SPIEL’17 – Tag 4

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Mit einem Tag Verzögerung möchte ich euch gerne noch von meinen weiteren Erlebnissen auf der Spiel’17 berichten. Der Sonntag war für uns ein kurzer Tag, bei dem wir nur bis zum frühen Nachmittag in Essen verweilen wollten. Körperlich ging es uns nach vier anstrengenden Tagen zwar noch wesentlich besser als befürchtet, aber die vergangenen Tage und der wenige Schlaf machten sich nun doch langsam bemerkbar. Zudem wartete zu Hause noch eine kleine Familienfeier auf uns, zu der wir später dazu stoßen wollten.

Den Sonntag nutzten wir zum entspannen, keine Termine, einfach nur über die Messe schlendern und entdecken. Glücklicherweise war es auch nicht ganz so voll wie am Vortag, auch wenn es sich besonders zur Mittagszeit in den großen Hallen etwas staute. Als erstes Spiel des Tages schauten wir uns Checkpoint Charlie von Devir an. Im Kalten Krieg versuchen die Ermittler einen Verdächtigen zu finden, jeder Ermittler kennt aber nur ein Merkmal des Verdächtigen. Merkmalkarten werden aufgedeckt und jeder Spieler muss Karten mit seinem Merkmal an sich nehmen und Karten ohne diese liegen lassen. So können die Spieler mit der Zeit auf den Verdächtigen tippen, um Punkte zu erhalten. Um das Thema zugänglicher zu machen, sind Hunde die Spürnasen, die eine verdächtige Katze finden wollen. Das Spiel hat mir eigentlich ganz gut gefallen, aber da wir am letzten Tag bereits den Kofferraum voll hatten, haben wir es nicht mitgenommen.

Bereits bei der Neuheitenschau am Mittwoch traf ich die Australier von Freod Games, einem Verlag mit einem Schaf im Logo. Sie hatten auch wieder ein Schaf-Spiel dabei, allerdings ein Kinderspiel. Aber ich versprach eine Runde am Stand mit ihnen zu spielen und dazu ergab sich heute die Gelegenheit. Das Spiel basiert auf einem englischen Kinderreim, für den ich sogar eine deutsche Übersetzung finden konnte:

Mäh, Mäh, Schwarzes Schaf, hast Du etwas Woll?
Ja mein Herr, ja mein Herr, 3 Säcke voll.
Einen für den Hirten und einen für die Dame,
einen für den Buben am Ende der Straße.

Die kleinen, runden Kärtchen zeigen schwarze und weiße Schafe, sowie Säcke voll Wolle und die drei Charaktere: Hirte, Dame und den Jungen. Jede Runde werden Karten in die Mitte gespielt und kommentiert – Baa – Baa – Black Sheep!. Wer nach zwei weißen Schafen ein schwarzes legt, darf einen anderen Spieler fragen ob er Wolle besitzt. Ist dies der Fall, muss ein Sack Wolle abgegeben werden. Außer man hat drei Säcke Wolle auf der Hand und einen noch nicht bei einem selbst ausliegenden Charakter, dann darf die Wolle abgeben und die Person auslegen. Schafft man es vier Säcke Wolle und einen noch fehlenden Charakter auf der Hand zu haben, darf man diese sofort auslegen. Es gewinnt, wer zuerst alle drei Charaktere ausliegen hat. Dieses Spiel heißt übrigens schlicht Black Sheep, was ich sehr unglücklich finde. Boardgamegeek kennt alleine vier Spiele mit exakt diesem Titel und auch das aktuelle Bye-Bye Black Sheep von Jolly Thinkers sieht von weitem wie ein Black Sheep aus. Da sollten die Verlage bei kommenden Schaf-Spielen bitte etwas kreativer werden.

Wir spielten dann noch eine Partie Memoarrr! mit dem Krimimaster, bei der ich chancenlos unterging. Eigentlich wollte ich nur noch die letzten Sachen bei Frosted Games mitnehmen und zum Auto bringen, doch wir wurden auf die deutsche Version von Spoilers aufmerksam gemacht, für die wir uns ein letztes Mal in Halle 7 begaben. Hierbei dreht sich alles um unbekannte B-Movies und die Spieler müssen aus drei Antworten Details aus deren Plots erraten. Sehr witzige Sache!

Ich lasse nun die Erlebnisse der vergangenen Tage noch ein wenig auf mich wirken, werde weitere Bilder der Neuheitenschau bei Instagram veröffentlichen und am Mittwoch werde ich noch einmal für euch zurück blicken. Ansonsten widme ich mich nun dem Neuheiten auspöppeln, inventarisieren und vor allem SPIELEN 😉

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