Kurz & Klein: Artbox / Fiesta de los Muertos / Last Message / So Kleever!

Artbox - Fiesta de los Muertos - Last Message - So Kleever! Cover
Artbox – Fiesta de los Muertos – Last Message – So Kleever! – Cover / Foto: Brettspielpoesie

Ich hatte 2019 begonnen, kleine und schnell vorgestellte Spiele nicht mehr in die starre Rezensionsstruktur zu pressen. Stattdessen möchte ich ähnliche Spiele, die irgendeine Gemeinsamkeit haben nicht kurz und klein hacken, wie der Titel es vermuten lassen könnte, sondern einfach gesammelt vorstellen. So bekommt ihr heute einen Überblick über das jeweilige Spielprinzip und meine Gedanken zu gleich vier Spielen. Diese Spiele zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht zu zweit spielbar sind, stattdessen eher größere Gruppen erfordern. Und solche Spiele hatten es in den vergangenen eineinhalb Jahren schwer auf dem Tisch zu landen. Doch mittlerweile konnte ich genug Einblicke erlangen um euch heute moderne Kunst bei Artbox, Erinnerung an die Toten bei Fiesta de los Muertos, lückenhafte Informationsübermittlung bei Last Message und clevere Wort-Verbindungen bei So Kleever! vorzustellen.

Kurz & Klein – Kai Piranja / Dust in the Wings / GOLD

Heute möchte ich euch mal wieder drei Spiele vorstellen, die auf den ersten Blick doch sehr unterschiedlich erscheinen. Sie kommen in verschiedenen Schachtelgrößen daher: Von Dust in the Wings in großer, quadratischer Schachtel über Kai Piranja in kleiner, quadratischer Schachtel bis hin zu GOLD in winziger Metallschachtel ist alles dabei. Die Verlage sind unterschiedliche, die Autoren ebenfalls und auch die Mechanismen unterscheiden sich gänzlich. Doch eine Gemeinsamkeit lässt sich finden: Sie sind alle nicht sehr komplex, die BGG Weight Ratings liegen lediglich bei 1 – 1,33. Außerdem gelange ich bei allem zu einem sehr ähnlichen Fazit: Es sind gut durchdachte Spiele, die in bestimmten Runden super funktionieren und auch Spaß machen. Sie machen aber auch nichts wirklich besonders, um sich von anderen Spielen abzuheben und auch erfahrene Spieler über längere Zeit zu fesseln.

Plan B für Einsteiger?

Cover / Foto: Brettspielpoesie
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt Spiele, die kennt eigentlich jeder, auch Personen, die sich nur selten mit Spielen beschäftigen. Ich habe noch nie erlebt, dass ich jemandem Kniffel oder Memory erklären musste, diese Begriffe sind einfach überall bekannt. Solche Spiele sind auch überall erhältlich. Doch unter Brettspielern sind diese Spieler eher weniger beliebt. Weil sie sich nicht frisch anfühlen, weil die Mechanismen überholt erscheinen. Dennoch scheint die Nachfrage da zu sein, der Mensch kauft eben gerne, was er kennt. Oft fehlt die Bereitschaft sich neue Regeln zu erarbeiten, bei bekannten Spielen ist das nicht notwendig. Und wer moderne Brettspiele nicht kennt, weiß eben auch nicht was er verpasst. Warum also nicht mit etwas ködern, dass sich so ähnlich spielt, aber dennoch einen eigenen Kniff bereit hält, der es frischer wirken lässt. Ich habe mir einige solcher Spiele angeschaut, die aktuell erschienen sind und möchte euch diese nun vorstellen.

Color Brain

Cover / Foto: Game Factory

Color Brain besteht aus Fragen,
geantwortet wird nur mit Farben.
Klingt einfach, meint ihr!?
Solltet es mal selbst probier’n.
Selbst bei Logos, die viele kennen,
ist es schwer alle Farben zu benennen.
Manche Frage leichter als gedacht,
andere Antworten haben überrascht.
Hier wird einem wirklich bewusst,
was mit Farben alles möglich ist.
Ob im Team oder allein,
wer wird der Sieger sein?

Claim / Claim 2

Claim Cover / Foto: Brettspielpoesie

Stichspiele gibt es viele auf der Welt,
die meisten kosten auch nicht viel Geld.
In kleiner Schachtel ein paar Karten,
kurze Regel, schon kann man starten.
Eine Eigenschaft sie sich oft teilen,
mindestens drei Spieler müssen es sein.
Doch das gilt nun endlich nicht mehr,
mit diesen Spielen für genau 2 Spieler.

