Castles of Burgundy – Vorher / Nachher

Logo Vorher/Nachher
Logo Vorher/Nachher / Foto: Brettspielpoesie

Der Verlag Ravensburger befindet sich im Wandel. Die Spiele mit der blauen Ecke waren bisher eher im Familienspielbereich einzuordnen, auch wenn es aus dem amerikanischen Raum nun etwas nerdiger wird, wie es die Spiele Villainous oder Der weiße Hai zeigen. Für Vielspieler wurde bereits 1999 die Vielspielermarke alea etabliert und von der Zielgruppe hervorragend aufgenommen. Ein Kritikpunkt, der sich über die Jahre etablierte, sind die (zu) dünnen Tableaus und Stanzteile und die mitunter altbacken wirkende Grafik. In den letzten Jahren wurde es auch eher ruhig in Bezug auf neue Titel, vielmehr wurden bekannte Spielprinzipe als Würfel- oder Kartenspiele aufgearbeitet. Abgesehen von Carpe Diem, welches im vergangenen Jahr sogar zum Kennerspiel des Jahres nominiert wurde, der Verlag hat es also doch noch drauf. Die etwas fragwürdigen Design-Entscheidungen haben dem Spiel möglicherweise den Titel gekostet, denn spielerisch gefällt es mir persönlich besser als Flügelschlag…Zum 20-jährigen Jubiläum begann der Verlag nun eine neue Reihe mit chronologischer Nummerierung. Nummer eins bekam die Neuauflage von Las Vegas, die qualitativ leider gar nicht überzeugen konnte. Als zweiter Titel erschien nun eine weitere Neuauflage und zwar die von Die Burgen von Burgund. Schauen wir mal, ob es dem Verlag dieses Mal besser gelungen ist.

Die Burgen von Burgund – Das Würfelspiel

Bu Bu Würfelspiel Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Die vierte Schachtel im neuen, kleinen Format von alea erhält eine Variante zu Die Burgen von Burgund. Nach dem Kartenspiel, welches im Vorjahr erschienen ist, gibt es nun ein Würfelspiel. Aber das Original verwendet doch bereits Würfel!? – Ja, aber mit anderer Intention. Mit dem BuBu Würfelspiel haben wir ein sogenanntes Roll’n’Write-Spiel vorliegen, bei dem man anhand der Würfelergebnisse Bereiche auf dem Wertungsblatt markiert. Dadurch entfernt es sich viel weiter vom großen Bruder, als das Kartenspiel es tat. Der Name ist dennoch nicht ganz fehl am Platz, denn vieles erkennen BuBu-Spieler wieder: Die Farben der Geländearten und deren grundsätzliche Funktionalität sind hier sehr ähnlich. Doch kann das Spiel damit gegen seine Vorgänger bestehen?

Die Burgen von Burgund – Das Kartenspiel

BuBuKa Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Die Burgen von Burgund, das erfolgreiche Spiel von Stefan Feld, begeistert Spieler auf der ganzen Welt und konnte sich daher auf Boardgamegeek.com in den Top 10 der Brettspiele fest setzen. In der neuen alea-Serie, erstmalig im handlichen Schachtelformat, gibt es seit kurzer Zeit „Das Kartenspiel zum Strategie-Klassiker“, wie die Schachtel verspricht. Mit exakt der gleichen Grafik sehen sich die beiden Spiele sehr ähnlich. Der Anspruch ist laut Ravensburger von 6 auf 4 von 10 Punkten gesunken, dazu wird eine kürzere Spielzeit versprochen und es wird bereits ab 10 Jahren empfohlen. Es scheint also durchaus ein paar Anpassungen zu geben. Da stellt sich doch die Frage: Kann diese Variante in die Fußstapfen des großen Bruders treten?

20.12.2015 – Die Burgen von Burgund

Türchen 20
Tür 20 / Foto: Brettspielpoesie

In Burgund gibt es am Wasser viele Burgen
welche vor vielen Jahren erbaut wurden.
So entstanden die wertvollen Ländereien
zwischen ihnen kann die Natur noch gedeihen.
Was noch fehlt sind Klöster für Gottes Beistand
sie machen die Wertung besonders interessant.