Munchkin Loot Letter

Munchkin Loot Letter Cover

Cover / Foto: Pegasus Spiele

Der Fantasy-Klassiker Munchkin trifft auf Love Letter, eine tolle Verbindung! Hierbei ist das Ziel jedoch nicht der Prinzessin einen Brief zu übermitteln, sondern möglichst nah an den Schatz zu kommen und dafür die Monster loszuwerden, welche die Beute verteidigen wollen.

Spielmaterial:

Das Spielmaterial ähnelt dem des Originals sehr. Es gibt ebenfalls 16 große Spielkarten, dieses Mal jedoch mit den bekannten Illustrationen aus Munchkin, sowie vier Übersichtskarten. Diese Karten haben sich leider in den ersten Runden schon ein wenig abgenutzt, sodass es sicher nur noch eine Frage der Zeit sein wird, bis man an den Rückseiten erkennt, welche Karten die Gegner auf der Hand halten. Als Gewinn für jede gewonnene Runde erhält man Schatzkisten, die wenig liebevoll als beige-farbene Holzklötze mitgeliefert werden. Diese sind in unserer Packung auch noch unterschiedlich breit geraten.

Spielmechanismus:

Für Leute, die Love Letter noch nicht gespielt haben, kurz zum Spielablauf. Die Karten werden gemischt und als Nachziehstapel bereit gelegt., wobei eine Karte verdeckt zur Seite gelegt wird (Im Spiel zu zweit, werden zusätzlich die obersten drei Karten für die aktuelle Runde „aussortiert“ und offen neben den Nachziehstapel gelegt.). Jeder Spieler zieht eine Karte auf die Hand. Diese haben die Werte von 1-8, von den kleineren Werten gibt es mehrere Karten, die drei höchsten Werte sind nur einmalig im Spiel. Wenn ein Spieler am Zug ist, zieht er eine Karte vom Nachziehstapel und muss sich dann entscheiden, welche von beiden Karten er ausspielt. Die Karten haben unterschiedliche Effekte, die beim Ausspielen in Kraft treten. Meist kann man damit versuchen einem Gegner  zu schaden, indem dieser seine Karte zeigen oder sogar tauschen muss. Spielt man die Topfpflanze (Wert 1) aus, kann man den Gegner sogar ausscheiden lassen, wenn man dessen Karte errät. Am Ende der Spielrunde bekommt derjenige eine Schatztruhe, der die höchste Karte auf der Hand hält, nachdem der Nachziehstapel abgeräumt wurde. Scheiden alle Mitspieler vorher aus, gewinnt derjenige, der als Letzter übrig geblieben ist. Es werden mehrere Runden gespielt, je nach Spieleranzahl endet das Spiel, wenn eine Person eine bestimmte Anzahl an Schatztruhen sein Eigen nennen darf.

Spieleranzahl:

Als Duell macht Munchkin Loot Letter Spaß, jedoch schaffen wir es selten, den Nachziehstapel komplett abzuräumen. Meist scheidet zuvor jemand aus und die Runde ist vorbei. Mit  mehr Mitspielern wird eine Runde abwechslungsreicher, da man jetzt auswählen muss, welchen Spieler der Karteneffekt trifft.

Tipp: Empfehlen würde ich es nur für Paare in gefestigten Beziehungen, da diese aus eigener Erfahrung durch Loot Letter ganz schön was abbekommen können. 😉

Glücksfaktor?

Der Glücksfaktor ist bei diesem Spiel, besonders in der 2-Spieler-Variante, sehr hoch, da man auf die gezogenen Karten angewiesen ist. Mit höherer Anzahl der Mitspieler, muss jedoch etwas mehr taktiert werden, auf welche Spieler man seine Karteneffekte wirken lässt. Da die Runden aber wirklich sehr kurz sind und man schnell eine Revanche fordern kann, beeinträchtigt der hohe Glücksfaktor den Spielspaß nicht.

Fazit:

Ein schönes Spiel für zwischendurch. Mit wenig Material und einfachen Regeln wurde ein gutes Spielprinzip entwickelt, welches jedoch identisch zum klassischen Love Letter ist. Aber wer, wie ich, mit der romantischen Thematik des Originals wenig anfangen kann, der bekommt hier ein kurzweiliges Spiel im bekannten Munchkin-Design von John Kovalic. Wer Love Letter jedoch bereits im Schrank und auch keine Affinität zum Munchkin-Franchise hat, der braucht hier nicht zuzuschlagen.

Wertung 4

Verlag: Pegasus Spiele
Autor: Seiji Kanai
Erscheinungsjahr: 2014
Spieleranzahl: 2-4
Dauer: 20-30 Minuten

Ähnliche Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.