Silvester 2015

Am 01. Januar erst um 19 Uhr von der Silvesterfeier nach Hause kommen, das gab es bei mir schon lange nicht mehr. Doch war es dieses Jahr anders als früher, wo so etwas durchaus passieren konnte, weil man mit der Feierei nicht aufhören konnte. Auch der letzte Jahreswechsel wurde bei uns wieder von Brettspielen begleitet. Phase 10 wurde dieses Mal allerdings ganz hinten im Schrank versteckt. Statt ganze Ladungen in Wäschekörben heran zu karren, haben wir eine Vorauswahl getroffen. Auch wenn wir uns dennoch sicher waren, dass nicht für alle Spiele Zeit sein würde. Die Grundidee war es zu viert Firefly zu spielen. Sowohl unser befreundetes Paar, als auch wir, hatten es bisher nur ein Mal zu zweit gespielt und wollten es mal zu viert testen.

Als wir ankamen war die kleine Tochter unserer Freunde noch wach und wir spielten mit ihr eines ihrer Weihnachtsgeschenke: Erster Obstgarten von Haba. Ein tolles Spiel, um auch die kleinsten an Brettspiele heranzuführen. Bei diesem kooperativen Spiel wird gewürfelt, um Früchte aus dem Obstgarten in den eigenen Obstkorb zu retten, bevor der Rabe den Garten erreicht. Das Material ist gewohnt hochwertig aus Holz in bunten Farben. Die Kleinen lernen zu würfeln und anhand der Farbe auf dem Würfel ein Obst zu wählen oder den Raben zu bewegen.

Nach ein wenig Feuerwerk für die Kleine wurde gegessen und als das Kind dabei war einzuschlafen, legten wir locker los und begannen den Abend mit einer Partie Splendor. Ich hatte mich wohl zu sehr auf den neuen Adligen aus dem Brettspieladventskalender versteift und so kam es, dass meine Mitspieler mir immer eine Runde zuvor kamen und ich mit großem Abstand verloren habe. Als nächstes Spiel kam Transamerica auf den Tisch, Auch zu viert ein großer Spaß, wenn einem die Mitspieler helfen die benötigten Strecken anzubinden.

Dann kam der erste etwas zeit-intensivere Kracher: Russian Railroads. Ein großartiges Spiel, das bei uns länger nicht mehr gespielt wurde, aber dank der Erweiterung German Railroads wieder aktuell ist. Unseren Freunden wollten wir aber erst einmal das Grundspiel zeigen und konnten sie ebenfalls von dem Spiel überzeugen. Zeitlich passte es perfekt, nach der Partie war es kurz vor Mitternacht und wir gingen ein wenig vor die Haustür.

Das erste Spiel im neuen Jahr wurde dann Isle of Skye, was ebenfalls gut ankam und es daher nicht bei einer Partie blieb. Zu dritt wagten wir uns dann spät in der Nacht noch an Terra Mystica, was jedoch aufgrund der Uhrzeit und des Alkoholpegels nicht mehr ganz ernst genommen werden konnte. Besonders schön war es aber mittags auf Instagram festzustellen, dass wir nicht die einzigen waren die in der Silvesternacht auf solch eine Idee kommen 😉

Gegen 6:30 Uhr legten wir uns ein wenig aufs Sofa, um die Augen zu schließen, aber keine 3h später war die Nacht bereits vorbei. Es wurde gefrühstückt und unsere Freunde überraschten uns mit dem Angebot direkt weiterzuspielen. Wieder wurden das Spiel mit den Gleisen herausgeholt, dieses Mal gingen die Bahnstrecken aber nicht nach Sankt Petersburg oder Wladiwostok, sondern nach Hamburg und München. Da die meisten von uns noch etwas matschig im Kopf waren, schien Firefly auch heute keine gute Idee zu sein und so wurde anschließend das Spiel des Jahres von 1999 hervor geholt. Eigentlich ein schönes Spiel, aber mit sehr hoher Down-Time, in der man seinen eigenen Zug nur bedingt voraus planen kann. Da gibt es heutzutage zum Glück wesentlich bessere Spiele, aber damals sicherlich ein Highlight.

Zurück blickend bleiben viele schöne Stunden im Kreis guter Freunde und toller Brettspiele. Und die Partie Firefly steht noch immer aus. Besser kann ein neues Jahr kaum starten. Ich hoffe, ihr seid auch alle gut ins neue Jahr gekommen? Wurde bei euch auch gespielt? Lasst es mich gerne wissen und postet eure Silvester-.Spiele in den Kommentaren.

Ähnliche Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.