Mein Traumhaus

Mein Traumhaus Cover

Cover / Foto:Pegasus Spiele

Ein Haus zu bauen ist sicherlich nicht einfach, dabei gibt es einiges zu tun. Wenn der Bau aber erst einmal steht, beginnt der interessante Teil: Das Einrichten der Räume. Diese schöne Aufgabe liegt beim neuen Familienspiel von Pegasus Spiele in den Händen der Spieler. Aus verschiedenen Räumen richten sie ihr ganz eigenes Traumhaus ein. Dazu ein paar schöne Dekorationen und mit ein wenig Hilfe von Spezialisten ensteht in kürzester Zeit so mancher Traum. Ein Schlafzimmer mir eigenem Ankleideraum, ein Whirlpool im Badezimmer oder ein eigenes Spielezimmer. Alles was das Herz begehrt wird nun möglich. Zumindest für die gut 30 Minuten, die eine Partie in etwa dauert.

Spielmaterial:

Jeder Spieler erhält eines der vier identischen Haus-Tableaus und eine Spielübersichtskarten. Der zweiteilige Spielplan kommt in die Mitte, dort werden die Karten während des Spiels ausgelegt. Von diesen existieren 60 Raumkarten und 49 Spezialkarten. Ansonsten gibt es noch 10 Dekorationsplättchen, einen Startspieler-Marker aus Holz und einen Wertungsblock, mit doppelseitig bedruckten Blättern.

Spielmechanismus:

Mein Traumhaus Spielkarten

Spielkarten / Foto: Brettspielpoesie

Ziel der Spieler ist es bis Spielende seine 12 Raumplätze sinnvoll zu belegen. Auf die beiden Plätze im untersten Stockwerk dürfen nur Kellerräume oder Garagen gelegt werden. Für jede Raumkarte gilt, dass sie nicht oberhalb eines leeren Feldes gelegt werden darf, also erst die darunter liegenden Felder belegt werden müssen. Pro Runde werden fünf Raum- und vier Spezialkarten auf dem Spielplan aufgedeckt. Ein Spieler darf pro Zug die beiden Karten einer Spalte auswählen. Ganz links ist immer die Startspielerkarte als Spezialkarte. Entscheidet sich ein Spieler für diese Spalte, wird er in der kommenden Runde der Startspieler, erhält aber keinen weiteren Bonus. Als Spezialkarten gibt es Helfer, Werkzeuge, Dachkarten oder Dekorationskarten. Für letztere muss das passende Dekorationsplättchen sofort platziert werden. Ein solches Plättchen führt allerdings dazu, dass dieser Raum damit abgeschlossen wird, also nicht mehr erweitert werden darf. Jede Raumkarte gibt an, aus wie vielen Raumkarten dieser Raum maximal bestehen darf und welche Punkte in Abhängigkeit der Anzahl Karten vergeben werden. Für ein einzelnes Bad, erhält ein Spieler nur einen Punkt, für ein Kinderzimmer aus zwei Räumen bereits 6 und für ein Wohnzimmer aus drei Karten sogar 9 Punkte. Helfer oder Werkzeuge bringen dem Spieler Boni während des Spiels oder bei der Wertung. Die Dachkarten werden verdeckt gesammelt und dürfen bis zur Wertung nicht wieder eingesehen werden. Kann ein Raum nach den Regeln nicht gelegt werden, so muss dieser auf die Rückseite gedreht werden, man hat dann einen leeren Raum. So verläuft Runde für Runde. Einmal gelegte Raumkarten dürfen natürlich nicht mehr verlegt werden, es sei denn ein Helfer oder Werkzeug erlauben dies explizit.

