KeyForge: Ruf der Archonten

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Im vergangenen Jahr wurde zur Spiel ein neues Spielsystem angekündigt, welches die Brettspielwelt auf den Kopf stellen sollte: Die Unique Games. Sie sind einzigartig, kein Spiel gleicht dem anderen, jedes ist ein Unikat, etwas Besonderes. Beim Brettspiel Discover: Zu unentdeckten Landen ist es allerdings nicht wirklich gelungen, die Spieler zu überzeugen. Durch die zufällige Zusammenstellung des Spielmaterials ist die Geschichte, die von einem solchen Spiel erwartet wird, leider auf der Strecke geblieben und mit ihr auch der Spielspaß. Zu zufällig, zu zusammenhanglos kam die Geschichte daher, wie soll es auch anders möglich sein, wenn ein Algorithmus die Zusammenstellung zufällig bestimmt? Vielleicht funktioniert es aber besser, wenn das Spiel hauptsächlich aus Karten besteht und nicht versucht eine aufwändige Geschichte zu erzählen, wie bei KeyForge.

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Las Vegas – Vorher/Nachher

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Alea, die Vielspielermarke von Ravensburger, feiert 2019 ihr 20-Jähriges Jubiläum. Bei Vielspielern ist diese Marke sehr beliebt, immerhin brachte sie moderne Klassiker wie Die Burgen von Burgund oder Puerto Rico hervor.  Auch an diesen beiden wird ab und an die Materialqualität bemängelt, denn alea-Spiele sind auch dafür bekannt, das relativ dünne Pappe verwendet wird und die Grafiken eher funktional als schön anzuschauen sind. In den letzten Jahren häuften sich Neuauflagen bekannter Spiele sowie kleine Karten- oder Würfeladaptionen im Programm. Zum Jubiläum sollen ab diesem Jahr elf Spiele im neuen Gewand erscheinen, so lautete zumindest die Pressemitteilung im Vorfeld der Spielwarenmesse 2019. Bestätigen konnte (oder wollte?) mir dieses niemand vor Ort. Zumindest die ersten beiden Veröffentlichungen dieser neuen Serie, die auch durch eine neu begonnene Nummerierung hervor sticht, stehen fest und den Anfang macht Las Vegas.

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Der 12. Juli oder „Der Tag der Kuh“

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt so Dinge, die kann man sich nicht ausdenken. Ich stolpere immer wieder beim Radio hören oder in den sozialen Medien darüber, was für ein „besonderer“ Tag doch heute sei. Ob nun der internationale „Tag der Jogginghose“ am 21. Januar, der „Tag des Kusses“ am 06. Juli, der „Tag des Rock’n’Roll“ drei Tage später oder der „Tag des Bieres“ am 23. April – Gefühlt steht mittlerweile jeder Tag für irgend etwas. Und so verwundert es dann auch nicht mehr so sehr, wie viele Tier-Feiertage es gibt. Darunter auch den Umarme-ein-Schaf-Tag am 26. Oktober diesen Jahres oder National Hug-a-sheep-day, wie er in den USA genannt wird. Dies ist ein nationaler Tag, von dem ich bis vor kurzem gar nichts wusste, doch nun würde ich zu diesem Tag gerne in die USA reisen und dem Namen des Tages alle Ehre machen ;-)

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Munchkin – Quirlige Köche

Cover / Foto: Pegasus Spiele

Um Munchkin war es lange Zeit eher ruhig, heiß herbei gesehnt hatte ich längere Zeit die Veröffentlichung des Collectible Card Games, welches nun leider doch nicht in deutscher Sprache erscheinen wird. Mit dem letzten Standalone-Spiel Starfinder konnte ich thematisch schon wenig anfangen, daneben gab es in den letzten Jahren hauptsächlich die Familienspiel-Varianten mit weniger Karten. Doch nun veröffentlicht Pegasus-Spiele eine Munchkin-Version, auf die viele Spieler schon lange gewartet haben: Munchkin Warhammer 40K. Doch interessiert mich das nun mal gar nicht, sorry. Doch auch an solche Spieler hat Pegasus scheinbar gedacht und gleichzeitig Quirlige Köche veröffentlicht. Und das habe ich mir genauer angesehen.

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Newton

Cover / Foto: Asmodee

Auch wenn ich Informatiker bin, finde ich wissenschaftliche Themen eher abschreckend. Große Forscher wie Galileo Galilei, Kopernikus oder eben Isaac Newton lösen in mir grundsätzlich erstmal keine Begeisterungssprünge aus. Daher lies mich auch dieses Spiel zunächst kalt, das Cover finde ich etwas zu puristisch und wenig ansprechend. Vermutlich war es einer der Autoren, der mich auf das Spiel neugierig machte. Simone Luciani war an Spielen wie Auf den Spuren von Marco Polo, Tzolkin, Teotihuacan oder auch Sheepland beteiligt. Und der Verlag Cranio Creations hat seit der Spiel 2014 sowieso einen besonderen Stand bei mir, denn ich werde so schnell nicht vergessen, wie ich den Anfängerfehler überhaupt machte, mir auf der Spiel früh am morgen am allerersten Stand eben dieses letztgenannte Spiel zu kaufen, welches ich den ganzen langen Tag mit herum schleppen musste, um abends am Ausgang festzustellen, dass noch ausreichend Exemplare vorhanden gewesen wären.

