Wo geht’s hier zum Ausgang?! – Rätselboxen ESC WELT

Heute habe ich eine weitere spezielle Wo geht’s hier zum Ausgang?!-Ausgabe für euch, ich stelle euch drei Rätselboxen des Anbieters Escape Welt aus Leipzig vor. Vielleicht ist euch dieser Escape Room-Anbieter bereits auf der BerlinCon 2021 oder der SPIEL’21 aufgefallen. Auf beiden Veranstaltungen waren sie vor Ort, um ihre aktuellen Produkte vorzustellen. Dazu gehören verschiedene Rätselboxen, die allesamt aus Birkenholz handgefertigt sind. Allein durch geschickte Kombination der aufgedruckten Hinweise lassen sich Elemente lösen, die weitere Hinweise freigeben. Wer alleine nicht weiterkommt, kommt über einen QR-Code in er Anleitung zu einer Webseite mit Hinweisen und Lösungen, zum Teil als YouTube-Video. Auch Anleitungen zum Zurücksetzen lassen sich dort finden, denn jede Box hat ein kleines Geheimfach und lässt sich somit auch als raffinierte Geschenkverpackung verwenden.

Fort Knox Box

Die Fort Knox Box ist ein achteckiger Tresor aus Holz, der neben Goldreserven wohl auch eine mysteriöse Münze des berüchtigten Al Capone enthalten soll. Zu Beginn lassen sich diverse Hinweise finden, die von außen in das Holz gelasert wurden. Zudem gibt es einige Elemente, die sich bewegen lassen. Eure Aufgabe besteht nun darin, die Elemente so auszurichten, um die notwendigen Informationen zu erhalten, die euch den Tresor öffnen lassen.

Fort Knox Box
Fort Knox Box / Foto: Brettspielpoesie

Wir empfanden alle Rätsel dieser Box logisch nachvollziehbar. Auch wenn wir in weniger als einer Stunde zum Inneren der Box gelangten, so wirkten die Rätsel auf dem Weg dorthin auf uns gelungen und gut umgesetzt. Etwas schade fanden wir es, keine zusätzliche Ebene öffnen zu können. Man findet alles außen an der Box und nach erfolgreicher Kombination alle dieser Hinweise, ist die Rätselbox komplett gelöst. Aber es gibt natürlich durchaus Elemente, die nicht von Anfang an einsehbar sind und erst freizuschalten sind. Also eine gelungene Box für Einsteiger, die Rätselveteranen vor keine allzu großen Herausforderungen stellen sollte.

Space Box

Die Space Box führt die Spieler in das Jahr 3134. Ein Kosmonaut hat einen weiteren bewohnbaren Planeten entdeckt und befindet sich nun mit Bodenproben auf dem Rückweg zur Erde. Doch wird das Raumschiff von einem Asteroiden getroffen und nun ist es an euch, eine Rettungsmission durchzuführen und das tückische Sicherheitssystem zu überlisten. Die Geschichte wirkt natürlich sehr aufgesetzt, in Raumschiffe in über 1.000 Jahren würde ich doch mehr Elektronik erwarten. Aber nun gut, eine Story brauchen solche Rätselboxen für meinen Geschmack auch gar nicht, ich lege nur wert auf interessante, kniffelige Rätsel.

Space Box
Space Box / Foto: Brettspielpoesie

Diese Rätselbox ist viereckig und es lassen sich mehrere Elemente lösen, bevor das Geheimfach zugänglich wird. Auch hier finden sich bereits viele Hinweise auf dem Äußeren der Box, aber es gibt auch unerwartete Elemente, die uns durchaus überrascht haben. Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten, um euch den Rätselspaß nicht zu nehmen. Mir jedenfalls haben diese besonderen Elemente gut gefallen, auch wenn ein Mechanismus bei uns leider hakte. Wir mussten in den Hilfestellungen nachsehen, ob wir auf dem richtigen Weg sind und brauchten trotz YouTube-Anleitung mehrere Versuche, bis es bei uns funktionierte.

Quest Pyramide

Die Quest Pyramide bringt die Spieler in eine längst vergangene Zeit nach Ägypten, um sich Zugang zu der tief in einer Pyramide verborgenen Schatzkammer des Wissens zu verschaffen. Entsprechend hat auch die Rätselbox eine Pyramidenform. Hierbei handelt es sich wieder um eine Kombination aus Hinweisen auf dem Äußeren der Box und kleinen Bereichen die sich erst nach Lösung eines Rätsels öffnen lassen, um weitere erforderliche Elemente zu offenbaren. Die ungewöhnliche Form der Box finde ich dabei besonders spannend. Dies war für uns der erste Berührungspunkt mit den Rätselboxen dieses Anbieters und wir hatten an manchen Stellen ganz ordentlich zu knabbern.

Quest Pyramide
Quest Pyramide / Foto: Brettspielpoesie

Fazit

In der hier vorgestellten Reihenfolge würde ich die Rätselboxen vom Schwierigkeitsgrad her einstufen. Alle sind hochwertig produziert und lassen sich alleine mit logischer Herangehensweise und gekonnter Kombination der Hinweise lösen. Es muss keine Gewalt angewendet werden, um Elemente zu lösen. Wobei es an der einen oder anderen Stelle doch mal etwas klemmte oder sich nur schwergängig lösen lies, was schnell zu einer gewissen Unsicherheit führt, ob man sich wirklich auf dem richtigen Weg befindet.

Wer großen Wert auf Geschichten bei Escape Room-Spielen legt, sollte vielleicht lieber zu anderen Escape Room-Spielen greifen, denn die thematische Einbettung ist bei diesen Boxen lediglich sehr oberflächlich gehalten. Während des Spiels selbst, merkt man nichts mehr davon. Die Rätsel beschränken sich naturgemäß auf Zahlen, Symbole, Buchstaben und ähnliches, sie sind eher logischer, mathematischer Natur.

In meinen Augen sind solche Rätselboxen ideal alleine zu lösen. Zu zweit funktioniert es auch noch ganz gut, aber die Box kann eigentlich immer nur einer halten und gut einsehen. Während einer die Box begutachtet, kann der Mitspieler über das zuvor gesehene nachdenken oder sich vielleicht Notizen dazu zu machen.

Mir gefallen solche Knobelspiele, ich bin auch gespannt auf weitere Produkte dieser Art. Ich mag es besonders, wenn mehrere Ebenen eingebaut sind, die es zu entdecken gibt. Hinterher denke ich oft, dass es gerne noch mehr Rätsel hätten sein dürfen, denn das Tüfteln macht mir wirklich Spaß.

Verlag: Escape Welt
Autor(en): k. A.
Erscheinungsjahr: 2020/2021
Spieleranzahl: 1 – 3 Spieler
Dauer: 60 – 90 Minuten

Vielen Dank an Escape Welt für die teilweise Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

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