Mein Traumhaus Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Das Spiel endet nach der zwölften Runde, dann sind alle Häuser mit 12 Räumen ausgestattet und es kommt zur Wertung. Dabei können Helfer zum Einsatz kommen. Dann werden zunächst die Punkte für die Räume vergeben, leere Räume bringen keine Punkte ein. Hinzu kommen ggf. Punkte für Dekorationsplättchen bevor möglicherweise Boni vergeben werden. Je drei Punkte bekommt man, wenn in jedem der beiden oberen Stockwerke ein Bad vorweisen kann und für ein Haus mit mindestens einem Wohn-, einem Schlafzimmer und einer Küche. Zu guter letzt offenbaren alle Spieler ihre Dachkarten und wählen vier davon für die Wertung aus. Ganze 8 Punkte bringt ein einfarbiges Dach aus vier Dachkarten, ein mehrfarbiges bringt nur drei Punkte ein. Zusätzlich wird jedes Dachfenster mit einem Punkt belohnt. Der Wertungsblock bietet Unterstützung bei der Wertung, um keine Punkte zu vergessen.

Spieleranzahl:

Wird nicht mit Vollbesetzung gespielt, muss der Startspieler, bevor es sich für eine Spalte entscheidet, die Karten einer beliebigen Spalte entfernen. Dabei darf er natürlich nicht die Startspielerkarte aus dem Spiel nehmen. So wird ein Mangel erzwungen, da sonst die Auswahl an verfügbaren Karten zu groß wäre. Dadurch hat der Startspieler auch die Möglichkeit, lukrative Karten für die oder den Mitspieler zu entfernen, die er selber nicht gebrauchen kann. Spaß hat es uns in allen Besetzungen gemacht. Bei weniger Spielern erschienen uns die Chancen etwas besser, gewünschte Karten zu bekommen.

Glücksfaktor?

Ein bisschen Glück spielt schon mit rein, besonders dabei in welcher Reihenfolge die Karten auftauchen. Aber durch die Helfer und Werkzeuge kann man seinem Glück auch ein wenig auf die Sprünge helfen. Bei den Dächern ist Merkfähigkeit gefragt, da man sich nicht noch einmal vergewissern darf, welche Karten man sich schon geschnappt hat.

Fazit:

Optisch macht Mein Traumhaus sehr viel her, ich finde es lädt durch seine bunt gestalteten Räume einfach zum Spielen und vom eigenen Haus zu träumen ein. Es kann dadurch allerdings als Kinderspiel wirken, dabei sind durchaus taktische Entscheidungen gefordert. Eine Strategie wird man von Beginn an jedoch nur schwer verfolgen können, man muss sich in jeder Runde auf die Kartenauslage einlassen und ggf. umplanen. Der Startspieler zu sein ist lukrativ, weil man die volle Auswahl bekommt, aber um dieser zu werden, verzichtet man auf andere Spezialkarten. Das sollte man nicht zu oft tun, denn auch die Helfer, Werkzeuge und Dächer sind sehr hilfreich.

Bei uns kam zu Beginn häufig die Frage nach einer Auflistung aller Karten auf, um besser einschätzen zu können, welche Karten man noch erwarten kann und bei welchen man lieber direkt zuschlagen sollte. Leider gibt es keine solche Auflistung. Die Regeln sind schnell erklärt und eine Runde schnell gespielt: Kartenset aussuchen – auslegen – Nächster bitte. Nur die Feinheiten bei den Helfern und Werkzeugen sollte man in der Anleitung nachlesen, da bei den Kartentexten ordentlich gekürzt wurde. Wer ein strategisches Spiel ohne Glücksfaktor sucht, sollte lieber die Finger weglassen, doch wen ein seichtes Familienspiel nicht abschrecken kann, der bekommt mit Mein Traumhaus was Schnelles und optisch wirklich ansprechendes für zwischendurch, das sicher auch bei Kindern gut ankommt.

Wertungsnote 5/6

Verlag: Pegasus Spiele
Autor(en): Klemens Kalicki
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 – 4 Spieler
Dauer: 30 – 45 Minuten

Vielen Dank an Pegasus Spiele für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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