Mythos Munchkin

Sucht man bei Wikipedia nach Munchkin findet man dort vier Einträge: Das Munchkin Land aus der Zauberer von Oz, eine Hauskatzenrasse, einen Powergamer und das Kartenspiel. Lassen wir die ersten beiden mal außen vor und beschäftigen uns mit letzteren, die in direktem Zusammenhang stehen. Denn der Powergamer zeichnet sich in Rollenspielen dadurch aus, dass er versucht seinen Charakter möglichst schnell so mächtig wie möglich zu machen, ohne die Schwächen zu beachten. Wenn dieser dann auch noch das Regelwerk bis zum Äußersten ausreizt, um für sich das Optimum zu erzielen und sich damit im Zweifelsfall auch gegen seine Mitspieler stellt, dann spricht man von einem Munchkin, womit sich der Name des Kartenspiels erklärt.

Ich habe manchmal das Gefühl entweder man liebt Munchkin (so wie ich) oder man hasst es, weil es kein „richtiges“ oder gar „gutes“ Spiel sei. Vielleicht liegt meine Leidenschaft für dieses Spiel darin begründet, dass es Jahr für Jahr in meiner Familie gespielt wurde und ich daher eine emotionale Bindung zu diesem Spiel habe. Aber sicherlich auch daran, dass es immer wieder ein Genuss ist, die Kartentexte zu lesen. So liebe ich es zum Beispiel Neulingen die Regeln zu erklären: Die Einleitung „Wir sind zu Beginn Menschen ohne Klasse und ohne Rasse, jeder hat sein tatsächliches Geschlecht.“ führt immer zu Gelächter und Verwirrung. Und wenn dann ein Spieler beispielsweise mit einer Ratte am Spieß und den Arschtrittstiefeln einen kreischenden Depp besiegt, kriegen sich die Spieler kaum noch ein 😀

Dieses Gefühl, den Dungeon zu durchkämmen, die Monster mit den aberwitzigsten Waffen zu bekämpfen, immer auf der Suche nach dem größten Schatz und der tollsten Ausrüstung (z.B. ein cooles Tuch für harte Kerle), hat es nun in ein Comic-Heft geschafft. Es hat einfach den selben Humor, den die Spielkarten vermitteln und im Comic wird mit den eigenen Übertreibungen gespielt. Das Comic enthält 9 interessante Geschichten, von denen nur eine kurze von John Kovalic illustriert wurde. Drei weitere Zeichner haben sich mal an den Munchkins versucht, auch das ist schön anzusehen.

Und außerdem bekommt man mit dem Comic noch vier zusätzliche Promo-Karten! Zwei davon sind, ebenso wie die 12 Variant-Cover, nicht von John Kovalic illustriert, sondern von anderen Zeichnern neu interpretiert. Und ja, ich weiß dass ich erst letztens hier erwähnt habe, dass ich niemals all diese tollen Karten spielen werde und über Sinn und Unsinn nachgedacht habe, aber solange es sie gibt muss ich sie einfach haben 😉

Freue mich über #munchkin Comic inkl. Promokarten #xmas

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