Der 12. Juli oder “Der Tag der Kuh”

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt so Dinge, die kann man sich nicht ausdenken. Ich stolpere immer wieder beim Radio hören oder in den sozialen Medien darüber, was für ein “besonderer” Tag doch heute sei. Ob nun der internationale “Tag der Jogginghose” am 21. Januar, der “Tag des Kusses” am 06. Juli, der “Tag des Rock’n’Roll” drei Tage später oder der “Tag des Bieres” am 23. April – Gefühlt steht mittlerweile jeder Tag für irgend etwas. Und so verwundert es dann auch nicht mehr so sehr, wie viele Tier-Feiertage es gibt. Darunter auch den Umarme-ein-Schaf-Tag am 26. Oktober diesen Jahres oder National Hug-a-sheep-day, wie er in den USA genannt wird. Dies ist ein nationaler Tag, von dem ich bis vor kurzem gar nichts wusste, doch nun würde ich zu diesem Tag gerne in die USA reisen und dem Namen des Tages alle Ehre machen ;-)

13 Indizien

13 Indizien Cover
Cover / Foto: Game Factory

Für die einen ist die 13 eine Glückszahl, doch abergläubische Menschen sehen in ihr meist die Verkörperung des Unglücks. Erst recht wenn der dreizehnte Tag eines Monats auf einen Freitag fällt, werden alle unglücklichen Geschehnisse dieser Zahl zugerechnet. Doch darum geht es im Spiel 13 Indizien überhaupt nicht. Stattdessen wird es die Aufgabe eines jeden Spielers aus exakt 13 Indizien die drei zu identifizieren, die zur Lösung seines Falls nötig sind. Denn sie geben Informationen zum Ort des Geschehens, zur verwendeten Waffe und zum Täter preis. In diesem Deduktionsspiel werden die Spieler selbst zu Ermittlern und versuchen ihren Fall vor allen Mitspielern gelöst zu bekommen.

Speed Colors

Speed Colors Cover
Cover / Foto: Game Factory

Wer von euch regelmäßig auf diesem Blog unterwegs ist, weiß dass hier nur selten Kinderspiele rezensiert werden. Und wenn doch, sind meist Schafe enthalten, da ich um solche Spiele nur schwer einen Bogen machen kann. Doch auf der Spiel’17 in Essen habe ich alle Game Factory-Neuheiten kurz anspielen können und Speed Colors hat mir auf Anhieb sehr gefallen. In einer Gruppe mit Erwachsenen, also dachte ich mir dieses Spiel mal genauer unter die Lupe zu nehmen und mit meinen Spielgruppen zu testen. Das Ergebnis aus diesen Partien, möchte ich euch nun vorstellen.

BONK

BONK Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

2017 schaffte es das Geschicklichkeitsspiel Klask auf die Empfehlungsliste der Spiel des Jahres-Jury. Zwei Spieler können sich dabei mit ihren Figuren, die über Magnete auf der Unterseite des Spielbretts gesteuert werden, heiße Gefechte leisten. Wollen mehr Spieler daran teilnehmen, war bisher ein Turnier-Modus notwendig. Auf der diesjährigen Spiel in Essen konnte man allerdings erste Blicke auf eine runde Version von Klask für vier Spieler erhaschen. Leider habe ich es nicht geschafft, diese Version anzuspielen. Stattdessen konnte ich BONK spielen, den Nachfolger im Programm von Game Factory. Ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem man mit kleinen Stahlkugeln versucht, die größere Holzkugel in das gegnerische Tor zu befördern. Das sorgt für kurzweiligen Spaß und möchte ich euch hier im Detail vorstellen.

Sommergewinnspiel

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Klask! Dieses Geräusch will man bei dem gleichnamigen Spiel lieber nicht hören, zumindest nicht von der eigenen Spielfigur ;-) Ihr wisst jetzt noch nicht worum es geht? Dann lege ich euch meine Rezension zu Klask ans Herz. Ein blaues Spielfeld, ein Ball, drei magnetische “Pinöppel”, zwei magnetische Spielfiguren – Der geschicktere Spieler gewinnt. Dabei geht es nicht nur ums Tore schießen, auch ganz ohne eigenes Tor kann man hierbei gewinnen. Und das nicht nur durch gegnerische Eigentore, sondern auch durch weitere generische Fehler, zu denen man das Gegenüber vielleicht drängen konnte. Ganz egal mit welcher Strategie man versucht zu siegen, es kann nur einen geben.