Las Vegas

Las Vegas Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Las Vegas – Die Heimat der Zocker. Unzählige Casinos laden dazu ein, sein Geld aufs (Glücks-)Spiel zu setzen. Genau wie in dem gleichnamigen alea-Spiel. Nur das man hier gar kein Geld investieren muss. Dennoch sollte versucht werden, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Auf jeden Fall mehr als die Konkurrenten. Denn nur so kann man den Sieg erzielen. Das Spielprinzip ist sehr eingängig und damit hat es dieses alea-Spiel auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres geschafft.

Spielmaterial:

Die sechs Casinos werden durch Plättchen aus dicker Pappe repräsentiert und sind jeweils mit einem Würfelaugenwert von 1 bis 6 versehen. Sie tragen die Namen real existierender Casinos in Las Vegas wie z.B. „Luxor“ oder „Ceasars Palace“ Jeder Spieler erhält alle 8 Plastikwürfel einer der fünf Farben. Hinzu kommen Spielkarten als Dollarscheine mit den Werten von 10.000$ – 90.000$ und eine Startspielerkarte. Die Regel ist wie von alea gewohnt gut gegliedert, sodass man beim Wiedereinstieg nicht alles lesen muss.

Spielmechanismus:

Anhand der Würfelaugen werden die Casinos aufsteigend bereit gelegt. Zu jedem Casino werden nun Geldscheine aufgedeckt. Und zwar so viele, bis mindestens 50.000$ an jedem Casino liegen. Dann kann es auch schon losgehen. Ein Startspieler wird bestimmt und würfelt alle seine Würfel. Anschließend muss er alle Würfel einer Augenzahl dem zugehörigen Casino zuordnen. Dann kommt der nächste Spieler an die Reihe und verfährt ebenfalls so, bis alle Spieler keine Würfel mehr haben. Es kann vorkommen, dass Spieler einige Züge pausieren müssen, wenn sie ihre Würfel schneller losgeworden sind als die anderen. Am Rundenende kommt es zur Wertung. Für jedes Casino wird bestimmt, wer mit seinen eingesetzten Würfeln die Mehrheit hat. Bei Gleichstand werden die am Gleichstand beteiligten Würfel ohne Wertung zunächst entfernt. Dann bekommt der Spieler, der die Mehrheit hat, den höchsten Geldschein. Liegen weitere Geldscheine und haben andere Spieler ebenfalls Würfel eingesetzt, wird so lange weiter verfahren, bis alle etwas abbekommen haben oder keine Geldscheine mehr vorhanden sind. Übrige Geldscheine werden abgeräumt. Anschließend kann die nächste Runde beginnen, der Startspielerkarte wird der Spieler links vom letzten Startspieler.

Las Vegas Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Variante:
Wenn man mit weniger als fünf Spielern spielt, kann man eine der nicht genutzten Würfelfarben verwenden, indem man die Würfel auf die Spieler aufteilt. Sie werden mit den eigenen Würfel zusammen gewürfelt [UPDATE 12.09.2015], können aber nur alleine eingesetzt werden und eingesetzt.[UPDATE ENDE] Man erhält für ihren Einsatz keine Punkte, kann aber Mehrheiten und Gleichstände beeinflussen.

Spielende:

Das Spiel endet nach dem vierten Durchgang. Die Spieler zählen ihr Geld und es gewinnt, wer das meiste Geld einsacken konnte.

Spieleranzahl:

Zu zweit empfehle ich immer die Variante zu spielen, da sonst in der Regel zu wenig Konkurrenz in den Casinos herrscht und es nur ein nebeneinander her spielen ist. Am meisten Spaß macht es mit 4-5 Spielern, wenn die Spieler richtig um die besten Casinos kämpfen und so mancher Gleichstand einem einen Strich durch die Rechnung macht.

Glücksfaktor?

Las Vegas ist ein Würfelspiel und somit ist der Glücksfaktor naturgemäß eher hoch. Dennoch ist auch ein wenig Taktik von Nöten. Man muss seine Würfel gekonnt platzieren, um aus dem Würfelergebnis das Beste herauszuholen. Hat man z.B. zu Beginn viele Würfel einer Augenzahl, ist die Chance zwar recht hoch, damit ein Casino für sich beanspruchen zu können, aber man hat für die kommenden Züge weniger Würfel zur Verfügung. Wenn man früh ausscheidet, kann man den Mitspielern nur noch zusehen und hat keinen Einfluss mehr auf das Rundenergebnis. Also kann es sinnvoll sein, lieber weniger Würfel zu platzieren. Man kann auch versuchen dem Umstand auszunutzen, dass bei Gleichstand keiner der beteiligten Spieler Geld erhält. So kann nämlich auch ein Spieler mit weniger platzierten Würfeln das Geld abräumen und die Mitspieler ärgern.

Fazit:

Mal wieder hat die Jury ein großartiges Spiel zum Spiel des Jahres nominiert. Es konnte sich 2012 jedoch nicht gegen Kingdom Builder durchsetzen. Ich bin froh, dass ich damals nicht vor dieser Entscheidung stand, denn ich hätte mich zwischen den Beiden nur schwer entscheiden können. Die Regeln sind ruck, zuck erklärt und verinnerlicht: Würfeln und in einem Casino seiner Wahl einsetzen. Der Einstieg erfolgt auch für Gelegenheitsspieler sehr schnell und durch die kurze Spieldauer kann man immer mal eine Runde Las Vegas einschieben. Auch für Vielspieler geeignet, um sich nach einem anstrengenden Strategiespiel ein wenig zu entspannen. Wobei es selten bei einem Spiel bleibt, wenn die Spieler erstmal Spaß am Zocken haben. Durch den Konkurrenzdruck wird das Spiel sehr interaktiv.

Wertungsnote 5/6

Verlag: alea/Ravensburger
Autor(en): Rüdiger Dorn
Erscheinungsjahr: 2014
Spieleranzahl: 2 – 5 Spieler
Dauer: 30 Minuten

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3 Gedanken zu “Las Vegas

  1. Wie bitte? Bei der Variante kann eine nicht genutzte Farbe nach dem gemeinsamen Würfelwurf nur alleine eingesetzt werden? Regeltext lautet: „… genau wie seine eigenen platzieren.“

    • Hallo Werner,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast natürlich völlig Recht und wir haben es auch korrekt gespielt. Der Fehler ist wahrscheinlich durch die Bearbeitung des Textes entstanden. Ursprünglich wollte ich darauf hinaus, dass man den Würfel alleine nutzen kann, wenn kein eigener Würfel diese Augenzahl zeigt und man dies taktisch ausnutzen kann. Ist dann durch Kürzung wohl raus geflogen und der Fehler entstanden.
      Viele Grüße
      Sonja

  2. Pingback: Las Vegas – Kartenspiel | Brettspielpoesie

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