ICECOOL

ICECOOL Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt ein paar Spiele-Genres, mit denen ich eigentlich nicht viel anfangen kann und Neuheiten in diesen Bereichen daher meist weit unter meinem Radar bleiben. So war es auch bei ICECOOL denn Spiele mit dem Hauptmechanismus „Schnipsen“ liegen mir nicht wirklich. So ist es auch zu erklären, dass ich ICECOOL eigentlich überhaupt nicht auf dem Zettel hatte, als wir uns auf den Weg nach Essen machten. Nachdem ich aber im Vorfeld der Messe durchweg positives Feedback vernehmen konnte, wollte ich es zumindest einmal ausprobiert haben. Und das taten wir dann auch am Donnerstag morgen in Essen. Und, nun ja, was soll ich sagen? Das Spiel hat begeistert und uns herausgefordert, unsere Schnipp-Fähigkeiten in weiteren Partien mit unserem eigenen Exemplar zu optimieren. Dieses Ziel haben wir zwar knapp verfehlt, aber dabei jede Menge Spaß gehabt!

Spielmaterial:

Das Unterteil des Spielekartons ist zugleich Teil des Spielbretts und wird zusammen mit vier weiteren Karton-Teilen zu diesem zusammengesetzt. Vier kleine Holzfische halten das ganze Gebilde zusammen und je drei Fische in den Spielerfarben markieren einige Durchgänge. Geschnipst werden vier Plastik-Pinguine. Zudem sind noch ein paar Karten dabei: Spieler- und Fisch-Karten. Die Anleitung ist gut verständlich und beschreibt zunächst einige Schnipp-Techniken, die geübt werden können.

Spielmechanismus:

Gespielt werden so viele Runden, wie Spieler teilnehmen. Dabei verkörpert jeder Spieler einmal den Hausmeister, der die flotten Pinguine in der Schule versucht einzufangen. Das versuchen die anderen Pinguine zu verhindern. Sie wollen stattdessen unbemerkt durch drei bestimmte Türen flitzen. Diese sind mit einem Fisch in der eigenen Fatbe versehen, den man danach entfernen und sich eine Fisch-Karte dafür nehmen darf.

Wurde ein Pinguin erwischt, muss er seinen Ausweis dem Hausmeister übergeben, darf aber weiterhin umherflitzen. Eine Runde endet entweder, wenn der Hausmeister alle mitspielenden Pinguine erwischt hat oder ein Spieler seinen dritten Fisch für das Durchqueren der Türen erhalten hat. Der aktuelle Hausmeister wird für alle Ausweise (auch seinen eigenen) mit einer Fisch-Karte belohnt, die er jetzt zieht.

Die Fisch-Karten haben Werte von 1 – 3. Doch braucht bei Einsern niemand traurig sein. Denn zwei Einser-Karten können im eigenen Zug eingesetzt werden, um ein weiteres Mal zu Schnipsen. Die Punkte gehen dabei auch nicht verloren!

ICECOOL Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

War jeder einmal der Hausmeister, endet das Spiel und der Sieger wird ermittelt. Dafür legen alle Spieler ihre Fisch-Karten offen aus und addieren die Punkte.

Spieleranzahl:

Zu viert macht es mir am meisten Spaß, da man dann mehr Runden spielt und als Hausmeister mehr Pinguine erwischen muss. Auch zu zwei oder dritt kann fröhlich geschnipst werden, der Spielspaß steigt aber mit der Spieleranzahl. Zu zweit endet eine Runde erst, wenn der Fänger den anderen Pinguin zwei Mal hintereinander gefangen hat und die Partie endet, nachdem beide Spieler zwei Mal Fänger waren.

Glücksfaktor?

Der Glücksfaktor ist relativ gering, eher kommt es auf die Schnipp-Technik an. Wer es richtig drauf hat, soll in einem Zug durch alle erforderlichen Türen flitzen können. Viel Spaß beim ausprobieren 😉

Fazit:

ICECOOL ist, wie der Name bereits verrät, verdammt cool. Es macht einfach tierisch Spaß an den Schnipp-Techniken zu arbeiten und dabei seine Mitspieler zu jagen oder zu fangen. Besonders die Fähigkeiten der Pinguine zu hüpfen oder sich im Bogen zu bewegen müssen erstmal gelernt sein und bieten dann, korrekt eingesetzt, viele Möglichkeiten. Einziger kleiner Haken ist das Platzproblem. Denn idealerweise wird es auf einem Tisch gespielt, der kaum größer als das Spielfeld ist und um den herum sich alle Spieler gut bewegen können. Es geht auch anders, indem man das Spielfeld in einer Tour dreht, dabei muss jedoch sehr vorsichtig sein und es hemmt ein wenig den Spielspaß. Ab sechs Jahren wird es empfohlen, wir haben es auch mit jüngeren Spielern gespielt. Die erfreuen sich aber eher am Schnipsen generell und sind weniger an den Regeln interessiert. Ich würde jeder Zeit wieder eine Partie mitspielen, dabei sollte es aber auch bleiben, denn der Spielverlauf ist immer sehr ähnlich und bietet wenig Abwechslung.

Wertungsnote 4/6

Verlag: Brain Games / Amigo Spiele
Autor(en): Brian Gomez
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2 – 4 Spieler
Dauer: 30 Minuten

Vielen Dank an Brain Games für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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