Spielwarenmesse 2018 – Vorschau Teil 1

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Anfang Februar ist es wieder so weit: Die Spielwarenmesse in Nürnberg öffnet für fünf Tage ihre Türen für Fachbesucher und Presse. Das lasse ich mir natürlich nicht nehmen und werde mich wieder für einen Tag auf die Reise machen, eine sicherlich anstrengende Reise. Um 04:20 Uhr starte ich am Braunschweiger Hauptbahnhof, den ich am Folgetag gegen 01:00 Uhr hoffentlich wieder erreiche. Danach habe ich zum Glück noch zwei Tage Wochenende, um mich zu erholen und meine Eindrücke für euch in Worte zu fassen. Heute möchte ich mit Teil 1 der Vorschau beginnen, allerdings habe ich noch gar nicht so richtig viele Informationen zu anstehenden Neuheiten. Beim Überfliegen dieser sind mir allerdings kleine Details aufgefallen, von denen ich euch heute berichten möchte.

Ein Name taucht dort sehr häufig auf: Wolfgang Warsch. Mir sagte dieser Name bisher nicht viel,er hat vor diesem Jahr auch nur wenige Spiele veröffentlicht. Dieses Jahr geht er meines Wissens gleich mit mindestens vier Spielen bei zwei Verlagen an den Start. Beim Nürnberger Spielkarten-Verlag sind das auch eher ungewöhnliche Spiele, die es umso spannender machen. Bei The Mind spielt man kooperativ über maximal 12 Runden, in denen man die Karten versucht von 1 bis 100 sortiert abzulegen. Im Gegensatz zu The Game vom gleichen Verlag, darf hierbei jedoch nicht kommuniziert werden. Viel mehr wird gar nicht verraten, die Spieler sollen dieses ungewöhnliche Experiment selbst erleben. Meine Aufmerksamkeit ist dem Spiel jedenfalls sicher. Ein weiteres neues Spielkonzept erscheint mit illusion. 110 farbige Karte mit Symbolen in rot, gelb, grün und blau stellen die Spieler vor die Herausforderung, Farbreihen anzulegen, bei denen der Farbanteil einer bestimmten Farbe immer größer wird. Doch wie weit kann man den Augen wirklich vertrauen?

Auch Schmidt Spiele haben scheinbar zwei Ideen des Autors überzeugt. Bei Die Quacksalber von Quedlinburg musste ich sofort an MUWINS denken, die erst vor Kurzem realisiert haben, dass scheinbar tatsächlich auf sie gehört wurde. Ihrer Forderung danach Brettspiele nicht mehr einfach nach nichtssagenden Städten zu benennen wurde zwar Folge geleistet, dafür werden die Spiele nun vermehrt nach deren Bewohnern benannt ;-) Das bunte Cover gefällt mir auf Anhieb und ich meine mich zu erinnern über dieses Spiel in irgendeinem Podcast mal Gutes gehört zu haben. Bei diesem Bag-Building-Spiel kombinieren wir Zutaten aus unseren Beuteln, um  mit dem Verkauf unserer Tränke wertvollere Zutaten zu erhalten, dürfen aber keinesfalls zu gierig werden.
Interessant finde ich ebenfalls die Tatsache, dass Schmidt Spiele nur zwei Jahre nach dem großen Erfolg von Noch Mal! von den Brands wieder ein Würfelspiel heraus bringt. Ein erster Blick auf die Anleitung lässt erahnen, dass bei Ganz schön clever mehr Regeln existieren und die Eintragen auf dem Spielplan etwas komplexer sind. Klingt nach einer gelungenen Würfelherausforderung. Doch auch für Noch Mal! gibt es was neues, nämlich die mittlerweile fünfte Würfelblock-Variante. Dazu gibt es noch keine Fotos, also noch sehr geheimnisvoll welche Anordnung der Felder uns darauf erwartet. Auf Twitter hat Markus Brand zumindest verraten, dass die Blöcke in Handarbeit vom Redakteur Torsten Gimmler entstehen. Die einzige Vorgabe der Autoren ist, dass in jeder Farbe die Blöcke 1-6 existieren und in jeder Spalte jede Farbe auftaucht.

Wenn wir schon bei Inka und Markus Brand sind, dürfen die Neuerscheinungen der Exit-Reihe natürlich nicht unerwähnt bleiben. Die unheimliche Villa für Fortgeschrittene ist ja bereits seit längerer Zeit angekündigt, soll im März verfügbar sein. Mit dem mysteriösen Museum bekommen wir im Mai wieder einen Teil für Einsteiger. Auch Profis gehen nicht leer aus, denn sie werden mit dem neuen Exit-Buch Journal 29 angesprochen. Wirft man einen genauen Blick auf den Autoren stellt man jedoch fest, dass das Autorenpaar der Exit-Reihe an diesem Buch nicht beteiligt war. Auf Amazon ist es in der englischen Version bereits verfügbar, neben einem Stift wird auch ein internetfähiges Smartphone oder Tablet benötigt. Es soll ganze 63 Rätsel enthalten, dennoch bin ich aktuell skeptisch, wie sich dieses Buch in die erfolgreiche Serie einreiht. Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren. Auch Abacusspiele geht mit seinem Escape Room-Spiel in die nächste Runde, es folgt der dritte Teil der Deckscape-Reihe zu einem Raub in Venedig. In diesem Jahr steht auch die nächste Fußball-Weltmeisterschaft an. Kosmos nimmt dies als Anlass für eine Machi Koro-Variante, bei der die Spieler nun z.B. ein Fußball-Stadion, Trainingsgelände, Clubhäuser und Imbissbuden errichten, um Geld einzunehmen.

Über das neue Hans im Glück-Spiel Race to New Found Land ist bisher nur wenig bekannt. Mit Schiffen, Karten und Plättchen versuchen die Spieler in vier Runden das neue Land zu erkunden, um an Reichtum, Macht und Stolz zu gelangen indem sie Aufträge und Zielkarten erfüllen. Strategiespiele von Hans im Glück sind immer einen Blick wert, vielleicht wird das erste Kennerspiel der beiden Autoren Martin Kallenborn und Jochen Scherer direkt ein Hit.

Dies war nur ein ganz kleiner Einblick, von dem was in zwei Wochen in Nürnberg vorgestellt wird, aber bis dahin kommen ja noch zwei weitere Brettgeschichten. Ich bin selbst gespannt, wie viel man in den kommenden Tagen noch erfährt.

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