Noch drei Wochen…

Bis zur Spiel’15 vergehen noch drei Wochen, ja, tatsächlich noch drei lange Wochen. Eigentlich wollte ich ja bis dahin jede Woche einen Ausblick auf Spiele geben, auf die ich mich dieses Jahr besonders freue. Aber nach dem vergangenen Sonntag, muss ich erst noch kurz von den „3. Tage(n) des Gesellschaftsspiels“ unter dem Namen „Stadt Land Spielt!“ berichten. Wobei ich auch dabei nicht um Essen-Neuheiten herum komme.

Eigentlich hätten wir uns an diesem Tag auf den Weg nach Frankfurt zum Fußball gemacht. Aber da wir diese Brettspiel-Veranstaltung noch nie besucht haben, wollten wir sehen, was uns dort erwartet. Ich war für die Planung verantwortlich und machte direkt einen großen Fehler. Ich bin auf der Seite mit den Veranstaltungsorten scheinbar verrutscht und war der festen Überzeugung die Veranstaltung in der Braunschweiger Stadtbücherei würde um 10 Uhr starten. Also ließen wir den Flohmarkt an diesem Sonntag morgen ausfallen und standen pünktlich um 10 Uhr vor der Braunschweiger Schlossfassade und waren zunächst erstaunt, das wir tatsächlich die einzigen Personen waren. Wie sich heraus stellte, lag dies jedoch an der Uhrzeit, denn wir waren 2h zu früh vor Ort. Die Sonne schien, es war fast schon zu warm, also machten wir uns doch noch auf den Weg zum Harz und Heide Gelände und bummelten über den Flohmarkt. Heute erwartete uns hier jedoch kein lukratives Schnäppchen und so ging es nach eineinhalb Stunden zurück zum Schloss.

Mittlerweile fing die Veranstaltung langsam an in Gang zu kommen und die ersten Spieler waren anwesend. Wir wurden sogleich von Stefan Risthaus begrüßt und nahmen direkt am ersten Tisch Platz, auf dem Spiele des Ostia-Verlages auslagen. Das Highlight des gesamten Tages war definitiv, die als Brettspielpoetin benannte Karte im Spiel „Blindes Huhn“ zu entdecken 😀

Brettspielpoetin in Blindes Huhn

Blindes Huhn / Foto: Brettspielpoetin

Da dieses Spiel jedoch erst ab drei Spielern gespielt werden kann, legten wir es wieder beiseite und spielten eine Runde der Neuheit „Visby“. Dieses Jahr auch auf der Spiel’15 in Essen erhältlich. Der Autor persönlich erklärte uns die Regeln und den Spielablauf. Die Partie ging recht knapp aus, aber macht Spaß auf mehr. Man hat Aktionskarten auf der Hand, von denen man jede Runde zwei Karten verdeckt auswählt. Diese werden dann in festgelegter Reihenfolge abgearbeitet und Siegpunkte oder Waren an die Spieler verteilt. Die zur Verfügung stehenden Waren pro Runde können dabei jedoch ausgehen, wer in der Reihenfolge spät dran kommt, geht vielleicht leer aus. Oder man erhält nur etwas, wenn andere Spieler bestimmte Karten ausgespielt haben, diese dies aber nicht tun. Durch eine Aktionskarte darf man alle Karten wieder auf die Hand nehmen. Mit mehr Konkurrenz sicherlich noch eine Ecke besser, für bis zu sechs Spieler kann es erweitert werden. Es folgte eine Runde „Bad Bunnies“ vom Schmidt-Verlag, bei dem ich recht chancenlos blieb. Man legt nacheinander Handkarten ab. Die Besonderheit: Man sagt an, ob als nächstes eine höhere oder niedrigere Karte gespielt werden muss. Kann ein Spieler diese Vorgabe nicht erfüllen, scheidet er aus. Er kann aber auch dieselbe Zahl als „Doppel-Hoppel“ spielen, dann scheidet der Spieler aus, der diese Zahl nicht mehr legen kann. Die 1 und die 7 haben dabei verschiedene Joker-Funktionen und können immer gelegt werden. Der Spieler, der als letztes ausscheidet, erhält alle in dieser Runde abgelegten Karten und jede Karte zählt einen Siegpunkt – wer zuerst 60 Siegpunkte erzielt, gewinnt die Partie. Auch hier wird es mit mehr Spielern sicherlich interessanter.

Nun legten wir eine Pause ein und fanden uns kurze Zeit später auf der anderen Straßenseite bei einem kühlen Gerstensaft vor dem Fernseher wieder. Die Zeit bis zum Anpfiff nutzten wir noch für eine kurze Partie des Carcassonne-Demo-Spiels, was uns interessante Blicke der Bedienung einbrachte. Unsere Mannschaft siegte trotz Unterzahl zum Ende des Spiels mit 3:0 und wir konnten uns gut gelaunt wieder den Brettspielen widmen. Die Auswahl war sehr gut, viele Spiele davon hat man selber im Schrank aber es waren dennoch einige Titel dabei, die den Weg zu uns noch nicht finden konnten und so versuchten wir Lücken zu schließen. Zuerst bei einer Partie „7 Wonders“, die der nette Spieleerklärer mit uns gemeinsam spielte. Eine gute Vorbereitung, um die diesjährige Essen-Neuheit „7 Wonders Duel“ einordnen zu können, welche bei Asmodee auf deutsch erscheint und das Kennerspiel des Jahres von 2011 als Duell-Variante für 2 Personen optimiert hat. Danach bei einer Partie „Elysium“ von den Space Cowboys, bei der sich noch eine nette Dame dazu gesellte. Der Spieleerklärer machte seinen Job super und als er die Veranstaltung verlassen musste, kamen wir ganz gut allein zu recht. Wir überzogen ein wenig die Veranstaltungszeit, um uns herum wurden schon Stühle und Tische gestapelt, aber konnten die Partie gerade noch so zu Ende bringen und den Sieger küren. Beide Spiele haben einen großartigen Eindruck hinterlassen.

An dieser Stelle möchte ich ich bei allen Organisatoren und den freundlichen Spieleerklärern bedanken, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben. Ich freue mich nun schon sehr auf kommendes Jahr. Nicht zu vergessen: Die extra für dieses Event produzierten Promos. Dieses Mal gab es Erweiterungs-Karten bzw. -Karten-Sets für über 10 verschiedene Kartenspiele. Auch wenn wir aktuell nur drei davon gebrauchen können. Und zumindest in Braunschweig wurden zudem noch Kartenspiel-Demos vom Amigo Verlag und das Carcassonne Demo-Spiel verteilt. Leider mit der neuen, kindlichen Grafik, aber für eine kurze Runde oder zum Einstieg in die Welt von Carcassonne schön gemacht und ein Muss für unsere Carcassonne-Sammlung.

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