Plan B für Einsteiger?

Cover / Foto: Brettspielpoesie
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt Spiele, die kennt eigentlich jeder, auch Personen, die sich nur selten mit Spielen beschäftigen. Ich habe noch nie erlebt, dass ich jemandem Kniffel oder Memory erklären musste, diese Begriffe sind einfach überall bekannt. Solche Spiele sind auch überall erhältlich. Doch unter Brettspielern sind diese Spieler eher weniger beliebt. Weil sie sich nicht frisch anfühlen, weil die Mechanismen überholt erscheinen. Dennoch scheint die Nachfrage da zu sein, der Mensch kauft eben gerne, was er kennt. Oft fehlt die Bereitschaft sich neue Regeln zu erarbeiten, bei bekannten Spielen ist das nicht notwendig. Und wer moderne Brettspiele nicht kennt, weiß eben auch nicht was er verpasst. Warum also nicht mit etwas ködern, dass sich so ähnlich spielt, aber dennoch einen eigenen Kniff bereit hält, der es frischer wirken lässt. Ich habe mir einige solcher Spiele angeschaut, die aktuell erschienen sind und möchte euch diese nun vorstellen.

Color Brain

Cover / Foto: Game Factory

Color Brain besteht aus Fragen,
geantwortet wird nur mit Farben.
Klingt einfach, meint ihr!?
Solltet es mal selbst probier’n.
Selbst bei Logos, die viele kennen,
ist es schwer alle Farben zu benennen.
Manche Frage leichter als gedacht,
andere Antworten haben überrascht.
Hier wird einem wirklich bewusst,
was mit Farben alles möglich ist.
Ob im Team oder allein,
wer wird der Sieger sein?

Claim / Claim 2

Claim Cover / Foto: Brettspielpoesie

Stichspiele gibt es viele auf der Welt,
die meisten kosten auch nicht viel Geld.
In kleiner Schachtel ein paar Karten,
kurze Regel, schon kann man starten.
Eine Eigenschaft sie sich oft teilen,
mindestens drei Spieler müssen es sein.
Doch das gilt nun endlich nicht mehr,
mit diesen Spielen für genau 2 Spieler.

Der 12. Juli oder „Der Tag der Kuh“

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt so Dinge, die kann man sich nicht ausdenken. Ich stolpere immer wieder beim Radio hören oder in den sozialen Medien darüber, was für ein „besonderer“ Tag doch heute sei. Ob nun der internationale „Tag der Jogginghose“ am 21. Januar, der „Tag des Kusses“ am 06. Juli, der „Tag des Rock’n’Roll“ drei Tage später oder der „Tag des Bieres“ am 23. April – Gefühlt steht mittlerweile jeder Tag für irgend etwas. Und so verwundert es dann auch nicht mehr so sehr, wie viele Tier-Feiertage es gibt. Darunter auch den Umarme-ein-Schaf-Tag am 26. Oktober diesen Jahres oder National Hug-a-sheep-day, wie er in den USA genannt wird. Dies ist ein nationaler Tag, von dem ich bis vor kurzem gar nichts wusste, doch nun würde ich zu diesem Tag gerne in die USA reisen und dem Namen des Tages alle Ehre machen ;-)

13 Indizien

13 Indizien Cover
Cover / Foto: Game Factory

Für die einen ist die 13 eine Glückszahl, doch abergläubische Menschen sehen in ihr meist die Verkörperung des Unglücks. Erst recht wenn der dreizehnte Tag eines Monats auf einen Freitag fällt, werden alle unglücklichen Geschehnisse dieser Zahl zugerechnet. Doch darum geht es im Spiel 13 Indizien überhaupt nicht. Stattdessen wird es die Aufgabe eines jeden Spielers aus exakt 13 Indizien die drei zu identifizieren, die zur Lösung seines Falls nötig sind. Denn sie geben Informationen zum Ort des Geschehens, zur verwendeten Waffe und zum Täter preis. In diesem Deduktionsspiel werden die Spieler selbst zu Ermittlern und versuchen ihren Fall vor allen Mitspielern gelöst zu bekommen.

