Lunte

Lunte Cover

Cover/ Foto: Mücke Spiele

Hilfe, eine Bombe! Sie tickt und tickt und niemand weiß genau wann die Bombe hochgehen wird. Solch einem Erlebnis könnt ihr euch in dem kleinen Kartenspiel von Mücke Spiele aus der Edition Kofferspiele widmen. Hierbei werden die Spieler nämlich zu Bombenlegern. Sollten sie zumindest, um Chancen auf den Sieg zu haben. Das Artwork stammt dabei von Rautie und ist überaus gelungen.

Spielmaterial:

  • 1 Startkarte zeigt ein brennendes Streichholz
  • 112 Luntenkarten, welche verschieden lange Lunten mit den Werten 3, 7, 10 und 15 zeigen
  • 12 Bombenkarten
  • 18 Entschärfungskarten mit den Symbolen Schere, Stiefel oder Wassereimer
  • 1 Zeitbombenkarte

Spielmechanismus:

Die Luntenkarten werden gut gemischt und 5 Stück an jeden Spieler verteilt. Die Entschärfungskarten werden separat gemischt und jeder Spieler erhält zwei davon. Diese Karten nehmen die Spieler auf die Hand. Die zwei Bombenkarten, die jeder erhält, werden offen auf den Tisch gelegt, sodass alle Spieler sehen können, wer seine Bomben schon gespielt hat. Von den restlichen Entschärfungskarten werden so viele wie Spieler teilnehmen zu den Luntenkarten gemischt. Von diesem Stapel werden dann 30 Karten abgenommen und die Zeitbombenkarte untergemischt. Anschließend kommen diese Karten unter den Nachziehstapel und die Startkarte kommt in die Tischmitte.

Die Spieler sind nun nacheinander am Zug und müssen sich schnell für eine der drei Optionen entscheiden. Die Anleitung gibt vor, dass man drei Sekunden Zeit hat und die Mitspieler dafür sorgen sollen, das alle schnell agieren.

    • Luntenkarte anlegen

Die brennende Lunte wird durch eine weitere Luntenkarte verlängern. Anschließend sofort eine neue Karte ziehen, sodass man immer sieben Karten auf der Hand hält.

    • Entschärfungskarte legen

Der Spieler kann eine Entschärfungskarte legen, um die Bombe zu entschärfen. Die ausliegenden Luntenkarten kommen aus dem Spiel und die Entschärfungskarte neben das Streichholz. Anschließend geht es mit dem Zug des nächsten Spielers weiter. Für die Entschärfungskarten gibt es am Ende je nach Art 4, 5 oder 6 Punkte zusätzlich.

    • Bombenkarte legen

Wird eine Bombenkarte gelegt, geht die Bombe sofort hoch und der aktive Spieler erhält alle Luntenkarten und eventuell ausliegende Entschärfungskarten. Danach legt er seine Luntenkarte mit der Rückseite vor sich, sodass alle Spieler sehen können, dass diese Bombe nicht mehr eingesetzt werden kann.

Lunte Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Das Spiel endet sobald entweder kein Spieler mehr unbenutzte Bombenkarten ausliegen hat oder die Zeitbombenkarte aufgedeckt wird. Die Spieler zählen dann die Werte der Luntenkarten ihrer Bomben zusammen und addieren ggf. die Werte von Entschärfungskarten hinzu. Aber Achtung – davon abgezogen werden noch die Werte der übrigen Handkarten.

Spieleranzahl:

Zu zweit ist es spielbar, aber spaßig wird es erst umso mehr Personen teilnehmen. Dann vergehen mehr Züge bis man selbst wieder an die Reihe kommt und die Wahrscheinlichkeit, dass einer der anderen Spieler die Bombe hochgehen lässt, wird höher. Also muss man sich gut überlegen zu welchem Zeitpunkt man die Bombe spielt.

Glücksfaktor?

Es lässt sich schlecht planen, wann die anderen Spieler Bomben- oder Entschärfungskarten spielen. Daher ist es eher glückslastig, denn wirklich auf den idealen Zeitpunkt zum Ausspielen der eigenen Bombenkarte abzuzielen ist schwierig. Auch die gezogenen Handkarten beeinflussen den Zug. Eine gewisse Risikobereitschaft wird den Spielern ebenfalls abverlangt.

Fazit:

Wer ein kurzes Kartenspiel mit hohem Tempo sucht, wird hier fündig. Meiner Meinung nach besonders für Familien geeignet, die Spaß daran haben, den anderen Familienmitgliedern die Punkte vor der Nase wegzuschnappen. Es ist nämlich eine knifflige Entscheidung, wann man sich für das Ausspielen der Entschärfungs- und Bombenkarten entscheidet. Dabei kann das Spiel vorüber sein, bevor man auch nur eine Bombenkarte ausgespielt und somit Punkte erhalten hat. Zum Spielende hin sollte man darauf hinarbeiten. keine hohen Kartenwerte auf der Hand zu halten, die am Ende Minuspunkte bedeuten. Idealerweise spielt man diese aus, wenn man es anschließend schafft, die Punkte selbst zu erhalten. Aufgrund der kurzen Spielzeit ist der hohe Glücksfaktor vertretbar. Die auf der Packung exakte Angabe von 10 – 12 Minuten kann ich so jedoch nicht bestätigen. Bei uns hat eine Partie doch tatsächlich ganze 14 Minuten gedauert 😀

Wertungsnote 3/6

Verlag: Mücke Spiele
Autor(en): Bruce Whitehill
Erscheinungsjahr: 2014
Spieleranzahl: 2 – 6 Spieler
Dauer: 10 – 12 Minuten

Vielen Dank an Mücke Spiele für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

Ähnliche Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.