Wie ich die Welt sehe

WidWs Cover

Cover / Foto: Abacusspiele

Wie siehst Du die Welt? In diesem kommunikativem Kartenspiel geht es um die Sicht auf die Welt der Mitspieler. Mit Hilfe von Karten wird versucht, Sätze zu vervollständigen und damit den Blick auf die Welt des aktuellen Spielleiters zu treffen. Wer das am Besten schafft, kann am Ende als Sieger dastehen. Aber auch für alle anderen ist es ein witziger, spannender Zeitvertreib.

Spielmaterial:

56 beidseitig bedruckte MeineWelt-Karten mit unvollständigen Sätzen. Um diese Sätze zu vollenden gibt es dazu 392 Es-Karten. Diese sind zum Teil dreisprachig, wenn sich die Begriffe in Deutschland, der Schweiz und Österreich unterscheiden.
Die Spielanleitung ist leicht verständlich und enthält neben den Spielregeln auch die W.i.d.W.s.-Helpline, um einige Begriffe der Es-Karten näher zu erklären. Diese Erklärungen sind jedoch meist eher humoristischer Natur und können auch zu so manchem Gelächter führen 😀

Spielmechanismus:

Jede Runde ist ein Spieler der Spielleiter, oder wie in der Spielregel genannt das Idewedwes (= Individuum, das erläutert, wie es die Welt sieht). Er nimmt eine MeineWelt-Karte und liest den Satz darauf vor. Die Mitspieler wählen eine ihrer Es-Karten und legen diese in die Mitte. Eine Karte vom Stapel wird zusammen mit den Es-Karten der Mitspieler gemischt und nacheinander vom Idewedwes verlesen. Die Sätze können auch zwei Lücken haben. In diesem Fall muss ich jeder für zwei Karten entscheiden und es werden zusätzlich zwei Karten vom Stapel gezogen. Diese Karten werden am Besten durch verschieben gemischt, die Reihenfolge muss nämlich erhalten bleiben. Dann wählt das Idewedwes die seiner Meinung nach passendste Karte(n) aus. Wurde sie von einem Mitspieler gelegt, bekommt dieser die Karte als Siegpunkt und wird neuer Idewedwes. Wurde jedoch die Karte vom Stapel gewählt, muss das Idewedwes einen seiner Siegpunkte abgeben und muss noch eine weitere Welt-Karte verlesen. Er wird von nun an Tafkai genannt, „The artist formerly known as Idewedwes“.

WidWs Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Das Spiel endet, wenn ein Spieler eine bestimmte Anzahl an Siegpunkten erreicht hat. Umso größer die Anzahl der Mitspieler, desto kleiner die Anzahl Siegpunkte, die zum Sieg reichen. Wenn einem das Spiel dadurch zu kurz wird, ist man jedoch frei die erforderliche Siegpunktzahl zu erhöhen.

Spieleranzahl:

Am meisten Spaß macht es einfach in großen Runden, bei denen viele witzige Sätze zusammen kommen und verlesen werden. Schön ist auch, das manchmal die Sätze eine besondere Bedeutung bekommen, wenn sich die Spieler gut kennen und schon viel miteinander erlebt haben. Die Interaktivität ist bei WidWs sehr hoch.
Aber auch wenn das Spiel nur für 3-9 Spieler empfohlen wird, liefert die Anleitung Spielvarianten für 2 Spieler. Zu zweit oder zu dritt macht es jedoch weniger Spaß, weil man mehr Karten vom Stapel hinein mischt. Zu zweit versucht man gemeinsam gegen das Spiel zu gewinnen.

Glücksfaktor?

Den Glücksfaktor für dieses Spiel zu beschreiben fällt mir schwer. Natürlich kann man ausschließlich völlig unpassende Karten auf der Hand haben, von denen man eine ausspielen muss, aber es geht ja darum den Geschmack des aktuellen Spielleiters zu treffen. Dabei hat sich in unseren Spielrunden herauskristallisiert, dass der Humor bei Männern und Frauen unterschiedlich ist und das meine Schwester und ich insgeheim scheinbar doch mehr Gemeinsamkeiten haben, als gedacht 😉

Fazit:
Ein schönes Party-Spiel. Man kann es immer mal wieder mit anderen Mitspielern spielen, aber in der gleichen Runde wird es auf Dauer langweilig. Es kann gut als Einstieg in einen Spieleabend dienen.

Wertungsnote 3/6

Verlag: Abacusspiele
Autor: Urs Hostettler
Erscheinungsjahr: 2004
Spieleranzahl: 3-9 Spieler
Dauer: ca. 30 Minuten

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