Speed Colors

Speed Colors Cover
Cover / Foto: Game Factory

Wer von euch regelmäßig auf diesem Blog unterwegs ist, weiß dass hier nur selten Kinderspiele rezensiert werden. Und wenn doch, sind meist Schafe enthalten, da ich um solche Spiele nur schwer einen Bogen machen kann. Doch auf der Spiel’17 in Essen habe ich alle Game Factory-Neuheiten kurz anspielen können und Speed Colors hat mir auf Anhieb sehr gefallen. In einer Gruppe mit Erwachsenen, also dachte ich mir dieses Spiel mal genauer unter die Lupe zu nehmen und mit meinen Spielgruppen zu testen. Das Ergebnis aus diesen Partien, möchte ich euch nun vorstellen.

BONK

BONK Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

2017 schaffte es das Geschicklichkeitsspiel Klask auf die Empfehlungsliste der Spiel des Jahres-Jury. Zwei Spieler können sich dabei mit ihren Figuren, die über Magnete auf der Unterseite des Spielbretts gesteuert werden, heiße Gefechte leisten. Wollen mehr Spieler daran teilnehmen, war bisher ein Turnier-Modus notwendig. Auf der diesjährigen Spiel in Essen konnte man allerdings erste Blicke auf eine runde Version von Klask für vier Spieler erhaschen. Leider habe ich es nicht geschafft, diese Version anzuspielen. Stattdessen konnte ich BONK spielen, den Nachfolger im Programm von Game Factory. Ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem man mit kleinen Stahlkugeln versucht, die größere Holzkugel in das gegnerische Tor zu befördern. Das sorgt für kurzweiligen Spaß und möchte ich euch hier im Detail vorstellen.

Sommergewinnspiel

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Klask! Dieses Geräusch will man bei dem gleichnamigen Spiel lieber nicht hören, zumindest nicht von der eigenen Spielfigur ;-) Ihr wisst jetzt noch nicht worum es geht? Dann lege ich euch meine Rezension zu Klask ans Herz. Ein blaues Spielfeld, ein Ball, drei magnetische „Pinöppel“, zwei magnetische Spielfiguren – Der geschicktere Spieler gewinnt. Dabei geht es nicht nur ums Tore schießen, auch ganz ohne eigenes Tor kann man hierbei gewinnen. Und das nicht nur durch gegnerische Eigentore, sondern auch durch weitere generische Fehler, zu denen man das Gegenüber vielleicht drängen konnte. Ganz egal mit welcher Strategie man versucht zu siegen, es kann nur einen geben.

Tubyrinth

Tubyrinth Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Logikrätsel eignen sich super als Apps fürs Handy oder Tablet. Wenn einem alleine mal langweilig ist, kann man sich der geistigen Herausforderung stellen. Zum Beispiel komisch vorgeformte Rohre zwischen zwei Wasserleitungen so zu verlegen, dass das Wasser dazwischen fließen kann. Das war wohl auch vermutlich der Initialgedanke für dieses Brettspiel, denn als App habe ich dies bereits häufiger gesehen. Das Männchen mit dem orange-farbenen Bauhelm auf dem Cover erinnert mich direkt an Bob, den Baumeister. Rohre verlegen? „Können wir das schaffen?“ – „Yo, wir schaffen das!“. Wir, weil sich in diesem Spiel bis zu sechs Personen beim Rohre verlegen messen können. Auch alleine kann man sich der Herausforderung stellen. Doch wie spaßig ist das und welche Gründe kann es geben, dass man solo nicht doch lieber zur App greift?

Klask

Klask Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Laut Duden wird ein Brettspiel als „Unterhaltungsspiel, das mit Figuren oder Steinen auf einem Spielbrett gespielt wird“ definiert. Ein Gesellschaftsspiel ist demnach ein „unterhaltendes Spiel, das von mehreren Kindern oder Erwachsenen zusammen gespielt wird“. Wikipedia beschreibt ein Brettspiel als Gesellschaftsspiel, dessen Hauptelement ein Spielbrett ist. Bei Klask kann man sich schnell die Frage stellen, ob es wirklich noch ein Brettspiel im eigentlichen Sinne ist. Dabei besteht das Hauptelement aus Holz, also einem Brett und gespielt wird auch. Nur eben anders, als bei den meisten Brettspielen. Dabei gibt es unter den Brettspielen doch einige Geschicklichkeitsspiele und Klask ist ein eben solches.