Die Zwerge – Das Duell

Zwerge - Das Duell Cover

Cover / Foto: Pegasus Spiele

Die Zwerge ist eine beliebte Fantasyromanreihe des deutschen Schriftstellers Markus Heitz. Seit 2003 hat er fünf Bänder dieser Reihe heraugebracht, weitere sind nicht ausgeschlossen. Neun Jahre nach Veröffentlichung des ersten Bandes konnten die beiden Spieleautoren Michael Palm und Lukas Zach bei dem Verlag Pegasus Spiele eine Adaption der Fantasyreihe als kooperatives Brettspiel auf den Markt bringen. Wer mehr auf konfrontative Spiele steht, kann sich seit diesem Jahr mit einem Mitspieler in der Welt der Zwerge duellieren. Was genau sich dahinter verbirgt und ob sich der Kauf lohnt, lest ihr in folgender Rezension.

Spielmaterial:

Jeder Spieler erhält 35 Karten. Einer bekommt die Karten für die Mächte des Guten, der andere die der Mächte des Bösen. Die Karteneffekte unterscheiden sich jedoch nur in ihrem Namen, nicht in der Ausführung. Drei Joker-Karten kommen in die Spielmitte und können im Spiel für jede beliebige Augenzahl verwendet werden. Hinzu kommen 6 Plastikwürfel mit den Zahlen 1-5 und einem Axt-Symbol als Joker. Zusätzlich erhält man ein Kartenset aus 23 Karten für den Einsatz im Brettspiel.

Spielmechanismus:

Die Spieler führen nacheinander jeweils einen Zug aus, der aus drei Phasen besteht.

    • Nachschubphase

Der Spieler darf eine Handkarte von seinem Stapel nachziehen. Durch ausliegende Karteneffekte kann sich die Anzahl erhöhen.

    • Würfelphase

Zu Beginn werden drei, später durch Karteneffekte bis zu sechs, Würfel geworfen.

    • Kartenphase

In diese Phase können Karten ausgelegt und ihre Effekte genutzt werden. Es gibt fünf verschiedene Kartentypen. Ist nichts weiter angegeben, können sie kostenfrei genutzt werden. Ansonsten wird angezeigt, welche Würfelaugenzahl oder wie viele gleiche Würfel benötigt werden. Jeder Würfel kann nur einmalig pro Zug genutzt werden.

Karten des Typs Wendung darf man jederzeit ausspielen und werden, genau wie Karten des Typs Ereignis, sofort angewendet und abgelegt.

Unterstützungskarten werden vor dem Spieler ausgelegt und behalten ihren Effekt, solange sie dort ausliegen. Sie bieten unterstützende Effekte in den einzelnen Phasen.

Siegpunktkarten zählen nur als Siegpunkte für das Spielende, wenn sie dann noch ausliegen sollten.

Diese können nämlich, genau wie der Kartentyp Verbündeter, vom Mitspieler angegriffen werden und müssen bei erfolgreichem Angriff abgelegt werden. Dafür sind auf ihnen Lebenspunkte angegeben. Solche Angriffe werden mit Hilfe der eigenen Verbündeten ausgeführt. Sie geben an, welche Augenzahl für Angriffe eingesetzt werden kann. Man kann eine gegnerische Karte natürlich auch mit mehreren Verbündeten und somit verschiedener Würfelaugenzahl angreifen, muss eine Karte jedoch in einem Zug besiegen, also so oft angreifen wie sie Lebenspunkte besitzt. Alternativ kann man auch den gegnerischen Stapel angreifen. Für jeden Angriff auf den Nachziehstapel wird eine Karte von diesem abgelegt.

Nutzt man in einem Zug keinen einzigen der Würfel, erhält man stattdessen eine Joker-Karte. Sollte in der Mitte keine mehr ausliegen, der Gegner jedoch eine besitzen, nimmt man diese von ihm. Sie kann in nachfolgenden Zügen als beliebige Augenzahl zusätzlich zu den Würfeln eingesetzt werden.

Zwerge - Das Duell Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Das Spiel endet sofort, sobald der Nachziehstapel eines Spielers aufgebraucht ist. Man kann dies bedingt steuern, indem man darauf verzichtet zusätzliche Karten nachzuziehen, wenn man diese Karteneffekte nutzen darf. Ansonsten muss man sich bewusst sein, dass das Spielende schneller herbei geführt wird, wenn man immer mehrere Karten nachzieht.

Spieleranzahl:

Diese Duell-Variante des Brettspiels ist für genau zwei Spieler.

Glücksfaktor?

Durch die von den Aktionen und Effekten identischen Kartensets haben beide Spieler grundsätzlich exakt die gleichen Chancen. Die Würfel und das Nachziehen der Karten bringen jedoch einen nicht unerheblichen Glücksfaktor hinein. Wer Würfelpech hat und die falschen Karten zum falschen Zeitpunkt zieht, hat schnell das Nachsehen. Dem kann man wiederum ein wenig entgegen steuern, indem man aufmerksam verfolgt, welche Karten der Mitspieler schon gespielt hat und welche Karten noch kommen werden.

Fazit:

Ein nettes kleines Spiel, für das man keine Vorkenntnisse der Bücher oder des Brettspiels benötigt. Wenn man mit dem hohen Glücksfaktor leben kann, bekommt man hier ein schnelles Duell für 2 Spieler. Es kämpft die gute gegen die böse Seite, man sollte also damit leben können, das die Spieler sich wirklich bekämpfen und dem anderen nichts gönnen. Als Nachteil empfinde ich es, dass man die Karten eines Stapels in jedem Spiel einmal komplett durchspielt. Hier hätte ich mir ein abwechslungsreicheres Kartenset gewünscht.

Die Karten für ein weiteres Szenario sind ein schöner Zusatz für Besitzer des Brettspiels.

Wertungsnote 4/6

Verlag: Pegasus Spiele
Autor(en): Michael Palm, Lukas Zach
Erscheinungsjahr: 2015
Spieleranzahl: 2 Spieler
Dauer: 20 – 40 Minuten

Vielen Dank an Pegasus Spiele für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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