Dragon Castle

Dragon Castle Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Umso mehr Spiele am Markt existieren, desto häufiger werden bekannte Mechaniken als Grundlage für eine Spielentwicklung genommen. Das ist auch gar nicht schlimm, denn so wie sich die gesamte Welt und damit auch die Spieler verändern, verändert sich auch deren Anspruch an Spiele. Was haben wir als Kinder nicht alle Monopoly, Memory oder Scrabble rauf und runter gespielt!? Das war damals in Ordnung, man kannte halt noch nicht viel mehr. Das sieht heute bei mehr als 1.000 Neuheiten pro Jahr alleine auf der Spiel in Essen ganz anders aus. Und dennoch haben manche Spiele etwas nostalgisches, weil es einen an eine Zeit erinnert, in der alles besser war. So ist das nämlich mit dem Gehirn, die guten Erinnerungen bleiben viel länger bestehen, daher gaukelt uns das Gehirn diesen Zustand so oft vor. Doch wenn die Mechanismen aus heutiger Sicht nicht mehr so funktionieren, vergeht heute der Spielspaß schnell. Wenn sich solche Umsetzungen jedoch frisch und originell anfühlen, ist das Spielerherz zufrieden. So wie bei Dragon Castle, der modernen Mahjong-Variante als Brettspielumsetzung.

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Exit – Die unheimliche Villa

Exit Villa Cover

Cover / Foto: Kosmos Verlag

Bisher kamen die Exit-Spiele immer in Paketen mit drei Spielen an der Zahl, die zum selben Zeitpunkt veröffentlicht wurden. Zwischenzeitlich wurden in 2017 sogar vier Spiele angekündigt, doch tauchte die unheimliche Villa plötzlich nirgends mehr auf. Bis zu diesem Jahr. Doch ist das nicht die einzige Überraschung bei den Exit-Vorstellungen auf der Spielwarenmesse gewesen, auch steht neben Inka und Markus Brand noch ein weiterer Autor auf der Schachtel. Aus dem Redakteur Ralph Querfurth ist ein Co-Autor geworden, das beschreibt sein Engagement für dieses Projekt wohl besser, denn er hat von Anfang an gemeinsam mit den Brands an den Rätseln getüftelt und eigene Ideen eingebracht. Da die Exit-Produkte nun einzeln veröffentlicht werden, bekommen sie hier auch ihre eigene Rezension, um euch schnellstmöglich von unseren Eindrücken berichten zu können. Für grundsätzliche Informationen zur Exit-Serie empfehle ich zunächst diese Rezension.

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Magic Maze – Maximum Security (Alarmstufe Rot)

Magic Mare Erweiterung Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Ein Überraschungserfolg im vergangenen Spielejahr war Magic Maze. Das Erstlingswerk von Autor Kasper Lapp schaffte es durch sein innovatives Spielkonzept verdientermaßen direkt auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres 2017. Ein kooperatives Spiel bei dem die meiste Zeit nicht geredet werden darf und jeder ganz klare Aufgaben hat. Doch sieht mancher so oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, dann können die Mitspieler ihm mit dem „Tu was“-Pöppel darauf hinweisen. Ein turbulenter Spaß, der ab März 2018 auch in einer Version für jüngere Spieler verfügbar sein wird. Aber hier und heute soll es um die Erweiterung gehen, die im Original den Untertitel Maximum Security trägt und in der deutschen Version Alarmstufe Rot benannt wurde.

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Memoarrr! heißt das neue Memo

Brettgeschichte Logo

Logo / Foto: Brettspielpoesie

Noch vor der Spiel’17 fand ich ein kleines Spiel in meinem Briefkasten. Buzzword Memo stand auf der Schachtel und es versprach „das Gedächtnisspiel für Erwachsene“ zu sein. Der Verlag ist kein Brettspielverlag, sondern ein Unternehmen für…ja, für was eigentlich? Die Webseite ist vermutlich „voll im Trend“, auf mich wirkt sie einfach nur unübersichtlich. Ich mag strukturierte Webseiten, auf denen ich mich anhand von Menüs dahin begeben kann, wo ich die Informationen finde, nach denen ich suche. Ich mag keine Webseiten, bei denen man ewig über reißende Titel hinweg scrollen muss, um möglicherweise Gesuchtes zu finden. Jedenfalls hat sich die Agentur digitale Anwendungen und Markenbildung auf die Fahne geschrieben. In diesem Zuge ist wohl auch das Memo-Spiel Buzzword Memo entstanden, gespickt mit mehr oder weniger bekannten Buzzwords aus dem Marketing.

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Rajas of the Ganges

Rajas of the Ganges Cover

Cover / Foto: Huch!

Was verbindet man hierzulande in der Regel mit Indien? Da fallen mir Curry-Gerichte (hmm, lecker…) ein. Dann diese Holi-Feste, bei denen man mit bunten Farben um sich wirft. Auch wenn man mich bei so einer Veranstaltung niemals treffen wird,  scheint es ja seine Fans zu finden. Und natürlich Bollywood-Filme. Ähnlich bunt und etwas kitschig kommt optisch das neue Werk von Inka und Markus Brand daher, welches bei Huch! erschienen ist. Hinter der bunten Fassade steckt ein tolles Worker Placement Spiel, bei dem es mal nicht um Produktion und Handel von Wolle, Lehm und Erz geht, sondern Würfel die verfügbaren Ressourcen darstellen. Nach der Spiel’17 war es zunächst ausverkauft, doch nun steht der Nachdruck in den Startlöchern. Der beste Zeitpunkt, um euch meine Meinung zu diesem Spiel zu verraten.

