Spiel’16 – Tag 2 und 3

Heute Abend schloss die Spiel wieder ihre Türen bis zum nächsten Jahr. Auch wenn ich Samstag früh bereits abgereist bin, habe ich euch noch nicht alles erzählt, wovon ich berichten wollte. Wegen Müdigkeit bin ich erzählerisch am Donnerstagnachmittag beim Presse-Event von Asmodee hängen geblieben. Da war der Messe-Tag für uns aber noch lange nicht zu Ende. Direkt von dort aus ging es zum Blogger-Treff, Spielen mit Podcaster- und BloggerInnen. Die Vorbereitung durch Johannes von ohneQ war klasse, er hatte für jeden angemeldeten Blogger/Podcaster extra ein Namensschild angefertigt, sodass man sich leicht erkennen konnte.

Leider kamen nur wenige Unbeteiligte, aber wir „Kollegen“ hatten auch viel Spaß beim Spielen und Kennenlernen untereinander. Zusammen mit den Haschimitenfürsten begann der Abend für uns bei einer Partie What’s Up von Strawberry Studio (NSKN). Ziel ist es aufsteigende Reihen gleichfarbiger Vögel zu bekommen. Aus einer Auslage muss jede Karte erst gedreht werden, bevor man prüfen darf, ob man sie aktuell in eine eigene Reihe legen kann. Das Spiel ist fix erklärt und macht echt Spaß. Der Krimimaster, den ich ja bereits bei der BerlinCon im Sommer kennen lernen durfte, kam hinzu und es folgten einige Partien Agent Undercover. Dann versuchten wir uns an Hoch die Becher von Horrible Games. Die Spieler legen nacheinander Wein, Gift oder Gegengift in die Becher, tauschen diese fröhlich durch und erhalten am Ende einer jeden Runde sowohl Punkte fürs Überleben auch als für das Umbringen eines bestimmten Mitspielers. Irgendwie ist hier wenig planbar, so richtig überzeugen konnte es nicht. Während bereits Aufbruchstimmung herrschte, packte der Krimimaster noch Cabo von Smiling Monster Games aus. Bei dieser Neuauflage ist das Ziel bei Spielende die Karten mit geringstem Wert zu besitzen. Man darf sich aber nicht alle seiner Karten ansehen, sondern nur mit bestimmten Aktionskarten, die man erst einmal auf die Hand bekommen muss. Dann löste sich die Runde langsam richtig auf und Micha und ich schlenderten noch ein wenig durch die Hallen, bis quasi die Lichter ausgingen.

Am darauffolgenden Freitag erwartete uns unser persönlich letzter Messetag, dankenswerter Weise mit weniger Park-Problemen. Unser Fokus lag heute auf den Hallen 4, 6 und 7, in denen sich die kleineren Verlage präsentieren. Mit einigen Verlagsmitarbeitern führte ich wirklich nette Gespräche. Bei MO ZI Games wurde sogar ein Foto mit mir gemacht und sich extrem darüber gefreut, dass ich es auf Black Sheep and White Sheep abgesehen hatte. Wir besorgten uns hier und da noch das ein oder andere Spiel. In den Hallen gab es allerlei interessante Dinge zu sehen und so verging die Zeit recht fix. Der Freitag stand im Zeichen der Begegnungen. Am Glücksrad von Hunter & Cron stand einer unser regelmäßigen Mitspieler kurz am Stand und unterstützte dort. Leider verschwand er während wir unsere Kamera suchten. Am Glücksrad hatte ich übrigens kein Glück und verzichtete auf mein Level 8 Promo-Spiel, da ich dieses bereits besitze. Später trafen wir in der Schlange für eine neue, unterschriebene Promo-Legende auf einen Bekannten aus unserer Freitagsspielrunde. Und dann traf ich auch noch eine meiner Dozentinnen aus meiner Heimat, so klein ist die (Brettspiel-)Welt 😀 174.000 Menschen waren insgesamt dort und dennoch läuft man so vielen Bekannten über den Weg! Einfach großartig!

Den Abend ließen wir beim Spieleabend der SdJ-Jury ausklingen. Zusammen mit anderen Beeple-Mitgliedern und Verlagsmitarbeitern kamen neben ineressanen Gesprächen die Spiele Tempel des Schreckens, Noch Mal! und Roar-A-Saurus auf den Tisch. Ersteres fand ich erstaunlich gut, hatte ich es doch zuvor für einen Art Werwolf-Spiel abgetan. Aber hierbei muss niemand die Augen schließen, sondern unter den Blicken aller Mitspieler die Mitglieder seiner Charaktergruppe ausfindig machen und unterstützen. Noch Mal! wird noch genauer unter die Lupe genommen, es steckt sicher noch ne Menge drin, bei diesem ausgeklügelten Würfelspiel. Roar-A-Saurus, dieses Jahr erstmals auf deutsch erschienen, wurde gewählt, weil es schnell gehen sollte. Leider zündete es bei uns Dreien gar nicht, viel zu lange Downtimes und sehr zufällig. Alle Würfeln gleichzeitig, um sich gegenseitig Schaden zuzuführen und möglichst am Längsten zu überleben. Der Raum leerte sich immer weiter und auch für uns wurde es langsam Zeit aufzubrechen. Schließlich begann die Heimreise am Samstag sehr früh am morgen. Etwas wehmütig, aber immerhin mit einem Kofferraum voller Spiele, kehrten wir Essen den Rücken zu.

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