Wie ein Spiel entsteht

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Vergangenen Freitag haben wir uns auf den Weg in die Nachbarstadt gemacht, um einem Vortrag von Dr. Reiner Knizia beizuwohnen. Unter dem Titel „Wie ein Spiel entsteht“ erläuterte der erfahrene Autor in einer Stunde zunächst kurz den Status des Spiels in der Gesellschaft, die grundsätzliche historische Entwicklung von Spielen und dann berichtete er seine ganz eigenen Erfahrungen. Hinterher stand der Autor eine weitere Stunde für Fragen bereit. Über 600 Spiele von Knizia wurden bereits veröffentlicht, viele Ideen mehr schlummern in seinen Schubladen. Die Spiele seien seine Kinder, sie brauchen ähnlich viel Zuwendung. Nur hat er die Möglichkeit, sie einfach in die Tonne wandern zu lassen, wenn nichts aus ihnen wird 😀  Das bietet jede Menge Stoff, über den man berichten kann. Und er hätte sicherlich noch lange weiter erzählen können. Ich möchte heute versuchen, euch die Quintessenz des Vortrages wiederzugeben und kann jedem nur empfehlen, solch einem Vortrag zu lauschen, wenn sich mal die Gelegenheit ergeben sollte.

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Das Syndikat

Das Syndikat Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Das Cover zeigt einen dubiosen Mafia-Boss auf seinem Thron, mit Augenklappe und Zigarre. Ein Cover wie man es besser nicht machen könnte, um mich von dem Spiel fern zu halten. Nun habe ich es aber dennoch in die Finger bekommen und muss zugeben, dass mich die Gestaltung des Spielcovers von einem interessanten Spiel abgehalten hätte, welches ich tatsächlich gerne wieder auf den Tisch bringe. Auch wenn ich bisher selten um den Sieg mitgespielt hätte. Man stellt sich im Laufe der Partie ein Kartendeck zusammen, aber es ist kein typischer Deckbuilder. Jede Karte kann auf zwei Arten eingesetzt werden, beides hat seine Vor- und Nachteile. Und wie richtige Gangsterbosse, gönnen wir unseren Konkurrenten den Dreck unter den Fingernägeln nicht und versuchen jederzeit ihnen etwas wegzunehmen. Eines vorweg: Es werden keinerlei Kenntnisse mit dem Spiel Der Widerstand benötigt, auch wenn Das Syndikat in der gleichen Welt spielen soll.

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Sommergewinnspiel

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Klask! Dieses Geräusch will man bei dem gleichnamigen Spiel lieber nicht hören, zumindest nicht von der eigenen Spielfigur 😉 Ihr wisst jetzt noch nicht worum es geht? Dann lege ich euch meine Rezension zu Klask ans Herz. Ein blaues Spielfeld, ein Ball, drei magnetische „Pinöppel“, zwei magnetische Spielfiguren – Der geschicktere Spieler gewinnt. Dabei geht es nicht nur ums Tore schießen, auch ganz ohne eigenes Tor kann man hierbei gewinnen. Und das nicht nur durch gegnerische Eigentore, sondern auch durch weitere generische Fehler, zu denen man das Gegenüber vielleicht drängen konnte. Ganz egal mit welcher Strategie man versucht zu siegen, es kann nur einen geben.

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Tubyrinth

Tubyrinth Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Logikrätsel eignen sich super als Apps fürs Handy oder Tablet. Wenn einem alleine mal langweilig ist, kann man sich der geistigen Herausforderung stellen. Zum Beispiel komisch vorgeformte Rohre zwischen zwei Wasserleitungen so zu verlegen, dass das Wasser dazwischen fließen kann. Das war wohl auch vermutlich der Initialgedanke für dieses Brettspiel, denn als App habe ich dies bereits häufiger gesehen. Das Männchen mit dem orange-farbenen Bauhelm auf dem Cover erinnert mich direkt an Bob, den Baumeister. Rohre verlegen? „Können wir das schaffen?“ – „Yo, wir schaffen das!“. Wir, weil sich in diesem Spiel bis zu sechs Personen beim Rohre verlegen messen können. Auch alleine kann man sich der Herausforderung stellen. Doch wie spaßig ist das und welche Gründe kann es geben, dass man solo nicht doch lieber zur App greift?

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Darf’s noch etwas mehr sein?

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Brettspiele sind kein günstiges Hobby. Zumindest nicht, wenn man man viele neue Sachen früh probieren möchte und gerne eine eigene größere Sammlung anhäuft, statt die Spiele auszuleihen oder bei Veranstaltungen zu spielen. Doch lässt sich nicht nur jede Menge Geld für Brettspiele selbst ausgeben, sondern auch für das drumherum. Das kann alles Mögliche sein: Karten- Sleeves, Promos, Organizer, verbessertes Material, Spielmatten sind nur einige Beispiele aus dem vielfältigen Angebot rund um Brettspiele.

