Im Schatten des Throns

Im Schatten des Throns Cover

Cover / Foto: 2Geeks

Neben Das allerbeste Baumhaus von Scott Almes hatte der Verlag 2Geeks auch eine Neuheit des Autoren-Duos, welches uns bereits Mysterium und Die Piraten der 7 Weltmeere beschert hat, dabei. Im Schatten des Throns ist ein schnell zu erlernendes Kartenspiel, bei dem man sein Glück ganz schön strapazieren kann. Durch die einfachen Regeln und den schnellen Spielablauf eignete es sich gut, auf der Spiel in Essen als Turnier angeboten zu werden. Auch die Namensgebung uns Gestaltung des Covers funktioniert. In einer unserer Spielrunden wurde es als erstes Spiel des Abends gewählt, mit dem Kommentar: „Das erinnert mich an Game of Thrones, das muss ich spielen“. Und ich kann euch jetzt schon sagen, bei einer Partie blieb es nicht!

Spielmaterial:

Das Spielmaterial ist in einer Blechschachtel verstaut, die sehr edel aussieht. Die Karten kamen, genau wie die von Das allerbeste Baumhaus, leider bereits leicht gebogen bei uns an. Sie zeigen 9 Mal je einen der 9 verschiedenen Charaktere und einen Raben als Spielende-Karte. Die Anleitung ist nicht optimal aufgebaut, enthält aber alle relevanten Informationen.

Spielmechanismus:

Die Spielende-Karte beginnt den Ablagestapel. In einem Zug dürfen bis zu fünf Karten aufgedeckt werden. Dabei muss jede weitere Karte den gleichen oder einen niedrigeren Wert zeigen, sonst werden alle abgelegt und der nächste Spieler ist an der Reihe. Hört ein Spieler auf, weil es ihm zu riskant wird, darf er die Karten vor sich auslegen. Jede Karte verfügt über eine Aktion, die fortan genutzt werden darf. Die Charaktere mit den Werten ein bis fünf helfen beim Aufdecken weiterer Karten. Sie erlauben es die Werte der Karten zu modifizieren, eine Karte vor dem Aufdecken anzusehen oder eine bereits genutzte oder eigentlich nicht erlaubte Aktion zu nutzen. Die Aktionen sind nämlich nur verfügbar, wenn kein anderer Spieler eine höhere Anzahl dieses Charakters ausliegen hat. Wer kein Interesse an den aufgedeckten Karten hat, kann diese einem Mitspieler geben und eine Karte seiner Auslage dafür wählen. Dagegen schützt einen nur der Barde mit Wert 6, der den Platz der gewünschten Karte einnimmt und zum Mitspieler übergeht. Deckt man zwei Karten mit gleichem Wert auf oder modifiziert einen Wert entsprechend, darf man eine Karte bei einem Mitspieler zerstören. Dies kann pro Zug mehrfach eintreten, darf aber jeden Mitspieler nur einmalig treffen. Dagegen wehren kann sich nur, wer den Charakter mit Wert 7 auf der Hand hat, indem er statt dessen diesen ablegt. Der König und seine Königin mit den Werten 9 und 8 erlauben keine Aktion, sondern behindern die Ausführung vom Tausch oder dem Zerstören. Man darf je nach ausliegender Anzahl die beiden Aktionen erst ab einer bestimmten Anzahl aufgedeckter Karten ausführen.

Kann keine Karte mehr nachgezogen werden, wird der Ablagestapel inklusive der Spielende-Karte erneut gemischt und das Spiel geht wie gewohnt weiter.

Im Schatten des Throns Spielkarten

Spielkarten / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Deckt ein Spieler in seinem Zug die Spielende-Karte auf, endet das Spiel sofort. Der aktive Spieler darf keine Karten mehr an sich nehmen. Für jeden Charakter, von dem ein Spieler mindestens zwei ausliegen hat, erhält er einmalig den entsprechenden Wert als Punktzahl. Unabhängig davon, wie viele Karten er besitzt und ob er über die Mehrheit verfügt. Wer die wertvollste Auslage vorweisen kann, gewinnt das Spiel.

Spieleranzahl:

Je nach Spieleranzahl wird eine bestimmte Anzahl von Charakteren aussortiert, sodass sich das Spiel mit weniger Spielern nicht unnötig in die Länge zieht. Am Spielspaß hat die Spieleranzahl nichts geändert. Wobei sich die Angriffe im 2-Personen-Spiel immer auf den einen Mitspieler auswirken und auch bei wiederholtem Auftreten in einem Zug nur einmalig ausgeführt werden dürfen.

Glücksfaktor?

Durch den Push-Your-Luck-Mechanismus spielt der Glücksfaktor eine große Rolle. Wer immer nur eine Karte aufdeckt, kann sie immer behalten, aber dann werden risikoreichere Mitspieler sicher schnell davon laufen. Denn nur, wer die meisten Karten eines Charakters ausliegen hat, darf seine Aktion verwenden. Daher empfiehlt es sich sein Glück manchmal ein wenig zu strapazieren und durch angebrachte Aktionen zu erweitern. Bei der kurzen Spielzeit einer Partie fällt der Glücksfaktor aber nicht negativ auf.

Fazit:

Nachdem man sich durch die Anleitung gekämpft hat, spielt es sich recht flott. Durch die kleinen Aktionsabbildungen auf den Karten braucht man auch keinen weiteren Blick in die Anleitung werfen. Der Spielreiz steckt darin, den richtigen Moment zu finden, um umzuschalten. Zu Beginn sind die Charaktere mit kleinen Werten sinnvoll, um jede Runde viele Karten aufdecken zu können und die eigene Auslage zu verbessern. Da man nicht weiß, wann genau die Spielende-Karte aufgedeckt wird, nachdem der Nachziehstapel neu gemischt wurde, muss man spekulieren wann es sich lohnt auf die Charaktere mit den höheren Werten zu setzen und die anderen Charaktere auszutauschen. Bei der schnellen Spielzeit will man es sofort wieder probieren, sollte man eine Partie verloren haben. Es fehlt aber irgendwie das gewisse Etwas, für eine bessere Bewertung, denn letztendlich laufen die Partien doch relativ ähnlich, nur mit zufällig wechselnden Ergebnissen und bieten zu wenig Abwechslung.

Wertungsnote 4/6

Verlag: 2Geeks / IGames
Autor(en): Oleksandr Nevskiy, Oleg Sidorenko
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2 – 4 Spieler
Dauer: 20 Minuten

Vielen Dank an 2Geeks für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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