3 Spiele – 1 Mechanismus: Roll’n’Write

Roll'n'Write Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Wieder ist es an der Zeit für mich etwas Neues auszuprobieren. Ich habe einige Spiele hier, die ich euch gerne vorstellen möchte, zu denen es aber im Detail gar nicht so viel zu schreiben gibt. Außerdem haben sie untereinander große Ähnlichkeiten, sodass ich mich entschieden habe sie euch gemeinsam vorzustellen. Ich hoffe, dass dies auch in eurem Sinne ist, da ihr dann einen direkten Vergleich bekommt, der euch bei eurer Kaufentscheidung vielleicht helfen kann.

Weiterlesen

Forbidden Sky

Forbidden Sky Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

Schon bei der Einleitung in dieses Spiel, wird einem schnell klar, welcher Autor dahinter steckt. Matt Leacock hat mit Pandemie ein Spiel erschaffen, welches heutzutage schon fast als Genre gilt. Nicht selten nutzten wir den Satz: „Das spielt sich so ähnlich wie Pandemie“ und sofort wissen unsere Mitspieler worum es geht. Pandemie ist sowohl thematisch als auch spielmechanisch auf Kennerniveau anzusiedeln, einige Jahre später wurde das Spielprinzip auch Einsteigern zugänglich gemacht. Bei Die verbotene Insel finden sich die Spieler auf einer im Meer versinkenden Insel wieder, auf der sie Artefakte finden müssen, um sie verlassen zu können. Einige Jahre später befand sich dieselbe Forschergruppe bei Die verbotene Stadt in der Wüste wieder, wo sie abgestürzt waren. Im Kampf gegen Hitze und Wind mussten sie die Wrackteile finden, um ein neues Fluggerät zu errichten. Und nun sind die Forscher plötzlich auf einer Raumstation einem heftigen Unwetter mit Blitzen und Sturm ausgesetzt und müssen gar eine Rakete mit Strom versorgen, um mit ihrer Hilfe zu fliehen.
Weiterlesen

Brikks

Brikks Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Für Wolfgang Warsch war 2018 ein wirklich erfolgreiches Jahr, von seinen ersten vier Veröffentlichungen im Frühjahr wurden gleich drei von der SdJ-Jury zum Spiel bzw. Kennerspiel des Jahres nominiert. Darunter das clevere Würfelspiel Ganz schön clever! Nun ist beim gleichen Verlag, nämlich Schmidt Spiele, ein weiteres Würfelspiel aus seiner Feder entstanden. Ebenfalls in der Reihe „Klein & Fein“ lässt sich nun analog das beliebte Gameboy-Spiel Tetris spielen. Und das funktioniert auf dem Papier auch im Wettlauf gegen echte Mitspieler. Natürlich tritt dieses Würfelspiel dabei in große Fußstapfen, bei so vielen Parallelen zu dem Gameboy-Klassiker muss das Spiel sich auch daran messen lassen.

Weiterlesen

Agentenjagd

Agentenjagd Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

Den Start in das Jahr 2018 hatte man bei Schmidt Spiele sicher etwas anders geplant. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg wurde das Spiel Agentenjagd mit speziellen Aktionen und dem passend gekleideten Schauspieler Friedrich Liechtenstein als Agent vor Ort gepusht, es sollte die innovative Spielidee sein, mit der man sich am Markt hervor heben wollte. Doch dann kam wa(r)s(ch) dazwischen ;-) Gemeint ist der Erfolg der beiden Veröffentlichungen des Newcomer-Autors bei Schmidt Spiele (Die Quacksalber von Quedlinburg, Ganz schön clever!), welche beide zum Kennerspiel des Jahres nominiert wurden und eines den Titel auch gewinnen konnte. Daneben ist der hoffnungsvolle Titel, der Brettspiel und App vereint, etwas untergegangen. Doch heute möchte ich ihn euch vorstellen.  Weiterlesen

Race to the New Found Land

Race to the New Found Land Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

Der Hans im Glück Verlag veröffentlicht in jedem Spielejahrgang nur wenige Spiele, diese sind dafür qualitativ meist ganz vorne mit dabei. Dabei spricht der Verlag keine starre Zielgruppe an, vom Familienspiel bis zum Vielspieler-Highlight kann alles dabei sein. So konnte der Verlag in den Jahren 2014 und 2016 den Deutschen Spielepreis zu Recht ergattern. Da in Essen 2017 mir Majesty ein eher klassisches Familienspiel veröffentlicht wurde, waren die Hoffnungen große in die erste Neuheit 2018 mit diesem merkwürdigen Titel. Race to the New Found Land könnte als Wettlauf nach Neufundland verstanden werden, doch die englische Sprache bietet noch eine weitere Interpretation. Vor allem da die Worte getrennt voneinander geschrieben wurden, kann es auch als Wettrennen um das neu gefundene Land verstanden werden. Beides erscheint passend, doch was steckt genau dahinter?

