Qwixx – Das Kartenspiel

Qwixx Kartenspiel Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Qwixx – Ein schnelles Würfelspiel von Steffen Benndorf, dass 2013 zum Spiel des Jahres nominiert wurde. Leider konnte es sich nicht gegen Hanabi durchsetzen, aber es war so erfolgreich, dass ein Jahr später dieses Kartenspiel folgte. Als Inhalt in der Wundertüte 2014 der Spiele-Offensive kamen wir in den unverhofften Besitz dieses kleinen Kartenspiels. Lest in der folgenden Rezension wie uns das Spiel gefallen hat.

Spielmaterial:

In dem kleinen Karton stecken 44 Spielkarten mit den Werten 2-12 in den Farben blau, gelb, grün und rot. Dazu gibt es 11 Jokerkarten die zu  keiner Farbe gehören für eine weitere Spielvariante. Der Wertungsblock ist der altbekannte, der auch für das Qwixx Würfelspiel genutzt wird. Die Anleitung ist wie vom NSV gewohnt ein doppelseitig bedrucktes Blatt, gut verständlich und mit kleinen Beispielen versehen.

Spielmechanismus:

Die Karten werden gemischt und als verdeckter Kartenstapel bereit gelegt. Man sieht auf den Kartenrückseiten zwar die Zahlen der Karten, aber nicht zu welcher Farbe sie gehören. Die ersten vier Karten werden nebem dem Nachziehstapel als Auslage gelegt, sodass man immer aus fünf Karten wählen kann. Vor Spielbeginn erhält jeder 4 Karten auf die Hand.

Jeder Zug besteht aus drei Aktionen:

1. Wer am Zug ist, zieht bis auf 5 Handkarten nach. Bei jeder Karte darf man wählen, ob man sie vom Nachziehstapel oder aus der Auslage nimmt. Wird eine Karte aus der Auslage genommen, wird diese sofort wieder aufgefüllt.

2. Der nun oberste Wert des Nachziehstapels gilt für alle Spieler. Sie dürfen diesen ebenso in einer beliebigen Reihe wegstreichen wie der Spieler am Zug. Niemand muss diese Zahl nutzen!

3. Der aktive Spieler hat zusätzlich die Möglichkeit bis zu drei Handkarten abzulegen und entsprechend Zahlen wegzustreichen, wobei er mindestens eine Karte ablegen muss. Wählt er mehr Karten, müssen diese zu der gleichen Farbe gehören. Er kann dadurch bis zu drei Zahlen wegstreichen, wenn er zwischen der ersten und letzten Zahl, höchstens eine Zahl auslässt. Beim Auslegen der Karten dürfen zwar größere Lücken bestehen, aber es werden dann nicht alle Zahlen gestrichen. So kann man jedoch unbrauchbare Handkarten entfernen, um in der kommenden Runde mehr Karten nachzuziehen. Hat der Spieler absolut keine Zahl, die er wegstreichen kann oder möchte, kann er alternativ einen Fehlwurf (ja, dieser Begriff wurde einfach übernommen) markieren.

Wird in einer Reihe die letzte Zahl (12 oder 2) gestrichen und hat der Spieler in dieser Reihe zuvor mindestens fünf Zahlen gekreuzt, darf er das Schloss abenfalls ankreuzen. Es zählt später mit bei der Wertung. Im Gegensatz zum Würfelspiel dürfen die anderen Spieler allerdings weiterhin diese Farbreihe benutzen.

Für die Jokervariante werden die Jokerkarten mit hinein gemischt. Alle anderen Regeln bleiben unverändert.

Qwixx Kartenspiel Spielsituation

Spielsituation/ Foto:Brettspielpoesie

Spielende:

Sobald ein Spieler seine zweite Farbreihe abgeschlossen oder den vierten Fehlwurf angekreuzt hat, endet das Spiel und es kommt zur Wertung. Der Wertungsblock vereinfacht die Abrechnung. Man zählt die Kreuze je Farbreihe und ermittelt die zugehörige Punktzahl. Diese addiert man alle und zieht ggf. Minuspunkte für Fehlwürfe ab. Sieger ist, wer die meisten Punkte erzielen konnte.

Spieleranzahl:

Das Spiel funktioniert mit bis zu 5 Spielern. Umso mehr Spieler teilnehmen, desto häufiger können die Züge anderer genutzt werden, um Zahlen auf dem eigenen Block wegzustreichen. Durch eben dieses Wegstreichen wird eine hohe Interaktion erreicht. Auch sollte man die gegnerischen Wertungsbögen immer im Auge behalten, um das Spielende einplanen zu können.

Glücksfaktor?

In der Variante ohne Joker muss man schon viel Glück haben, um die Zahlen in den gewünschten Farben zum richtigen Zeitpunkt zu ziehen oder oft die Zahl des Nachziehstapels nutzen zu können. Vorteil zum Qwixx-Würfelspiel ist ganz klar, dass man bis zu vier Zahlen pro eigenen Zug streichen darf, wenn man die richtigen Karten auf der Hand hat. Man muss, genau wie beim Original, abwägen ob man Lücken lässt um eine Zahl abzustreichen oder lieber wartet um Lücken möglichst zu vermeiden. Warten birgt dabei immer die Gefahr, dass man nicht genug Punkte holt, bevor ein Spieler für das Spielende sorgt. Andererseits kann man immer aus seinen Handkarten und der Zahl des Nachziehstapels wählen. Während man beim Würfelspiel einen weißen und farbigen Würfel kombinieren muss, wählt man hier die Karten mit den Zahlen direkt aus.

Fazit:

Eine schöne Abwandlung des Würfelspiels. Die Wertungsblöcke können für beide Spiele genutzt werden, so also auch die „Qwixx gemixxt“-Blöcke mit neuen Varianten. Daher ist das Ende des Wertungsblockes noch lange nicht das Ende des Spielspaßes, man ersetzt einfach den Block. Der Zugang zum Spiel erfolgt schnell und der Widerspielreiz ist groß. Mit 15 Minuten Spielzeit genau das Richtige für zwischendurch.

Wertungsnote 4/6

Verlag: Nürnberger Spielkartenverlag
Autor(en): Steffen Benndorf
Erscheinungsjahr: 2014
Spieleranzahl: 2-5 Spieler
Dauer: 15 Minuten

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