SPIEL.digital – Tag 1 und 2

Logo Brettgeschichte / Foto: Brettspielpoesie

Es ist Freitagabend, der zweite Tag der SPIEL.digital neigt sich dem Ende zu. Jedenfalls für mich, die Inhalte der größten Spielemesse können dieses Jahr erstmalig durchgängig konsumiert werden. Wenn auch nicht in ganz gewohnter Weise.

The Castles of Tuscany

Nach Neuauflagen von Las Vegas und The Castles of Burgundy, aka Die Burgen von Burgund, ist der dritte Teil der neu gestarteten alea-Serie endlich ein vollkommen neuer Titel. The Castles of Tuscany erinnert nicht nur vom Titel an The Castles of Burgundy, es verwendet auch ähnliche Plättchen, die ebenso bei jeder Platzierung einen Effekt auslösen.

Krazy Pix

Schon vier Jahre ist es her, das auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres ein Spiel des in der Brettspielwelt eher weniger bekannten Labels “fishtank” auftauchte: Krazy Wordz. Dieses erschien damals ebenfalls in einer “nicht 100% jugendfreien” Variante, vermutlich ein zu großes Risiko für den gestandenen Verlag Ravensburger. Doch mittlerweile stehen sie zu diesem erfolgreichem Produkt und bestätigen dies nun mit einer aktualisierten Neuauflage. Nur noch in einer Version, die aber immerhin auch einige gekennzeichnete Begriffe enthält, welche nicht unbedingt mit Kindern zu empfehlen sind.

Zugleich erscheint Krazy Pix, quasi ein gedanklicher Nachfolger, allerdings in erster Linie von der Autorin Sophia Wagner. Auf der Spielwarenmesse erzählte sie, dass ihr die Idee für ein Spiel mit Symbolplättchen etwas darzustellen schon länger im Kopf umher schwirrte. Als sie Ravensburger den Prototypen vorstellte, kam die Idee den Wertungsmechanismus aus Krazy Wordz dabei anzuwenden. Somit war die Idee zu Krazy Pix geboren.

Der weiße Hai

Cover / Foto: Ravensburger
Cover / Foto: Ravensburger

Vorsicht vor dem weißen Hai,
er reißt gern Schwimmer entzwei.
Auch am Unabhängigkeitstag,
wenn kaum jemand weg bleiben mag.
Damit nicht viel wird passieren,
versucht ihr den Hai zu markieren,
auf ihn zu schlagen und zu schießen,
ihn im finalen Kampf zu besiegen.

Castles of Burgundy – Vorher / Nachher

Logo Vorher/Nachher
Logo Vorher/Nachher / Foto: Brettspielpoesie

Der Verlag Ravensburger befindet sich im Wandel. Die Spiele mit der blauen Ecke waren bisher eher im Familienspielbereich einzuordnen, auch wenn es aus dem amerikanischen Raum nun etwas nerdiger wird, wie es die Spiele Villainous oder Der weiße Hai zeigen. Für Vielspieler wurde bereits 1999 die Vielspielermarke alea etabliert und von der Zielgruppe hervorragend aufgenommen. Ein Kritikpunkt, der sich über die Jahre etablierte, sind die (zu) dünnen Tableaus und Stanzteile und die mitunter altbacken wirkende Grafik. In den letzten Jahren wurde es auch eher ruhig in Bezug auf neue Titel, vielmehr wurden bekannte Spielprinzipe als Würfel- oder Kartenspiele aufgearbeitet. Abgesehen von Carpe Diem, welches im vergangenen Jahr sogar zum Kennerspiel des Jahres nominiert wurde, der Verlag hat es also doch noch drauf. Die etwas fragwürdigen Design-Entscheidungen haben dem Spiel möglicherweise den Titel gekostet, denn spielerisch gefällt es mir persönlich besser als Flügelschlag…Zum 20-jährigen Jubiläum begann der Verlag nun eine neue Reihe mit chronologischer Nummerierung. Nummer eins bekam die Neuauflage von Las Vegas, die qualitativ leider gar nicht überzeugen konnte. Als zweiter Titel erschien nun eine weitere Neuauflage und zwar die von Die Burgen von Burgund. Schauen wir mal, ob es dem Verlag dieses Mal besser gelungen ist.

