BerlinCon 2016 – Tag 1

Samstagfrüh starteten wir von Braunschweig aus in Richtung Berlin zu der BerlinCon von Hunter & Cron. Letztes Jahr waren wir (ich) nicht dort, obwohl ich am darauffolgenden Montag bei der Spiel des Jahres-Verleihung auftauchte, diese Blöße wollte ich mir dieses Jahr nicht wieder geben 😉 Doch dies war natürlich nicht der einzige Grund für unsere Anwesenheit. 24 Stunden am Stück Brettspiele erleben und Brettspiel-Enthusiasten treffen, das war das Ziel. Zumal sich auch einige Blogger angekündigt hatten, die ich bisher nur aus dem anonymen Internet kannte.

Nachdem wir die Woche zuvor wegen eines kurzen Wochenendtrips nur wenig Schlaf abbekommen hatten, machten wir uns heute keinen Stress pünktlich zur Öffnung in Berlin einzutreffen. Beim Frühstück war auch noch von einer Vollsperrung in Höhe Magdeburg zu hören, die sich aber glücklicherweise aufgelöst hatte, bis wir in die Nähe kamen. So kamen wir gegen 11 Uhr in Berlin an und machten uns an die Parkplatz-Suche. Erstaunlicherweise gab es in Nähe des Veranstaltungsortes und somit in Nähe des Alexanderplatzes auf einen Samstag erstaunlich viele freie Parkplätze. Man muss nur bereit sein dafür ordentlich in die Tasche zu greifen, denn jede Stunde bis 18 Uhr sollte 2€ kosten.

Bei der BrettspielCon angekommen kamen wir zunächst nicht am Flohmarkt vorbei. Dort legten wir uns einige Promos zu und eine nicht mehr wirklich schöne Version des alea-Spiels Im Jahr des Drachen, dass unserer Sammlung noch fehlt. Gegen eine kleine Spende nahmen wir das Spiel zunächst in unsere Obhut, wird aber bei nächster Gelegenheit ersetzt. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie so mit Spielen umgegangen werden kann. Der Karton löst sich fast in seine Einzelteile auf, das Material in Tüten wirkt ein wenig verklebt 🙁

Am Stand des Brettspielgeschäftes noch ein SmashUp Munchkin zum Erwerb am Folgetag gesichert und einen Blick auf die gesamte Location und der Anwesenden geworfen. Da die uns bekannten Gesichter allesamt beschäftigt waren, ließen wir die Zeit nicht ungenutzt verstreichen, sondern machten uns an unser aller Hobby: Brettspiele spielen. Wir starteten mit zwei Partien Lichterfest, dem aktuellen Plättchen Legespiel von Pegasus. Bei den amerikanischen Instagram-Nutzern sehr beliebt, hat es in Deutschland eher schlechte Kritiken erhalten, weswegen ich einen Erwerb nicht in Betracht gezogen hatte. Diese Entscheidung war nicht verkehrt, es spielt sich ganz nett. Ja, ich denke das ist genau das richtige Wort. Es macht wenig falsch, aber kann sich leider auch nicht vom Durchschnitt abheben.

Weiter ging es mit mit dem neuen 2-Personen-Spiel Elements, ebenfalls von Pegasus Spiele. Es mag wirklich gut sein und ich weiß dass es einigen gefällt, ich werde jedoch kein Freund davon. Die Spieler legen nacheinander Karten in die Mitte, nehmen von dort welche auf oder werfen bestimmte Karten ab und versuchen dabei die Summe der mittig ausliegenden Karten mit den eigenen anzugleichen. Das ist mir persönlich einfach zu abstrakt, zu mathematisch, ich werde damit nicht warm.

Als nächstes fand das östereichische Spiel der Spiele 2016 Kerala vom Kosmos-Verlag den Weg auf unseren Tisch. Mit zwei Holz-Elefanten legt man unterschiedlich farbige Plättchen aneinander, immer nur angrenzend zu einem der beiden Tiere und zieht mit diesem anschließend darauf. Bei Spielende wir jedoch nur ein Gebiet je Farbe gewertet, jedes andere ausliegende Plättchen bringt zwei Minuspunkte ein. Ein wirklich schönes Familienspiel, bei dem wir die Möglichkeit des Überbauens von Felder ganz außer Acht gelassen haben.

BerlinCon Tag 1

BerlinCon Tag 1 / Foto: Brettspielpoesie

Danach kamen wir zurück zu Pegasus-Spielen und schauten und als nächstes Octodice an, bei dem ich mich auch an eher durchschnittliche Bewertungen von anderen erinnern kann. Uns gefiel es jedoch ganz gut. In der Welt von Aquasphere würfelt man seine Aktionen mit drei Aktions- und drei Farbwürfeln. Jeder hat pro Zug drei Würfe, nach jedem muss man zwei behalten und würfelt mit dem Rest erneut. Dann hat man aber nur zwei Haupt- und eine Oktopoden-Aktion. Oft gehen die Würfel aber nicht auf und man muss sich entscheiden. Genau wie der Gegner, der eine Aktion für sich nutzen darf. Dabei viel schon auf, dass es mit mehr Mitspielern sicher noch besser zu gefallen weiß.

Gerne wollten wir Dynasties vom Hans im Glück-Verlag anspielen, doch waren dafür Mitspieler erforderlich. Da passte es sich gut, dass ein Pärchen am Nachbartisch gerade die Regeln studierte. Wir gesellten uns dazu und erarbeiteten die Regeln gemeinsam. Dann folgte die erste Partie, in der das Spiel durch Karten und Würfel recht glückslastig erschien. Für einen wirklichen Eindruck davon bräuchte ich noch weitere Partien, denn so richtig überzeugen konnte die Erstpartie nicht.

Eine zweite Partie folgte jedoch nicht, da wir im Hostel einchecken mussten. Genau richtig kamen wir zurück zum Krimi Dinner „Mord im Leuchtturm 1“ mit den Brettagogen, den anwesenden Bretterwissern, dem Spieleleiter, einer Berliner Panke-Spielerin und dem Erfinder Stephan Kessler. Ich will gar nicht zu viel verraten um nicht zu spoilern, aber es hat wirklich Spaß gemacht. Auch wenn niemand dem Täter auf die Spur gekommen ist und es zunächst ungewohnt war in fremde Rollen zu schlüpfen, wurde es ein gelungener Abend. Die bestellte Pizza hat das sogenannte Krimi-Dinner allerdings etwas gestört, weil sich alle nur noch auf die Nahrungszufuhr konzentriert hatten und sich hinterher wieder in ihre Rollen einleben mussten. Dennoch war es ein gelungener Abend in netter Runde, nach dem wir uns auf den Weg in Bettchen machten. Wer nicht ganz spolierfrei mehr darüber erfahren möchte, dem sei der der Podcast der Brettgogen empfohlen. Hier geht es mit Tag 2 kommende Woche weiter!

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