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Umfrage mit Gewinnspiel

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Letzte Woche habe ich es bereits angekündigt, diese Woche ist es soweit. Ich starte eine kleine Meinungsumfrage, um ein Stimmungsbild zu erhalten. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viele Leser daran beteiligen und mir ehrliches Feedback geben, damit ich mich und diesen Blog in eurem Sinne weiter entwickeln kann. Als zusätzlichen Anreiz an der Umfrage teilzunehmen, werde ich unter allen Teilnehmern zwei Spiele des auslaufenden Jahrgangs verlosen.

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Hochspannung

Cover / Foto: Amigo

Es war im Jahr 2009, also bereits vor 10 Jahren, als die Autorin Maureen Hiron aus kleinen Matheaufgaben ein Spiel entwickelte. Es dauerte noch sieben Jahre, bis sich Amigo Spiele der Idee annahm und das Spiel ein wenig überarbeitet auch auf deutsch verfügbar machte. Im gleichen Jahr hatte die Autorin eine weitere Idee. Was mit Addition und Subtraktion funktioniert, könnte doch genauso gut mit Multiplikation umgesetzt werden. Und auch Amigo Spiele schien diese Idee zu gefallen, denn nach Unter Spannung haben sie zu Beginn diesen Jahres auch Hochspannung veröffentlicht. Und wem beide Spiele alleine nicht genug sind, der kann sie sogar miteinander kombinieren.

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Carpe Diem – Vorher/Nachher

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Ich denke kaum ein Spiel hat in diesem Jahrgang so sehr die Gemüter erhitzt, wie Carpe Diem. Nicht, weil das Spiel so schlecht wäre, das Spielprinzip kommt eigentlich durchweg ziemlich gut an. Es geht um die Optik, viele Spieler stören sich am Aussehen des Spiels. Dabei zählen doch die inneren Werte ;-) Es mag sein, dass die Grafiken etwas „altbacken“ wirken, in meinen Augen reiht sich das Spiel jedoch perfekt in die Reihe der alea-Spiele ein. Aber okay, alea hat nun 20-Jähriges Jubiläum, vielleicht sollte man dann doch einfach etwas mit der Zeit gehen ;-)

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Adventure Games – Monochrome AG / Das Verlies

Cover / Foto: Kosmos

Kosmos hat dieses Jahr auf der Spielwarenmesse in Nürnberg drei Spielsysteme nebeneinander präsentiert, bei denen es diverse Überschneidungen gibt. Zuerst gab es die Exit-Spiele, von denen die ersten drei sogar zum Kennerspiel des Jahres gekürt wurden. Diese Spiele orientieren sich an klassischen Escape Rooms, in denen die Spieler Rätsel lösen müssen um wieder zu entkommen. Der Fokus liegt dabei auf den Rätseln, eine Geschichte existiert meist nur am Rande. Daneben gibt es nun die Escape Tales, von denen ich vor kurzem erst berichtet habe. Diese gehören ebenfalls zu den Escape Room-Spielen, sie enthalten jede Menge Rätsel, doch steht bei ihnen die Geschichte im Mittelpunkt. Und nun existieren auch noch die Adventure Games, die eher an Point and Click-Adventures auf dem PC erinnern. Auch hier geht es mehr um die Geschichte, dabei sind keine klassischen Rätsel wie in den Escape Room-Spielen zu lösen, sondern vielmehr Objekte sinnvoll miteinander oder mit Orten zu kombinieren, um die Geschichte voranzutreiben. Genau diese möchte ich nun genauer vorstellen.

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Tag der Brettspielkritik

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Am vergangenen Wochenende war ich beim Tag der Brettspielkritik in Hamburg, zu dem die Spiel des Jahres Jury eingeladen hat. Eigentlich müsste es das Wochenende der Brettspielkritik heißen, denn es ging bereits am Freitag in entspannter Atmosphäre los und endete am Sonntag erst gegen Mittag. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so genau auf die Veranstaltung selbst eingehen, sondern darauf, was die Workshops und Diskussionen in mir persönlich ausgelöst haben. Für einen generellen Überblick verweise ich gerne auf Arne von uns Bretterwissern, der drei Videos veröffentlicht hat und auf die kommende Bretterwisser-Folge am Freitag, für die wir mit Jury-Mitglied Wieland Herold und Nicola Balkenhol vom Deutschlandfunk gesprochen haben. Beide waren auch schon vor 27 Jahren dabei, als es zum ersten und bisher letzten Mal einen Tag der Brettspielkritik gab.

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