Zu viele Spiele?

Manchmal frage ich mich, wann ist der Punkt erreicht, an dem man zu viele Spiele besitzt? Für mich eigentlich kaum vorstellbar, dass dieser Zustand überhaupt existiert. Wie oft habe ich mich schon sagen hören, dass die nächsten bestellten Spiele keinen Platz im Regal mehr finden. Und dennoch kommen mehr und mehr Spiele und irgendwie kommen sie immer alle irgendwo unter. Die kleinen Spiele wurden einfach aussortiert und mussten ins Wohnzimmer umziehen, die ganzen Erweiterungskartons wurden entfernt und in Kisten für die Garage verpackt. Damit eben noch mehr Spiele zu uns kommen können. Doch manchmal fragt man sich, ob es überhaupt sinnvoll ist weitere Spiele anzuschaffen, wo man doch die in der Sammlung befindlichen viel zu selten spielt. Und irgendwann werden wir das Maximum erreichen und in dieser Wohnung keine Spiele mehr unterbekommen.

Doch es erscheinen jedes Jahr so viele neue Spiele und viele davon sind richtig gut. Da ich im Dezember Geburtstag habe, war dies die erste Fuhre neuer Spiele, die bei uns seit Essen eingetroffen ist. Denn obwohl wir zig Spiele besitzen, sind die Wunschlisten noch lang. Bald darauf neigte sich das Jahr dem Ende zu und der Weihnachtsmann brachte, na was wohl? Spiele! Wie das eben so ist, wenn man diese Leidenschaft mit dem Partner teilt. Und dann waren da ja noch die Adventskalender-Angebote, wobei wir dieses Jahr wirklich zurückhaltend waren. Lange hat es gedauert bis wir das erste Mal zugeschlagen haben und bei insgesamt zwei Bestellungen blieb es dann auch. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man darauf stolz sein sollte, denn häufig war der Grund ganz einfach, nicht zu bestellen: „Ham‘ wir schon!“ Ich muss aber auch sagen, dass ich die Angebote 2015 im Großen und Ganzen auch einfach attraktiver fand.

Und dann dieser häufig angewandte Gedankengang, dass man um die Porto-Kosten zu minimieren ja einfach noch was dazu bestellen kann. Eigentlich völliger Murks, da dies den Gesamtwert der Bestellung und vor allem die Anzahl bestellter Spiele erhöht. Aber man zahlt lieber für einen direkten Gegenwert, als für die reine Zustellung eines Spiels.

Warum mir heute der Sinn danach steht, über so etwas zu schreiben? Das Jahr ist noch nicht einmal vier Tage alt und die ersten beiden Spielbestellungen sind bereits abgeschickt. Terraforming Mars haben wir schon mehrfach gespielt und wissen einfach es ist ganz nach unserem Geschmack. Zudem wurde der Marcy-Fall endlich neu aufgelegt und wir wollen uns in das nächste Abenteuer stürzen.

Wir lieben einfach Spiele und vor allem lieben wir es Auswahl zu haben. Wie seht ihr das? Seid ihr auch Sammler, die immer alles haben wollen oder rotieren eure Spiele regelmäßig? Oder habt ihr euch einen Kaufstopp auferlegt, weil ihr so viel ungespielte bzw. viel zu selten gespielte Spiele im Schrank habt? Bei Boardgamegeek ist wieder eine Challenge gestartet, bei der man sich auf 10 Spiele festlegen soll, die man im aktuellen Jaht mindestens 10 Mal spielt. Vielleicht kann man so einen Anreiz schaffen, geliebte Spiele auch neben den ganzen Neuheiten wieder häufiger auf den Tisch zu bekommen.

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6 Gedanken zu “Zu viele Spiele?

  1. Pingback: Zu viele Spiele? - Brettspielfeed

  2. Spannender Artikel 🙂 Ich gehöre zu der Fraktion, die sich alles was günstig ist und halbwegs gut aussieht unter den Nagel reißt. Meine Meinung: Jedes Spiel, sollte ich es auch nicht spielen, ist eine Investition in eine zukünftige Brettspielkneipe. Und ja, das habe ich wirklich vor. Während andere Kneipen mit 100 Spielen prahlen, könnte ich das dann bei weitem übertrumpfen 🙂

    • Interessante Einstellung 🙂 Ich kaufe aus Platzmangel nicht mehr alles, was günstig ist, sondern nur Sachen, die wir eh auf dem Zettel hatten.

  3. Ich habe das Gefühl,es wird immer schlimmer,obwohl ich weiß,dass ich keinen Platz mehr habe.Ich habe noch viele Spiele originalverpackt,das ist aber mittlerweile bewußt.Es kann nämlich sein,dass ich doch keine Lust mehr auf dieses Spiel habe und dann muss ich es verkaufen.Verkaufen geht am besten,wenn es noch in Folie ist.Keine Frage,ich habe ein Luxusproblem,aber ich sage mir bzw.beruhige mich,lieber Brettspiele sammeln und in Geselligkeit sein ohne -wie das Viele in unserer Gesellschaft machen-dem Alkohol zu frönen.Ich liebe es mit Menschen,die ich sehr mag,Zeit zu verbringen.Wir haben schon durch Klassiker wie Tabu viel gelacht.Eines Tages werde ich von dieser Welt gehen und es werden immer noch originalverpackte Spiele auf meinen Schränken liegen.Was soll es…..Aber wenn ich Spass durch ein Mal spielen habe bzw.schöne Minuten mit meinen Freunden verbracht habe,hat es sich schon gelohnt,dass ich dieses Spiel gekauft habe.Das Einzige,was ich nicht mehr mache,dass ich einfach nur Spiele kaufe,weil sie im Angebot sind.Ich informiere mich immer mehr und da kommst Du ins Spiel.Solche Rezensionsseiten sind Genuss und Freude zugleich.Sie informieren und geben das Spielgefühl wieder.Man wird es mir wahrscheinlich nicht glauben,aber ich bin auch über jede negative Äusserung dankbar.Das bringt mich eventuell zu dem Schluß,dass ich das Spiel nicht kaufe.

    • Freut mich, dass ich Dich mit meinen Rezensionen in der Entscheidungsfindung unterstützen kann 🙂

      Wir packen mittlerweile alle Spiele sofort aus. Haben leider schon häufiger feststellen müssen, das Material fehlt, welches dann direkt nachgeordert werden kann. Und bisher haben wir noch kein einziges Spiel ungespielt wieder verkauft und haben es auch nicht vor 😉

  4. Hallo 🙂
    Ich habe wahrscheinlich für einen „Spieler“ eine sehr kleine Sammlung (derzeit komme ich auf ca 40 Titel). Als ich vor 3 Jahren angefangen habe, habe ich mir alles besorgt was ich finden konnte. Heuer war das Jahr der Schrumpfkuren. Grade die Strategie- und Taktikspiele waren davon betroffen, was mir nicht leicht gefallen ist. Aber ich hab es als Druck empfunden zu wissen, dass ich Spiele da stehen die einem Spieler sooo viele Möglichkeiten zu entdecken geben und dann schaff ich es sie vielleicht (nach der Rezensionszeit) 1-2 Mal pro Jahr auf den Tisch zu bringen. Bis sie dann wieder gespielt werden, hat die Hälfte wieder die Regeln vergessen. Da empfinde ich nicht das Gefühl, das Spiel zu meistern.
    So hab ich mich von vielem getrennt. Dabei ist „sie an Freunde abgeben“ die beste Lösung. Outsourcing quasi 😉

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