Klask

Klask Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Laut Duden wird ein Brettspiel als „Unterhaltungsspiel, das mit Figuren oder Steinen auf einem Spielbrett gespielt wird“ definiert. Ein Gesellschaftsspiel ist demnach ein „unterhaltendes Spiel, das von mehreren Kindern oder Erwachsenen zusammen gespielt wird“. Wikipedia beschreibt ein Brettspiel als Gesellschaftsspiel, dessen Hauptelement ein Spielbrett ist. Bei Klask kann man sich schnell die Frage stellen, ob es wirklich noch ein Brettspiel im eigentlichen Sinne ist. Dabei besteht das Hauptelement aus Holz, also einem Brett und gespielt wird auch. Nur eben anders, als bei den meisten Brettspielen. Dabei gibt es unter den Brettspielen doch einige Geschicklichkeitsspiele und Klask ist ein eben solches.

Spielmaterial:

Das Spiel benötigt ein wenig Platz, sowohl der ganze Karton im Spieleregal als auch das Spielbrett mit seinem Standfuß auf dem Tisch. Die Spieler sollten sich gegenüber sitzen können. Neben dem großen Spielgerät bekommt jeder Spieler eine Magnetfigur aus zwei Teilen, die über und unter dem Spielbrett zusammen gesetzt werden. Von den kleinen orange-farbenen Bällen und den drei weißen Magneten gibt es jeweils einmalig Ersatz. Die Punkte werden mittels blauer Plastik-Chips markiert.

Spielmechanismus:

Mit dem Magnet unter dem Spielbrett wird die Figur darauf bewegt. Bis zur Mittellinie kommt man mit ihr und versucht den Ball im gegnerischen Tor zu platzieren oder die Magnete aus der Mitte in Richtung des Gegenübers zu katapultieren, sodass diese an ihm haften bleiben. Punkte, die zum Sieg benötigt werden, gibt es für folgende Geschehnisse:

  • Ball rollt in das Tor (runde Einmündung) beim Gegenüber
  • An der gegnerischen Spielfigur haften mindestens zwei weiße Magnete
  • Der Mitspieler verliert vollständig die Kontrolle über seine Spielfigur
  • Die gegnerische Spielfigur rutscht mit einem „KLASK“ in das eigene Tor

Erhält ein Spieler einen Punkt, werden die weißen Magnete in ihre Ausgangspositionen zurück gestellt und der Gegenspieler startet mit dem Ball aus einer seiner beiden Ecken. Die Punkte werden mittels der Plastik-Chips am Spielfeldrand markiert.

Klask Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Sieger einer Partie ist, wer zuerst sechs Punkte erzielt.

Spieleranzahl:

Eine Partie geht nur zu zweit. Sie ist aber so fix gespielt, dass man auch eine Turnier-Serie mit mehreren Spielern spielen kann ohne dass große Langeweile aufkommt.

Glücksfaktor?

Weniger Glück ist erforderlich, dafür eher Geschicklichkeit. Und diese kann man ein wenig trainieren.

Fazit:

Ob Klask nun noch als Brett-/Gesellschaftsspiel durchgeht oder nicht, uns gefällt es. Sehr sogar. Wir mögen auch Tischfußball oder Airhockey. Solche Geräte sind für zu Hause allerdings teuer und benötigen jede Menge Platz. Klask nimmt auf dem Spieltisch im Gegensatz zu vielen anderen Brettspielen gar nicht so viel Platz ein, es lässt sich nach dem Spielen komplett in seinem Karton verstauen und kann in die Ecke gestellt werden.

Dass man auch ohne in einziges eigenes Tor eine Partie für sich entscheiden kann, mag etwas ungewöhnlich anmuten. Doch wem das Tore schießen nicht sonderlich liegt, der kann sich auf die Abwehr konzentrieren und versuchen die weißen Magnete in Richtung des Gegners zu katapultieren. Diese verschiedenen Möglichkeiten an Punkte zu gelangen, macht den besonderen Kniff aus. So ist nicht automatisch derjenige siegreich, der den Ball am härtesten erwischt und im Tor versenkt, sondern wer mit etwas Gefühl das Geschehen auf dem Spielfeld besser steuern kann. Liegt der Ball direkt neben einem weißen Magneten kommt es auf das richtige Gespür an vorsichtig den Ball heraus zu holen ohne den Magneten anzuziehen.

Der Tisch auf dem gespielt wird, kann auf das Spielerlebnis wirken, wenn er nicht exakt gerade steht und dadurch die Bewegung der Kugel beeinflusst wird. Aber seien wir mal ehrlich, bei einer Partie bleibt es eh nie und mit Seitenwechsel kann zumindest für einen fairen Ausgleich gesorgt werden, weil dann beide Spieler den Vor- bzw. Nachteil zu spüren bekommen. Bis ein Spieler sechs Punkte zusammen hat, vergeht meist nicht viel Zeit, sodass sich auch Zuschauer (bei Turnierserien) nicht lange langweilen müssen. Zudem wird bei den Partien anderer gerne mitgefiebert wenn die Kugel nur ganz knapp am Tor vorbei rollt oder es kommt Schadenfreude auf, wenn ein Spieler die komplette Kontrolle über seine Figur verliert oder selbige im eigenen Tor versenkt. Dann hört man auch, woher der Name des Spiels kommt – KLASK! Ohne Vorerfahrung kann jeder Spieler schnell einsteigen. Selten hat ein so einfaches Spielprinzip in unseren Spielgruppen so großen Zuspruch gefunden.

Wertungsnote 5/6

Verlag: Game Factory
Autor(en): Mikkel Bertelsen
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 Spieler
Dauer: 15 Minuten

Vielen Dank an Game Factory für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

Wer jetzt Lust bekommen hat Klask selbst auszuprobieren sollte vielleicht lieber auf die Neuauflage von Game Factory im Sommer warten. Durch einen neuen Produzenten soll die Qualität verbessert werden, da einige Exemplare der aktuellen Auflage wohl Unschönheiten bei der Holzverarbeitung aufweisen können.

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3 Gedanken zu “Klask

  1. Pingback: Let’s Party! | Brettspielpoesie

    • Hallo Michael,
      vielen Dank für Deinen aufmerksamen Kommentar. Ich schreibe in die Übersicht immer über das von mir rezensierte Spiel. In diesem Fall ist es ein Exemplar der Game Factory, dass erst auf der Spielwarenmesse 2017 vorgestellt wurde. Klask ist erstmalig sogar schon 2014 in Dänemark erschienen. 2015 gab es dann verschiedene Versionen, darunter auch eine internationale mit enthaltener deutscher Anleitung. Aber eben nicht beim Verlag Game Factory.

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