King of Tokyo – Vorher / Nachher

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Foto: Brettspielpoesie

King of Tokyo ist im Jahre 2011 erstmals als deutsche Version erschienen, damals wurde dieses iello-Spiel des Autors Richard Garfield noch durch den Heidelberger Spieleverlag vertrieben. Es wird gerne als moderne Kniffel-Variante beschrieben und spielte sich schnell in die Herzen vieler Spieler. Dieses etwas gemeine Würfelspiel um die monströse Vorherrschaft in Tokyo bekam bereits fünf Jahre später neue Illustrationen. Dabei wurden auch gleich zwei Monster ausgetauscht. Nur vier Jahre später erscheint erneut eine aktualisierte Version: King of Tokyo – Dark Edition, scheint wie eine kleine Liebeserklärung an passionierte King of Tokyo-Spieler. Der Vertrieb der deutschen Version liegt im Moment bei Huch! Ich möchte euch nun die Änderungen vorstellen, welche die aktuelle Version (mit aktualisierten Illustrationen) und die Dark Edition voneinander unterscheiden.

Der erste Unterschied fällt direkt beim Cover auf: Das ehemals quietschbunte Layout ist gewichen, nun herrscht Dunkelheit in Tokyos Straßen. Auffällig ist der fehlende Titel auf dem Frontcover, stattdessen wird der gesamte Platz dem Gigazaur gewidmet, welcher einen an den Hochhäusern vorbei direkt in die Augen zu schauen scheint. Auf dem vorherigen Cover bekamen dafür die fünf anderen Monster einen eigenen Platz eingeräumt. Für den Spieltitel muss der Blick nun auf die Längs- oder Rückseite schweifen.

King of Tokyo Cover / Foto: Brettspielpoesie

Die dunkle Farbgebung zieht sich durch das gesamte Spielmaterial. Auch die zuvor bunten, eher comichaften Zeichnungen der Karten wurden durch Kreaturen mit nur wenigen Farbakzenten in dunkler Nacht ersetzt. Einige Karten entsprechen denen der vorherigen Ausgabe, andere sind ganz neu hinzugekommen.

Powerkarten / Foto: Brettspielpoesie

Die Karten sind hier aber generell nur Beiwerk, das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Würfeln. Und diese sehen nicht nur richtig edel aus, sondern fühlen sich auch so an. Fast zu schade mit ihnen zu würfeln, da können sie sich doch nur bei abnutzen. ;) Statt schwarz und giftgrün sind die Würfel nun milchig grau und weiß, mit gelben Markierungen.

Der neue Spielplan ist nicht nur dunkel gehalten, er wurde auch etwas vergrößert. Die beiden Orte Tokyo City und Tokyo Bay sind nun nicht mehr die einzigen Elemente darauf. Es braucht auch Platz für die Bosheitsleiste, durch die Würfe mit den Zahlen 1 und 2 noch mehr belohnt werden. Eigentlich geht es bei King of Tokyo ja darum die anderen Monster zu besiegen und als „last monster standing“ die Partie zu beenden. Für den Kampf gegen das Monster in Tokyo oder aus Tokyo heraus gegen alle anderen werden Krallen als Würfelergebnisse benötigt. Die Blitze dienen dem Erwerb der Powerkarten, mit Herzen können sich die Spieler heilen, falls sie sich gerade nicht in Tokyo aufhalten. Die Zahlen 1, 2 und 3 bringen Siegpunkte, doch eigentlich möchte niemand wirklich über die Siegpunkte gewinnen.

Abbildung der neuen Bosheitsplättchen aus der King of Tokyo Dark Edition

Mit einem Drilling aus Einsen oder Zweien können die Spieler nun zusätzlich auf der Bosheitsleiste vorrücken und dort bis zu drei Plättchen erwerben, die für den Rest der Partie gewisse Fähigkeiten verleihen. Markiert werden kann der Fortschritt auf der Bosheitsleiste mit dem passenden Marker, welcher die bunte Pranke des eigenen Monsters zeigt. Diese finden auch einen passenden Platz im sehr aufgeräumten Schachtelinlay.

Monster / Foto: Brettspielpoesie

Doch nicht nur die Pranken stehen für die Monster, es gibt natürlich auch hier Pappaufsteller der Monster, die auf den Spielplan nach Tokyo gestellt werden können. Die Monster entsprechen denen der Erstauflage: Cyber Bunny und Kraken sind erneut dabei und ersetzen Cyber Kitty und Space Penguin aus der aktuellen Ausgabe.

Vergleich der Monster aus der aktuellen Verion von King of Tokyo und der Dark Edition
King of Tokyo Monster / Foto: Brettspielpoesie

Zu jedem der Monster gehört eine Monstertafel auf welcher der aktuelle Stand der Lebens- und Siegpunkte abgelesen werden kann. Wie zu erwarten, sind diese nun ebenfalls dunkel gehalten und neu illustriert, ihre Funktionen haben sich nicht verändert.

Monstertafeln / Foto: Brettspielpoesie

Als letzte Neuerung ist die Aktualisierung der weiteren Marker zu nennen. Zuvor zeigten grüne Würfel die aktuellen Energieladungen an, nun sind es grüne Blitze. Die Rauch-, Schrumpf- und Giftmarker haben jetzt einzigartigere Formen und lassen sich besser voneinander unterscheiden. Sie kommen nur über bestimmte Powerkarten zum Einsatz.

Genau genommen enthält diese Edition von King of Tokyo auch erstmals eine spezielle Regel für zwei Spieler, bei der es in Tokyo Energie anstelle von Siegpunkten gibt. Doch für eine interessante Partie King of Tokyo werden einfach mehr Spieler benötigt.

Fazit:

Mir gefällt diese Auflage richtig gut, ich mag den dunklen Touch des gesamten Spielmaterials, auf mich wirkt es sehr edel. Doch genau dieses Aussehen kann auch abschrecken, so haben wir es in unseren Spielegruppen erlebt. Die farbenfrohen Illustrationen der normalen Ausgabe sprechen vermutlich eine größere Zielgruppe an, als die düstere Variante. Auf der anderen Seite könnte ich mir genauso gut vorstellen dass manch ein Spieler vielleicht jetzt erst zugreift, weil die bunte Version nicht dem eigenen Geschmack entsprach.

Am Spielprinzip selbst hat sich nicht viel verändert. Als positives Element kann die neue Bosheitsleiste gesehen werden, doch dafür müsste auf Siegpunkte gespielt werden, was bei uns eher verpönt ist. Aber immerhin können dadurch völlig misslungene Würfe ausgeglichen werden. Wer aktuell über die Anschaffung einer Ausgabe von King of Tokyo nachdenkt, sollte schauen ob er diese Edition erhält. Doch auch mit der normalen Version erhalten die Spieler einen tollen Würfel-Absacker.

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