Mahé

Mahe Cover

Cover / Foto: Franjos

Alex Randolph, der erfolgreiche Spieleautor von Spielen wie „Sagaland“ oder „Tempo, kleine Schnecke“, haben wir die Neuheit aus Franjos Spieleverlag namens Mahé zu verdanken. Dabei wird ein Würfelmechanismus verwendet, der sich schon in vorherigen Spielen im Ravensburger-Verlag („Känguruh“ und „Die heiße Schlacht am kalten Buffet“) bewährt hat. Das Ganze ist thematisch sehr liebevoll umgesetzt, indem man sich mit seiner Schildkröte über den Strand einer Seychellen-Insel bewegt.

Spielmaterial:

Der faltbare Spielplan ist sehr schön gestaltet, jedoch ist er neu noch sehr uneben. Gespielt werden kann auf beiden Seiten, die Vorderseite zeigt die Insel bei Tageslicht, die Rückseite bei Nacht. Sieben bunte Spielfiguren in verschiedenen Farben stellen die Spieler als niedliche Schildkröten dar. Sie haben die richtige Form um auch übereinander gestapelt werden zu können. Hinzu kommen drei große, sechsseitige Würfel sowie 24 Gelegekarten mit unterschiedlicher Anzahl an Schildkröteneiern (1-6).
Die Anleitung ist übersichtlich und leicht verständlich, neben deutsch auch in englisch, französisch und niederländisch verfügbar.

Spielmechanismus:

Der Einstieg in dieses Spiel ist sehr einfach, der Spielablauf wird schnell verinnerlicht. Der Spielplan zeigt 21 Felder. Bei Feld 21 ist ein Nest mit Schildkröteneiern abgebildet, auf das die Karten verdeckt gelegt werden. Nur die oberste Karte ist sichtbar. Ziel des Spiels ist es, möglichst häufig mit seiner Schildkröte auf oder über das Feld 21 zu ziehen und die Schildkröteneier aufzunehmen.
Der Spieler an der Reihe würfelt zunächst mit einem Würfel. danach entscheidet er, ob er noch einmal würfeln möchte. Nutzt er den zweiten Würfel, darf er die Augenazhl beider Würfel mit 2 multiplizieren. Ist die Augenzahl kleiner als sieben, darf er auch noch den dritten Würfel nutzen, insgesamt darf die Augenzahl den Wert 7 jedoch nicht überscheiten. Tritt dieser Fall ein, muss der Spieler seine Schildkröte zurück auf das Startfeld setzen. Bleibt er auch mit seinem dritten Wurf unter 8, darf er diese Zahl mit 3 multiplzieren und seine Schildkröte um so viele Felder versetzen. Sitzt dabei eine andere Schildkröte auf ihm drauf, muss er diese mittragen. In diesem Fall gibt es jeodch eine Sonderregel. Und zwar entscheidet dabei der Spieler, dem die oberste Schildkröte gehört, ob noch einmal gewürfelt wird oder nicht. Zieht die Schildkröte am Zug über das Feld 21, bekommt nämlich nur die oberste Schildkröte die ausliegende Gelege-Karte.

Mahé Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Die Regel schlägt noch eine Variante vor, bei der nach dem ersten oder zweiten Wurf eine eigene Gelegekarte genutzt werden kann, um die Anzahl der Eier zu der Augenzahl hinzuzuaddieren. Nutzt man dies, kommt die Karte anschließend jedoch aus dem Spiel und die Siegpunkte gehen verloren.

Spielende:

Wenn die Gelegekarten aufgebraucht sind, beginnt die letzte Runde. Der nächste Spieler, welcher mit seiner Schildkröte das Feld 21 erreicht, darf zu seinen Karten die auf dem Spielplan abgebildeten 7 Punkte hinzuzählen. Der Spieler mit den meisten Eiern ist der Sieger.

Spieleranzahl:

Zu zweit und zu dritt nutzt jeder Spieler zwei Schildkröten, damit sich die Schildkröten auf dem Spielfeld häufiger begegnen. Jeder Spieler muss vor dem Würfeln angeben, für welche Schildkröte er würfelt. Anschließend würfelt er für die andere, dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Die Gelegekarten für beide Schildkröten legt der Spieler gemeinsam vor sich ab.
Besser geeignet ist dieses Spiel jedoch für mehr als drei Spieler. Besonders zu erwähnen ist, dass es eines der wenigen Brettspiele ist, die man ohne Erweiterung zu siebt spielen kann.

Glücksfaktor?

Neben Würfelglück kommt es bei Mahé auch auf die Risikobereitschaft an. Würfel ich ein weiteres Mal, um die Chance zu haben, die Eier zu erreichen oder gehe ich lieber kein Risiko ein und bewege mich mit kleinen Schritten zu den Eiern? Schwere Entscheidung. Auch die Anzahl der Eier auf der obersten Gelegekarte können bei der Entscheidung helfen.

Fazit:

Ein schönes Spiel für große Spielrunden mit bis zu sieben Spielern, welches um so mehr Spaß macht, desto mehr Spieler dabei sind. Dann ist der Wiederspielreiz sehr hoch. Es ist leicht zu erlernen und daher besonders für Familienspieler sehr gut geeignet.

Wertungsnote 5/6

Verlag: Franjos Spieleverlag
Autor: Alex Randolph
Erscheinungsjahr: 2014
Spieleranzahl: 2-7 Spieler
Dauer: ca. 30 Minuten

Vielen Dank an Franjos Spieleverlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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