Die Zeit ist um…

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Es ist mal wieder an der Zeit von einem Spieleabend zu berichten, da mir dieser auch nach einigen Tagen noch immer durch den Kopf geht. Leider hat diese Spielgruppe durch verschiedenste Hindernisse seit Dezember nicht mehr zueinander gefunden und so hatte auch unser Weihnachtswichteln noch nicht statt gefunden. Bis zum vergangenen Freitag. Neues Jahr, neue Räumlichkeiten, die gleiche tolle Spielegruppe. Bei einigen Bierchen freuten wir uns über das lang ersehnte Treffen, tauschten uns aus und packten die kleinen Geschenke aus.

Über die Geschenke an sich möchte ich aber gar nicht so viel erzählen, es soll heute nur um ein Spiel geben, welches einer unserer Mitspieler als Geschenk erhalten hat und welches direkt angespielt wurde. Es hat in der von uns gespielten Version den Titel Times’Up – Blaue Edition und ist 2008 bei Repos Production erschienen. Doch bereits 1999 kam das Spiel des Autors Peter Sarrett in der ersten englischen Version auf den Markt, auf die erste deutsche Version musste noch weitere 6 Jahre gewartet werden. Und es dauerte tatsächlich bis 2018, bis ich dieses Spiel kennen lernen durfte.

Nach der ersten Regelerklärung hatte ich eigentlich schon genug. In Gruppen zu zweit sollten wir in jeweils 30 Sekunden Begriffe erklären und korrekt erraten. In der ersten Runde mit beliebig vielen Worten und Rateversuchen, in der zweiten Runde mit genau einem Wort und einem Rateversuch und in der letzten Runde stehen uns nur Pantomime und Geräusche zur Verfügung. „Das kann ja was werden!“, dachte ich mir. Aber ich wollte dem neuen Besitzer dieses Spiels nicht den Spaß verderben und lies mich zähneknirschend darauf ein. Immerhin sind die Begriffe auf den Karten gelb und blau hinterlegt, meine Lieblingsfarben. Und man hat von dem Spiel ja auch schon mal gehört, es hat neben einigen Nominierungen den Jeu de l’Année 2006 erhalten und wurde bereits 2000 mit dem Mensa Select ausgezeichnet.

Was uns erst im späteren Spielverlauf klar wurde, dass in allen drei Runden die gleichen Personenkarten verwendet werden. Nun ergab das ganze auch Sinn, denn nach der ersten Runde sind alle Karten ein Mal durchgespielt und alle im Spiel befindlichen Personen mit einer ersten Kurzerläuterung bekannt. Ab da wurde es nun ein richtiger Spaß, weil alle die gleiche Wissensbasis haben. Und man nun auf das von Mitspielern zuvor gesagte referenzieren kann. Und selbst mir, einer Person die eher ungerne im Mittelpunkt steht und Pantomime nicht besonders mag, macht es plötzlich Spaß meinem Teampartner die Begriffe auf diese Weise näher zu bringen. Und wenn dann noch ein anderes Team die perfekte Performance bietet, es aber selbst nicht errät und man selber hofft, genau diese Karte zu ziehen, um mit der gleichen Darbietung den Begriff zu ergattern – ein Träumchen! Die auf der Schachtel angegebenen 45 Minuten haben wir bei weitem übertroffen, doch hatten wir einfach Spaß dabei. Zum Ende hin hat es sich vielleicht ein wenig gezogen, weil alle Spieler die selben blöden Personen überblättert haben, dennoch gab es auch kleine Jubelarien, wenn auch diese vermeintlich schwereren Personen korrekt erkannt wurden. Und über so manche Karte denke ich heute noch nach und mir fällt spontan ein passendes Wort oder eine geeignete, körperliche  Darstellung ein.

Mittlerweile existiert das Spiel mit dem eingedeutschten Titel Sag’s mir!, veröffentlicht bei Repos Production, in vier Versionen: Junior, Familie, Personen und Filme. Ach, was würde mich die Ausgabe mit Filmen reizen!? Ich bin mir sicher, dass dieses Spiel schon bald den Weg in unsere Sammlung finden wird und wir damit hoffentlich viele spaßige Abende verbringen werden. Vor allem, wenn wieder ein paar mehr Spieler anwesend sind. Auch wenn ich zunächst sehr skeptisch war, bin ich nun doch froh dieses Spiel kennen gelernt zu haben. Wie ist es bei euch, habt ihr auch schon Spiele erlebt, die für euch erst vollkommen daneben klangen, dann aber doch enorm Spaß gemacht haben? Schreibt mir doch eure Erfahrungen in die Kommentare, ich bin gespannt!

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