Hashi

Hashi Cover
Hashi Cover / Foto: NSV Spiele

Inseln verbinden,
mit Brücken passend zur Zahl –
Logik-Rätsel pur!

Spielmaterial:

Bei Hashi sind die 18 enthaltenen Spielkarten auch auf den vier wieder beschreibbaren Spielertableaus abgebildet. Diese zeigen auf zwei leicht unterschiedlichen Seiten zudem jeweils 18 Inseln mit vielen Verbindungsmöglichkeiten zwischen diesen. Zum Beschriften dienen vier nicht-permanente Faber Castell-Stifte. Diese hochwertigen Stifte haben keinen Schwamm dabei, der Verlag legt mehr Wert auf langlebige Stifte. Die Eintragungen lassen sich mit Taschentüchern leicht entfernen.

Spielmechanismus:

Die Spielertableaus zeigen Inseln mit ihren möglichen Verbindungen zu weiteren Inseln. Im Laufe der Partie versuchen die Spieler diese Inseln mit Brücken zu verbinden, bis zu zwei Brücken sind zwischen jeweils zwei Inseln erlaubt. Runde für Runde gibt eine Karte eine Zahl und ein bis drei Brücken an, welche jeder Spieler bei sich eintragen darf. Die Zahl lässt sich auf eine Insel eintragen, sie gibt an wie viele Brücken angeschlossen sein müssen, um die Insel einzukreisen und dadurch abzuschließen. Nur mit solch abgeschlossenen Inseln lassen sich Punkte erzielen. Brücken dürfen auch nur von Inseln mit einer Zahl wegführen.

Hashi Spielsituation
Hashi Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Zusätzliche Punkte gibt es für das lückenlose Verbinden von sechs abgeschlossenen Inseln und das Abschließen der Inseln mit roten. bzw. blauen Fähnchen. Diese Inseln haben die Besonderheit, dass erst eine Brücke zu ihnen führen muss, um eine Zahl eintragen zu dürfen. Nur wem es zuerst gelingt diese Aufgaben zu erfüllen, erhält die höhere Punktzahl, alle anderen nur die kleinere. Gespielt werden 17 der 18 Karten, die am unteren Ende der Tableaus zur Übersicht abgekreuzt werden können. Welche Karte nicht dabei ist, bleibt eine spannende Frage bis zur letzten Karte.

Hashi Eintragungen
Hashi Eintragungen / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Sind alle Karten gespielt, dann endet die Partie. Es folgt die Endwertung bei der jede erfolgreich abgeschossene Insel noch zwei Punkte einbringt, um danach den Sieger mit der höchsten erreichten Punktzahl bestimmen zu können.

Spieleranzahl:

Hashi spielt sich recht solistisch, da jeder unberührt von den Mitspielern für sich Eintragungen auf seinem Tableau macht. Lediglich bei den erzielten Punkten für die drei Zusatzaufgaben stehen die Spieler in direkter Konkurrenz, da nur der erste Spieler die höhere Punktzahl erreichen kann. Solo werden alle Karten in drei Stapel aufgeteilt, die nacheinander zum Einsatz kommen, um darüber zu entscheiden wie viele Punkte der Spieler für die Erreichung der Zusatzaufgaben erhält.

Glücksfaktor?

Die Reihenfolge der Karten ist zufällig, eine Zufällige ist pro Partie gar nicht dabei. Da kann man schon mal auf die falsche Karte spekulieren. Die zur Verfügung stehenden Karten sind aber für alle Spieler gleich, ebenso auch der Zufall. Dieser sorgt für die nötige Ungewissheit, die immer wieder zu einer spannenden Herausforderung führt.

Meinung:

Das Spielprinzip von Hashi orientiert sich stark an den japanischen Hashi-Rätseln, die ich allerdings erst durch dieses Spiel kennen lernte. Eigentlich verwunderlich, denn ich mag solche logischen Knobeleien ganz gerne. Normalerweise sind die Zahlen vorgegeben und es geht nur um die Brücken dazwischen, für die es nur eine mögliche Lösung gibt. In diesem Spiel ist jeder seines eigenen Glückes Schmied, hat freie Wahl wo welche Zahlen und welche Brücken eingetragen werden. Allerdings nicht völlig frei, da diese Freiheit durch die Fähnchen-Inseln, aber auch durch die Reihenfolge der Karten eingeschränkt wird.

Daraus entsteht eine interessante Knobelei. Es gibt keine Pflicht etwas einzutragen, aber man möchte seine Punkte ja gerne maximieren und das gelingt nur, wenn jede Insel einen Wert aufweist und entsprechend viele Brücken anliegen. Zumindest im Solo-Spiel. Im Wettstreit mit anderen Spielern reicht es gegenüber deren Eintragungen die Nase vorn zu haben. Die höhere Punktzahl erhält nur der erste Spieler, der eine der Aufgaben erreicht. Daraus entsteht ein kleiner Wettlauf. Wer sich zu sehr darauf konzentriert diesen zu gewinnen, kann schnell einen Fehler machen und Inseln versehentlich komplett abhängen oder Zahlen eintragen, die mit entsprechend vielen Brücken gar nicht mehr anzubinden sind. Mit jeder Partie bekommt man ein besseres Gefühl dafür, solche Fehler zu vermeiden. Die Anleitung empfiehlt nach jeder Eintragung diese zu überprüfen, da sich vor allem in den ersten Partien schnell mal Fehler einschleichen.

Die unterschiedliche Anordnung und Verteilung der Inseln und ihren möglichen Verbindungen auf den beiden Seiten der Tableaus sorgt für etwas Abwechslung. Wobei ich die B-Seiten erst mit einiger Spielerfahrung empfehlen würde. Sie bieten mehr sich kreuzende Verbindungen und somit auch mehr Optionen, die Brücken anzulegen.

Wie so manches Flip’n’Write-Spiel ist auch dieses gut auf Distanz per Videokonferenz spielbar, wenn jeder eine Kopie davon hat und sich ein Teilnehmer zentral um das Aufdecken der Karten kümmert, alle Mitspieler können diese ja bei sich wegstreichen und so einen guten Überblick behalten.

Fazit:

Dem Autor ist es gelungen eine interessante Logik-Aufgabe so aufzubereiten, dass daraus ein interessantes Spiel für mehrere Personen wird. Das ergibt eine schnelle Knobelei für zwischendurch, bei denen die übersichtlichen Regeln schnell darüber hinweg täuschen, dass die Aufgabe nicht so ganz einfach zu meistern ist.

Verlag: Nürnberger Spielkartenverlag
Autor(en): Jeffrey D. Allers
Erscheinungsjahr: 2021
Spieleranzahl: 1 – 4 Spieler
Dauer: 20 Minuten

Wertungsnote 4/6

Vielen Dank an den NSV für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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