen oder bei Veranstaltungen zu spielen. Doch lässt sich nicht nur jede Menge Geld für Brettspiele selbst ausgeben, sondern auch für das drumherum. Das kann alles Mögliche sein: Karten- Sleeves, Promos, Organizer, verbessertes Material, Spielmatten sind nur einige Beispiele aus dem vielfältigen Angebot rund um Brettspiele.

Der Anlass für diese Brettgeschichte war die Bekanntgabe von Abacusspiele, dass sie jetzt einige wenige Spielmatten für Century – Die Gewürzstraße in ihrem Online-Shop anbieten. Diese hübschen Matten hatte ich bereits mehrfach bei Instagram gesehen und schön anzusehen sind sie allemal. Doch der Preis sorgte schnell für Ernüchterung: 29,99€. Für ein Spiel, welches im selben Shop 34,99 €, also nur 5 € mehr, kostet! Die Matte macht optisch wirklich etwas her, aber sie dient einfach nur der geordneten Ablage des Spielmaterials. Da habe ich mich gefragt: Ist der Preis verhältnismäßig? Und wie so oft lautet die Antwort darauf wohl: Es kommt darauf an. Brettspiele sind grundsätzlich Luxus-Güter, niemand braucht sie tatsächlich zum Überleben, auch wenn es manchen so vor kommt. Umso größer die Sammlung, desto teurer würde es werden alle Spiele zu pimpen. Bei uns gibt es nur wenige Spiele, die eine solche Sonderbehandlung verdienen. Selbst gesleevte Karten wären für alle Spiele unserer Sammlung nicht annähernd zu stemmen. Diese spendieren wir nur unseren Living Card Games und weiterem Spielen, bei denen es darauf ankommt anhand abgegriffener Rückseiten keinen Rückschluss auf die Vorderseite ziehen zu können. Aber auch erst dann, wenn wir das Gefühl haben diese Karten könnten wirklich häufig im Gebrauch sein.

Das Spielmaterial aufzuwerten liegt ebenso bei einigen Spielen nahe. Die Spielertableaus bei Terraforming Mars sind da so ein Fall, doch konnten wir uns bisher nicht dazu durchringen, diese zu erwerben. Schließlich war das Spiel schon nicht gerade günstig und uns stört es auch nicht sehr, dass man vorsichtig sein muss, um die Klötzchen nicht verrutschen zu lassen. Vor kurzem bin ich jedoch erst bei Orléans schwach geworden. Die dünnen Plättchen, welche aus den Beuteln gezogen werden, sind recht schnell abgegrabbelt. Diese wurden nun durch robuste Holzfiguren ersetzt. Und wenn ich mich so bei Instagram umsehe, bin ich schon manches Mal ein wenig neidisch auf die Holzteile zur Repräsentation der Waren aus der Kickstarter Deluxe Version.

https://www.instagram.com/p/BV5CPUfB8NM/

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass diese Century-Matte wirklich klasse aussieht, mir persönlich das Geld dafür aber zu schade ist. Ich möchte hier aber auch wirklich niemanden verurteilen, der das Geld investiert hat oder investieren wird.  Wir nutzen auch sehr gerne das Colt Express Faltblatt aus der Spielbox mit der Zugstrecke für etwas mehr Atmosphäre am Spieltisch. Viel mehr interessiert mich eure Meinung. Kauft ihr solches Zusatzmaterial für Spiele? Und wenn ja, für welche und welchen Vorteil seht ihr darin?

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7 Gedanken zu “Darf’s noch etwas mehr sein?

  1. Ich pimpe meine Spiele auch gerne auf.Ich habe es gerade bei Räuber der Nordsee getan,indem ich die Metallmünzen gekauft habe.Oder ich hülle meine teuersten Spiele ein,aber ich habe mir Grenzen gesetzt,nachdem ich für eine Promofigur von KOT 18 Euro bezahlt hatte.Da habe ich gedacht,jetzt ist Schluß,ich brauche nicht jede Erweiterung oder Promofigur.Natürlich greife ich immer noch zu,wenn es preislich akzeptabel ist,aber man braucht wirklich nicht Alles.Wie oft passiert mir,dass ich das Hauptspiel spiele,aber nicht die Erweiterung.Es liegt aber daran,dass Nichtspieler keine Lust auf weitere Regeln haben.Bekanntlicherweise muß man Rücksicht auf die Mitspieler nehmen 😉 .
    Früher hätte ich die Spielmatte für 29.95€ auch gekauft,aber da ich neuerdings immer mehr Spiele kaufe,würde ich jetzt darauf verzichten und lieber ein neues Spiel dafür kaufen 🙂 🙂
    Nur würde ich nie behaupten,dass mir das als Spielefreak auf Dauer gelingt;) 😉 .

    • Hallo Yvonne, die Metallmünzen für Räuber der Nordsee hätte ich auch gerne mitgenommen, aber die waren ausverkauft als es das Spiel noch gab. Wollte es wegen der Nominierung schnell haben und hab daher auf die Münzen verzichtet. Sie zum doppelten Preis einzeln zu bestellen, sehe ich jetzt nicht mehr ein 😉

      • Hast ja Recht,aber Metall in den Händen zu fühlen,ist sehr angenehm;)Außerdem hatte ich Klong bestellt und dadurch konnte ich durch das Zusammenlegen Versandkosten einsparen.Man sieht,ich rede Alles schön 😉

        • Habs das erste mal bei nem Bekannten mit Metallmünzen gespielt, kann es also total verstehen. Hätte sie auch wirklich gerne mitbestellt, nur jetzt bin ich (erstmal) stur 😉

  2. „Brettspiele sind kein günstiges Hobby. Zumindest nicht, wenn man man viele neue Sachen früh probieren möchte und gerne eine eigene größere Sammlung anhäuft, statt die Spiele auszuleihen“

    Deswegen versuche ich gerade, eine deutschsprachige Brettspiel-Leih-Community aufzubauen: schau mal hier vorbei http://www.borggames.com

    • Hallo Thomas, die Idee klingt gar nicht verkehrt und könnte für uns in erster Linie als Verleiher durchaus interessant werden. Allerdings hab ich da immer meine Bedenken, wenn es um den Umgang mit den Spielen geht, schließlich kenne ich die Leute ja nicht, die es ausleihen und für die haben Brettspiele vielleicht einen anderen Stellenwert und sie gehen nicht so sorgsam damit um, wie ich.

      • Das sehe ich auch so.Ich gehe mit meinen Spielen sehr sorgfältig um.Ich bekomme schon die Krise,wenn Essen ausgepackt wird.Das wäre nichts für mich.
        Thomas,ich wünsche Dir viel Glück,vielleicht schaffst Du es,Dich gegen einen großen Konkurrenten,der auch Brettspielleihe anbietet, durchzusetzen 🙂

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