Deutscher Spielepreis 2016

Der Merz-Verlag, Veranstalter der größten deutschen Brettspielmesse, der Spiel, vergibt seit 1990 jedes Jahr den Deutschen Spielepreis (DSP). Im Gegensatz zu zum Kritikerpreis Spiel des Jahres, handelt es sich bei dem DSP um einen Publikumspreis. Zunächst als Ergebnis einer Experten- und Fachpublikums-Umfrage, darf seit 2001 jeder per Postkarte oder ganz einfach über das Internet teilnehmen und für seine Favoriten abstimmen. Die Abstimmung endet jedes Jahr zum 31.Juli. Die Verleihung findet zwar erst am Vortag der Spiel im Oktober statt, doch bereits im August und September fiebern alle dem Ergebnis entgegen. Und dieses Jahr noch viel mehr, denn Frosted Games hat die DSP Goodie-Box angekündigt, die Erweiterungen zu vier Spielen aus den Top 10 enthalten soll. Heute war es dann endlich so weit und die Gewinner wurden bekannt gegeben.

Den ersten Platz konnte sich Mombasa aus dem Hause eggertspiele/Pegasus Spiele sichern. Einer der Autoren der letzten beiden Kennerspiele des Jahres konnte sich also auch diesen Preis sichern – Chapeau, Alexander Pfister! Ähnlich wie im vergangenen Jahr ist eines der Vielspieler-Highlights des Jahrgangs gekürt wurden, welches für das Kennerspiel des Jahres zu anspruchsvoll war und deswegen dort nur auf der Empfehlungsliste landete. Auch ich habe für Mombasa an erster Stelle gestimmt. Hier findet ihr die Top 10 der Brettspiele 2016:

1. Mombasa
2. Codenames
3. T.I.M.E Stories
4. Pandemic Legacy
5. Mysterium
6. Karuba
7. Isle of Skye
8. Imhotep
9. 7 Wonders Duel
10. Nippon

Deutscher Spielepreis 2016

Deutscher Spielepreis Preisträger 2016

Eine gute Ausbeute, denn wie im vergangenen Jahr habe ich 9 dieser Spiele bereits im Schrank stehen. Sechs von ihnen wurden von mir bereits rezensiert und haben alle eine Bewertung von 5 oder besser erhalten, ich empfinde all diese Spiele als empfehlenswert. Drei weitere wurden immerhin schon gespielt, nur T.I.M.E Stories wartet noch auf seinen ersten Einsatz, der aber bereits terminiert ist. Die Rezensionen zu Mombasa, Pandemic Legacy und T.I.M.E Stories werden wahrscheinlich noch folgen, zu ersteren beiden kann ich aber jetzt schon verraten, dass ihre Bewertungen ebenfalls in dieses Raster fallen werden.

Der Deutsche KinderSpielepreis ging an Leo muss zum Friseur, doch auch das Kinderspiel des Jahres Stone Age Junior ging nicht leer aus, sondern wurde für seine vorbildliche Anleitung mit der goldenen Feder geehrt.

Man kann sicherlich darüber streiten wie aussagekräftig ein Preis ist, bei dem nach Aussage von Dominique Metzler „nur“ 2.000 Spieler abstimmen. Für mich sind die Spiele in diesen Top 10 eigentlich immer einen Blick wert und es ist meist eine gelungene Mischung, für Vielspieler und Familienspieler was dabei. Auch wenn es sicherlich noch das ein oder andere Spiel gegeben hätte, das man auf dieser Liste gerne wiederfinden würde. Dabei muss man bedenken, dass aus über 1.000 Neuheiten pro Jahrgang eben nur 10 gewählt werden können, da fällt logischerweise das ein oder andere gute Spiel hinunter und kann sich nicht durchsetzen. Oder erscheint zu spät, wenn viele Spieler bereits abgestimmt haben.

Beenden möchte ich die heutige Brettgeschichte mit herzlichen Glückwünschen an alle Autoren, Verlage, Grafiker und alle sonstwie beteiligten Personen an diesen Spielen.

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