Weiterlesen

Die Quacksalber von Quedlinburg

Die Quacksalber von Quedlinburg Cover

Cover / Schmidt Spiele

Quacksalber, ein merkwürdiges Wort. Es soll aus einer Aneinanderreihung der Worte quaken als Synonym für quatschen oder prahlen und Salber, also eine Person, die Salben verkauft, entstanden sein und geht damit auf die Zeit der Marktschreier zurück. In diesem Fall der Personen, die auf den Märkten für ihre Salben oder sonstige obskure Heilmethoden geworben haben. Wird Jemand als Quacksalber bezeichnet, wirft man ihm vor ohne notwendige Qualifikation oder Befugnis die Heilkunde auszuführen. Klingt eigentlich wenig erstrebenswert. Doch in diesem Spiel von Wolfgang Warsch, dem Shootingstar des aktuellen Jahrgangs, wollen wir uns die Eigenschaften eines waschechten Kurpfuschers aneignen und in unseren Kesseln merkwürdige Zutaten zusammen schmeißen. Diesen Tränke werden selbstverständlich mit Knallerbsen gestreckt, da die guten Zutaten alleine natürlich viel zu wertvoll wären. Wir wollen ja für unseren Geldbeutel das Beste heraus holen, wenn wir unser Gebräu auf dem Markt anbieten.

Weiterlesen

Ganz schön clever!

Ganz Schön Clever Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

Würfelspiele sind häufig vom Glück bestimmt. Dabei müssen in der Regel alle Spieler damit leben, wie die Würfel fallen. Doch immer wieder schaffen es Autoren diesen zufälligen Anteil zu minimieren. Nach Noch Mal! im vergangenen Jahr, hat Schmidt Spiele im aktuellen Jahrgang wieder ein Würfelspiel in sein Programm aufgenommen. Die Serie „Klein & Fein“ wurde somit um ein weiteres Spiel bereichert, dessen Namen im Spiel oft referenziert wird. Während das Würfelspiel von Inka und Markus die Spieler animiert „Noch Mal!!, „Noch Mal!“ und „Noch Mal!“ zu rufen, hört man bei Ganz schön clever regelmäßig Aussagen wie „Das war jetzt aber ganz schön clever!“, wenn es einem Spieler gelingt interessante Kettenzüge auszulösen. Und frei nach der Redewendung „schlau wie ein Fuchs“, spielen auch diese intelligenten Tiere eine kleine Rolle.

Weiterlesen

Die Gefährten des Marco Polo

Die Gefährten des Marco Polo Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

In meiner Rezension zum Sieger des Deutschen Spielepreis 2015, Auf den Spuren von Marco Polo, habe ich den enormen Wiederspielreiz durch die vielen variablen Elemente hervor gehoben, die jede Partie etwas anders erscheinen lassen und andere Strategien erfordern. Man könnte meinen, dass ein solch variables Spiel gar keine Erweiterung benötigt. Zum Gewinn des DSP gab es bereits eine Mini-Erweiterung, die unter anderem auch neue Charaktere enthielt. Doch vergangenes Jahr war es dann so weit und Hans im Glück präsentierte Die Gefährten des Marco Polo. Wer möchte kann nun mit den Töchtern, der Frau oder dem Sklaven Marco Polos spielen. Es ist eine modulare Erweiterung, mit zusätzlichem Spielplan und vor allem der Möglichkeit einen fünften Spieler teilhaben zu lassen. Doch möchte man das überhaupt?

Weiterlesen

Auf den Spuren von Marco Polo

Auf den Spuren von Marco Polo Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

Marco Polo war ein venezianischer Händler, der sich im 13. Jahrhundert, nach dem Vorbild seines Vaters und Onkels, auf eine Reise von Venedig durch China bis nach Beijing machte. Doch bestehen bis heute Zweifel, ob er die Reise, über die er so ausführlich berichtete, auch tatsächlich angetreten hat. Einige Stellen sind nämlich so oberflächlich beschrieben, wie man es nur von Jemanden erwarten würde, der reines Hörensagen wiedergibt. Bekanntheit hat er dennoch erlangt und er steht sinnbildlich für diese Erkundung des Ostens der Welt. Sogar einer der Marktführer in Bezug auf Reiseführer benannte sich nach seinem Vorbild. Die anderen Charaktere im Spiel sind nachweislich weit gereist und kennen das Mongolenreich sehr gut. Marcos Vater Niccolò und dessen Bruder Matteo besuchten nach Konstantinopel ihren Bruder Marco in seinem Kontor auf der Krim und verfolgten damit eine ähnliche Route wie Wilhelm von Rubruk zuvor. Dieser bleib einige Zeit am Hof der Dschigis Khan-Nachfolger und gilt bis heute als Experte für das Mongolenreich. Auch Nachfolger von Dschingis Khan stehen als Charaktere zur Verfügung und weitere historische Persönlichkeiten aus dieser Zeit.

Weiterlesen

Würfelei hoch zwei

Brettgeschichte Logo

Logo / Foto: Brettspielpoesie

Heute geht es um Würfelspiele, die einen lieben sie, andere hassen sie. Wohl eines der bekanntesten Würfelspiele ist Kniffel, wer kennt es nicht? Mit fünf Würfeln sollen Pasche (merkwürdige Mehrzahl…), Straßen und andere Kombinationen von Würfelaugen gewürfelt werden, um Punkte zu erhalten. So weit, so langweilig. Jede Kombination darf nur einmalig markiert werden, pro Zug darf drei Mal gewürfelt werden, die Mitspieler schauen nur zu. Das sind gern genannte Kritikpunkte an dem Kniffel-Prinzip. Doch gibt es mittlerweile jede Menge Würfelspiele, bei denen man ebenfalls auf einem Wertungsblatt etwas ankreuzt, aber bei denen die Mitspieler einbezogen werden. Und um zwei solcher Spiele soll es heute gehen. Weiterlesen