Similo Märchen / Similo Geschichte

Similo Märchen Cover / Foto: HeidelBÄR Games

Einem Fabelwesen auf der Spur,
es gibt spärliche Hinweise nur.
Zwölf Karten stehen zur Wahl,
der Hinweisgeber hat die Qual.
Nur mit jeweils einer darf er anzeigen,
dass die Karten sich gleichen,
oder sich gänzlich unterscheiden,
damit müssen alle arbeiten,
Karte für Karte zu eliminieren,
ohne die Gesuchte zu verlieren.

Spielmaterial:

In kleiner Plasikbox zum Aufhängen, wie man sie zum Beispiel von Top Trumps kennt, wurden die ersten Ausgaben von Similo 2019 veröffentlicht. Beide Ausgaben enthalten jeweils 35 Karten. Diese zeigen in der einen Ausgabe Märchenfiguren, in der anderen historische Persönlichkeiten. Zu jeder Figur steht ein kurzer Text zur Einordnung, entweder aus welchem Märchen sie stammt oder wo und zu welcher Zeit die Person gelebt hat.

Spielmechanismus:

Erst eins, dann zwei, dann drei dann vier, dann steht…nicht das Christkind vor der Tür. Stattdessen liegen im Idealfall nur noch zwei Karten bei Similo aus, zu denen eine letzte Entscheidung getroffen werden muss. Aber lasst uns vorne beginnen, eine Partie startet mit zwölf ausliegenden Karten, von denen sich der Hinweisgeber zuvor eine zufällige Karte angesehen hat. Diese sollen die Mitspieler nun herausfinden.

Similo Märchen Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Aus fünf Handkarten wird eine als Hinweis ausgewählt und den Mitspielern gezeigt, damit diese unpassende Karten aussortieren können. Im Idealfall erst eine, dann zwei usw. bis genau zwei Karten übrig bleiben, zu denen es einen letzten Hinweis gibt. Dabei gibt es nur die Möglichkeit anzuzeigen, dass die gespielte Karte etwas mit der gesuchten gemeinsam hat (hochkant), oder eben nicht (liegend). Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Karten zu unterscheiden: Nach Herkunft oder Optik, Geschlecht oder Ausstattung, auch Farbe oder Form wäre erlaubt. Der Hinweisgeber darf aber natürlich nichts sagen. Die Mitspieler beraten sich, während der Hinweisgeber still bleiben muss.

Similo Geschichte Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Die verschiedenen Ausgaben können auch kombiniert verwendet werden. Dabei würden die Karten der einen Version ausliegen und die einer anderen als Hinweise verwendet werden.

Spielende:

Die Partie endet siegreich, wenn die gesuchte Karte als letzte Karte im Spiel bleibt, weil alle anderen aussortiert wurden. Wird irgendwann die gesuchte Karte entfernt, verlieren die Spieler die Partie.

Spieleranzahl:

Similo funktioniert mit jeder Spielerzahl gut. Es macht mir jedoch mehr Spaß, sich mit anderen Spielern abzustimmen, welche Karten aussortiert werden. Von daher verliert es vielleicht etwas zu zweit, da es dann eben nur einen Hinweisgeber und einen ratenden Spieler gibt.

Glücksfaktor?

Ein kleiner Glücksfaktor ist schon zu erkennen. Die ausliegenden Karten sowie die Handkarten des Hinweisgebers können besser oder schlechter zueinander passen. Liegen mehrere Karten zu ein und demselben Märchen aus, kann dies gut oder schlecht sein, je nachdem ob die gesuchte Karte sich darunter befindet oder nicht. Der Glücksfaktor stört aber keineswegs bei der Kürze der Partien.

Meinung:

Similo liegt ein einfaches Spielprinzip zu Grunde, welches sich durch seine Reduziertheit auszeichnet. Jetzt mag man denken, solche Assoziationsspiele gäbe es schon zu genüge am Markt, ich würde Similo trotzdem empfehlen. Es ist klein und handlich verpackt, ist dadurch perfekt für unterwegs. Die wenigen Regeln sind klar beschrieben und leicht zu erlernen. Lediglich die Einteilung in „hat etwas gemeinsam“ und „hat nichts gemeinsam“ kann bei der Verarbeitung des aktuellen Hinweises mal ein wenig verwirren.

Wie so oft bei solchen Spielen, steigt oder sinkt auch hier der Spielspaß mit den Fähigkeiten des Hinweisgebers. Dieser ist zum Teil beschränkt durch die wenigen Handkarten, was aber auch ein wenig den Reiz ausmacht, unabhängig von den Möglichkeiten durch die zur Verfügung stehenden Karten die Mitspieler auf den richtigen Weg zu führen. Der Hinweisgeber sollte die gesuchte Karte einordnen können, dafür ist es oft erforderlich alle Kartentexte zu überfliegen, da vielleicht nicht alle Figuren eindeutig zugeordnet werden können. Das machen wir immer zu Beginn der Partie für alle, damit es nicht auffällt, wenn sich der Hinweisgeber einige genauer ansieht. Besonders bei Geschichte sind mitunter nicht alle Personennamen geläufig.

An den Illustrationen kann ich mich kaum satt sehen, besonders bei der Märchen-Ausgabe. Diese funktioniert auch hervorragend mit Kindern, die viele Märchen kennen. Je nach persönlichem Geschmack wurde von einigen Mitspielern die Geschichtsausgabe bevorzugt. Mittlerweile gibt es auch bereits eine Mythen-Version mit Persönlichkeiten der griechischen Mythologie, bald sollen Tiere und Wilde Tiere folgen. Da bin ich besonders gespannt drauf, da Tiere nicht die Unterscheidung männlich/weiblich ermöglichen und es sicher noch ganz andere Aspekte der Unterscheidung aus den Spielern heraus holen wird.

Fazit:

Die wunderschön illustrierten Karten geben dem kleinen Assoziationsspiel Similo seinen besonderen Flair. Die verschiedenen Ausgaben richten sich an Spieler unterschiedlicher Interessengebiete, mir persönlich gefällt aus den bisher erschienenen Märchen am besten.

Wertungsnote 5/6

Verlag: Horrible Guild / Vertrieb: HeidelBÄR Games
Autor(en): Martino Chiacchiera, Hjalmar Hach, Pierluca Zizzi
Erscheinungsjahr: 2019
Spieleranzahl: 2 – 8 Spieler
Dauer: 10 – 15 Minuten

Vielen Dank an Horrible Guild für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare!

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