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Speed Colors

Speed Colors Cover

Cover / Foto: Game Factory

Wer von euch regelmäßig auf diesem Blog unterwegs ist, weiß dass hier nur selten Kinderspiele rezensiert werden. Und wenn doch, sind meist Schafe enthalten, da ich um solche Spiele nur schwer einen Bogen machen kann. Doch auf der Spiel’17 in Essen habe ich alle Game Factory-Neuheiten kurz anspielen können und Speed Colors hat mir auf Anhieb sehr gefallen. In einer Gruppe mit Erwachsenen, also dachte ich mir dieses Spiel mal genauer unter die Lupe zu nehmen und mit meinen Spielgruppen zu testen. Das Ergebnis aus diesen Partien, möchte ich euch nun vorstellen.

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Finstere Zufluchtsorte

Brettgeschichte Logo

Logo / Foto: Brettspielpoesie

Am Wochenende bin ich bei Facebook auf etwas gestoßen. Feuerland-Spiele, der Verlag, der Gloomhaven nach Deutschland bringen möchte, hat die Meinungen der Leute abgefragt. Und zwar ging es um die Übersetzung der namensgebenden Stadt Gloomhaven im Spiel. Über 150 Kommentare wurden dazu abgegeben, es scheint zwei Fronten zu geben. Die einen, die unbedingt alle Eigennamen im Spiel im englischen Original haben wollen und die, die entsprechende Übersetzungen wünschen. Dabei ging es gar nicht um die Frage, ob überhaupt übersetzt werden sollte, sondern nur um die Übersetzung der Stadt Gloomhaven. Doch die entstandene Diskussion wurde schnell emotional.

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Marco Bohno

Marco Bohno Cover

Cover / Foto: Amigo Spiele

Nach Ladybohn im Herbst 2017, erschien bereits zu Beginn diesen Jahres wieder was Neues für die Bohnanza-Reihe: Die Erweiterung Marco Bohno. Doch wirklich neu ist sie nicht, genau genommen handelt es sich um eine Neuauflage von Bohnröschen aus dem Jahr 2007. Damals sollte man das schlafende Bohnröschen wach küssen, musste aber zuvor diverse Aufgaben erledigen, um zu ihrem Schlafgemach zu gelangen. Dieses Thema gefiel dem Autor nicht mehr, er wollte etwas moderneres daraus machen. Und so ziehen die Spieler nun u.a. als Indiana Bohns, Neil Armbohn, Galileo Galibohn, Alexander von Humbohn oder eben Marco Bohno los und stürzen sich in Abenteuer entlang der chinesischen Mauer. Diese Erweiterung kann mit dem Grundspiel, sogar bei Einsatz des Erweiterungs-Sets, und mit Ladybohn kombiniert werden.

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Ladybohn

Ladybohn Cover

Cover / Foto: Amigo Spiele

Erstmalig erschien 2002 eine Bohnanza-Erweiterung  unter diesem Titel bei Lookout Spiele, die ja bekanntlich mehrere limitierte Bohnanza-Erweiterungen veröffentlichten. In dieser Erweiterung wurde zwischen weiblichen und männlichen Bohnen unterschieden und es gab besondere Schminkbohnen. Fünf Jahre später griff Amigo Spiele diese Idee mit dem eigenständigen Spiel Ladybohn auf. Die Schminkbohnen wurden durch Babybohnen ersetzt. Im Zuge der neuen, durchnummerierten Bohnanza-Serie brachte Amigo Spiele im vergangenen Herbst erneut das eigenständige Bohnanza-Spiel Ladybohn mit aktualisierter Cover-Grafik heraus. In dieser Rezension stelle ich euch diese aktuelle Variante vor.

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A Game of Thrones: Catan – Die Bruderschaft der Nachtwache

GoT Catan Cover

Cover / Foto: Kosmos Verlag

Catan meets Game of Thrones. Eines der beliebtesten Brettspiele, welches vor über 20 Jahren den Startschuss für die sogenannten Euro Games oder German Boardgames gab, vereint sich nun mit einer der erfolgreichsten Fantasy-Geschichten dieser Zeit. Das klingt doch nach einer guten Kombination. Ich habe zwar selbst noch keine Rezension zu Die Siedler von Catan, wie der ursprüngliche Titel lautete, verfasst, gehe aber davon aus, dass ich auf das grundsätzliche Spielprinzip nicht im Detail eingehen muss. Auch Game of Thrones setzte ich als bekannt voraus, wenn ich in dieser Rezension darauf verweise. Man muss jedoch nicht zwangsläufig GoT kennen, um Spaß an dieser Catan-Version zu haben. Genauso wenig wie es erforderlich ist Catan bereits zu kennen, da dieses Spiel auch eine Catan-Variante ohne die Mauer und die Zusatzregeln enthält.

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