Wo geht’s hier zum Ausgang!? – No. 10

Ausgang Logo
Ausgang Logo / Foto: Brettspielpoesie

Ich habe auf diesem Blog nun schon einige Escape Room-Adaptionen für den Spieltisch vorgestellt, allen liegt die gleiche Idee zu Grunde: Das Erlebnis eines Escape Rooms mit all seinen Rätseln und Aufgaben, die gelöst werden müssen, um zu entkommen, einzufangen und in eine Box zu packen. 2016 fingen die ersten Verlage damit an, doch dieser Trend ist noch lange nicht vorüber. Immer wieder tauchen hier und da neue Anbieter auf und alle finden einen etwas anderen Weg der Umsetzung. Viele dieser Titel bleiben durch Erweiterungen dauerhaft am Markt. Für mich als Rezensent bleibt es schwer, darüber zu berichten. Solche Spiele sind für eine Gruppe nur ein einziges Mal spielbar, danach ist die Lösung schließlich bekannt, daher kann auch nur der grobe Spielablauf mit seinen Mechanismen beschrieben werden. Ich habe nun beschlossen keine einzelnen Rezensionen mehr zu den vielen Escape Room-Adaptionen und dessen Erweiterungen zu verfassen, sondern über mehrere gemeinsam berichten, wenn wieder ein paar durchgespielt wurden.

Wo geht’s hier zum Ausgang!? – No. 9

Ausgang Logo
Ausgang Logo

Ich habe auf diesem Blog nun schon einige Escape Room-Adaptionen für den Spieltisch vorgestellt, allen liegt die gleiche Idee zu Grunde: Das Erlebnis eines Escape Rooms mit all seinen Rätseln und Aufgaben, die gelöst werden müssen, um zu entkommen, einzufangen und in eine Box zu packen. 2016 fingen die ersten Verlage damit an, doch dieser Trend ist noch lange nicht vorüber. Immer wieder tauchen hier und da neue Anbieter auf und alle finden einen etwas anderen Weg der Umsetzung. Viele dieser Titel bleiben durch Erweiterungen dauerhaft am Markt. Für mich als Rezensent bleibt es schwer, darüber zu berichten. Solche Spiele sind für eine Gruppe nur ein einziges Mal spielbar, danach ist die Lösung schließlich bekannt, daher kann auch nur der grobe Spielablauf mit seinen Mechanismen beschrieben werden. Ich habe nun beschlossen keine einzelnen Rezensionen mehr zu den vielen Escape Room-Adaptionen und dessen Erweiterungen zu verfassen, sondern über mehrere gemeinsam berichten, wenn wieder ein paar durchgespielt wurden.

Wettlauf nach El Dorado – Die goldenen Tempel

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Viele Strapazen habt ihr auf euch genommen,
seid kurz davor die Belohnung zu bekommen.
Ihr habt es geschafft, El Dorado erreicht,
doch euren Mitstreitern ergeht es gleich.
Ihr müsste vor ihnen bei den Edelsteinen sein,
nur damit geht es in die Schatzkammer hinein.
Die meisten Geländearten ihr bereits kennt,
doch im Dunkeln am besten eine Fackel brennt.
Wählt eure Wege klug und geschickt,
damit ihr alleine den Schatz erblickt.

Spiel’19 – Fazit

Logo / Foto: Brettspielpoesie

Sicherlich haben sich einige von euch bereits gewundert, warum es hier die letzten Tage so still war und wo die Berichte der letzten drei Tage der SPIEL’19 bleiben. Leider habe ich es nicht geschafft, täglich Zusammenfassungen zu schreiben, dann hätte ich nur noch weniger Schlaf abbekommen. Ich hoffe ihr könnt mir dies verzeihen, dafür versuche ich nun die Highlights dieser drei Tage für euch aufzuführen. Zusätzlich könnt ihr mich bei den Bretterwissern hören oder meinen ersten Auftritt im Livestream des Merz-Verlages ansehen.

Werwörter

Cover / Foto: Ravensburger

Wer kennt sie nicht, die fiesen Werwörter?!? Äh, moment mal, Werwörter? Ich kenne Werwölfe, aber was bitte sind denn Werworte? Werwölfe zu kennen ist zumindest ein Vorteil, um Werwörter zu verstehen. Also nicht die aus Twilight oder Vampire Diaries, sondern die bekannten Social Deduction Spiele. Ob Die Werwölfe von Düsterwald, Werwölfe Vollmondnacht, Werwölfe Morgengrauen, (weitere Ausprägungen bitte hier einsetzen) oder schlicht und einfach Werwölfe. Dies sind die geistigen Vorlagen zu Werwörter, bei dem die Spieler bekannte Rollen einnehmen. Manch einer wird dies jedoch in Frage stellen, denn eigentlich gab es ein sehr ähnliches Spiel bereits zuvor: Insider von Oink Games funktioniert sehr ähnlich, nur ohne App-Unterstützung und eben ganz ohne Werwörter bzw. Werwölfe. Aber das soll an dieser Stelle nicht weiter thematisiert werden.