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In the Year of the Dragon (Jubiläumsausgabe)

In the year of the Dragon Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Stefan Feld war 2007 sehr produktiv. Neben dem hier bereits besprochenen Notre Dame brachte er noch ein weiteres Spiel auf den Markt. Dieses entführt die Spieler nach China, wo sie Im Jahr des Drachen die Rolle eines chinesischen Provinzfürsten einnehmen und mit Hilfe von Gefolgsleuten Wohlstand und Ansehen erlangen wollen. Dabei sind sie immer wieder fürchterlichen Ereignissen ausgesetzt, gegen die sie sich zur Wehr setzen müssen. Wie schon bei Notre Dame, ist auch zu diesem Spiel 10 Jahre später eine Juliläumsedition erschienen. Diese enthält auch alle bisher erschienenen Mini-Erweiterungen zu diesem Spiel aus der bereits vergriffenen alea-Schatzkiste. Als alea-Sammler hatten wir bereits ein Exemplar der alten Version im Schrank stehen. Diese wurde aber von irgendetwas angenagt, der Karton hat sehr darunter gelitten. Wir haben es auf der BerlinCon 2016 erworben, um unsere Sammlung zu vervollständigen, hatten aber das Ziel dieses Exemplar irgendwann zu ersetzen. Daher kam uns diese Jubiläumsausgabe sehr gelegen.

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BerlinCon 2017 – Tag 2

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Nach einer kurzen Nacht ging es Sonntag pünktlich zum Kühlhaus, schließlich waren wir mit den Brettagogen verabredet und wollten uns einen Platz am Stand von Feuerland Spiele beim Gaia Project sichern. Dies wird der Nachfolger von Terra Mystica und wir wollten vor allem ergründen, wie sehr es sich unterscheidet und ob beides einen Platz in der Spielesammlung verdient. Und tatsächlich ist vieles bekannt, aber auch vieles anders. Es wird wieder terraformt, aber dieses Mal Planeten im Weltall. Und die liegen nicht dicht an dicht beieinander, man muss sie zunächst erreichen. Dabei werden Unterschiede gemacht für das Erreichen eines Planeten und der Nachbarschaft beim Bau von Gebäuden, was uns noch recht unintuitiv erschien. Anders als das eigene Spielertableau, der Bau von Gebäuden, die Einnahmen, grundsätzlicher Rundenablauf etc. Nach drei Runden beendeten wir die Partie, um auch anderen Interessierten einen Einblick zu ermöglichen. Uns hat diese Probepartie Lust auf mehr gemacht!

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Dice Forge

Dice Forge Cover

Cover / Foto: Libellud

Lange haben wir auf diese Neuheit von Libellud warten müssen, doch nun ist es endlich verfügbar. Oft greifen neue Spiele bekannte Mechanismen auf, erweitern diese oder ändern sie ein wenig ab, um ein neues Spielgefühl zu erzielen. In Dice Forge schmieden wir, wie der Spieltitel bereits verrät, unsere eigenen Würfel. Die Würfel führen uns zu Ressourcen, die wir wiederum einsetzen können, um bessere Würfelseiten oder Karten mit speziellen Effekten zu erwerben. Und das nicht nur, wenn wir am Zug ist, denn jeder Spieler würfelt auch im Zug eines jeden Mitspielers, um Ressourcen bis zum eigenen Zug ansammeln zu können. Nur wer seine Würfelseiten und Karten effektiv kombiniert, wird bei Spielende um den Sieg mitspielen.

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BerlinCon 2017 – Tag 1

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Samstagfrüh ging es für mich zum wiederholten Male in diesem Jahr auf in Richtung Hauptstadt. Dieses Mal waren Hunter & Cron daran „schuld“, die zum dritten Mal die BerlinCon veranstalteten. Wir machten uns keinen Stress pünktlich zur Eröffnung vor Ort zu sein, und trafen erst gegen 11 Uhr ein. Für die erste Nacht hatten wir uns in einem Hotel einen guten Kilometer von der Location entfernt eingebucht. Das war zumindest der Plan. Also suchten wir uns einen Parkplatz auf halber Strecke zwischen Hotel und Kühlhaus und checkten ein. Beim Einparken hatte mein Handy sich aufgehängt und im Hotel erfuhren wir von einem Patzer bei der Buchung. Ein toller Start in den Tag! Doch das Handy lies sich resetten und das Hotelzimmer umbuchen, zum Glück war für die Nacht noch ein Doppelzimmer verfügbar. Also durchegatmet und rein ins Vergnügen.

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Love Letter Big Box

Love Letter Big Box Cover

Cover / Foto: Pegasus Spiele

Love Letter wurde 2013 als das erste Mikrospiel in Deutschland bekannt. Nur 16 Karten mit acht verschiedenen Charakteren bieten anhaltenden Spielspaß. Es reichte im Erscheinungsjahr für einen Platz auf der Empfehlungsliste der Spiel des Jahres-Jury. Und seither gab es viele Adaptionen. Anstatt die Gunst der Prinzessin zu gewinnen, kann man sich seit 2014 auf die Suche nach der Schatztruhe im Munhckin-Universum machen, ein Jahr später war der Weihnachtsmann das Objekt der Begierde. In den USA gibt es seit 2015 auch Versionen im Batman-Universum mit dem Joker als wertvollste Karte, im Adventure Time-Universum mit Princess Bubblegum als Hauptpreis und mit einer weiteren Karte, dem goldenen Ring, auch als Hobbit-Version, bei der man mit dem Arkenstein gewinnen kann. Die Aktionen der Charaktere bleiben dabei immer gleich, nur die Optik wird verändert. Diese Versionen haben jedoch noch eines gemeinsam: Sie sind ohne Weiteres nur mit bis zu vier Spielern spielbar. Für Partien mit mehr Spielern brauchte man bisher zwei Ausgaben einer Version  und eine Sonderregel. Doch jetzt gibt es die Erweiterung für bis zu acht Spieler, welche auch Teil der Big Box ist.

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