Cards against …

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In der heutigen Mittagspause konnte ich ein wenig die Sonne genießen und über das Thema der heutigen Brettgeschichte nachdenken. Doch irgendwie wollte mir nichts so wirklich einfallen. Für die kommenden Wochen habe ich bereits interessante Themen, die ich aus diversen Gründen nicht einfach vorziehen konnte, also ging die Suche weiter. Bis ich bei Facebook eine Werbeanzeige entdeckt habe, die mich sehr irritierte. Eigentlich hätte ich gar nicht darauf reagiert, doch heute riskierte ich einen Blick und muss nun meinem Erstaunen freien Lauf lassen…

Als Informatiker bin ich ein wenig sensibilisiert für Fake-Angebote im Internet. Wenn ich dann einen Werbe-Beitrag in den sozialen Medien entdecke, der Begriffe wie „Limited Edition!“ und „30% OFF“ sowie „HIDDEN DISCOUNT CODE!! MUST END SOON!! NOW CHEAPER THAN EVER!!“ verwendet, reagiere ich erstmal sehr skeptisch. Auch wenn in den Kommentaren angeblich nur zufriedene Besteller schreiben, würde ich über eine solche Seite aus Selbstschutz nichts bestellen. Doch das Spiel an sich machte mich neugierig, ich wollte wissen ob es wirklich existiert. Immerhin wird ein stolzer Verkaufspreis von 78.63€

Angepriesen wurde Cards against Disney, eine scheinbar auf 1.000 Stück limitierte Disney-Version des erfolgreichen Partyspiels Cards against Humanity, bei dem das Niveau sehr schnell, sehr tief sinkt. Die Originalversion würde mich ja durchaus mal interessieren, immerhin hat es sogar ein Bekannter zu Silvester gespielt, der sonst eher zu den Spielverweigerern gehört ;-) Gibt man bei Boardgamegeek nur „Cards Against“ ein, findet man eine lange Liste von Spieltiteln, darunter jedoch kein Disney. Bei Instagram hingegen findet man mehrere Einträge von Spielern, die es wohl tatsächlich auf dem Tisch hatten. Wie ich schon häufiger habe verlauten lassen, zieht Disney bei mir eigentlich einfach immer, aber hiermit kann ich mich absolut nicht anfreunden. Disney ist für mich eine heile Welt, mit Prinzessinnen auf der Suche nach der wahren Liebe. Alles ist so rein und unschuldig…Und das ist in meinen Augen in keinster Weise mit dem Cards Against-Fäkalhumor zu vereinbaren. Was ich da bei Instagram lesen musste, lässt mich eher fremdschämen, als dass es mich auch nur zum Schmunzeln verleiten würde. Und dabei bin ich eigentlich gar nicht so zart besaitet, ich habe z.B. durchaus Spaß an Spielen wie Word Slam Midnight, Codenames Undercover oder auch dem ab 18 Jahren empfohlenen Bam! Extrahart. Aber bei Disney hört der Spaß bei mir dann auf ;-)

Kennt ihr das auch? Habt ihr Themen, die ihr in Brettspielen nicht akzeptieren könnt? Dann schreibt darüber in den Kommentaren, ich freue mich auf euer Feedback!

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