The Game

The Game Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Der Gegner ist das Spiel. Ob alleine oder mit bis zu fünf Personen wird versucht, das Spiel zu bezwingen und alle Karten regelkonform auszuspielen. Achtung: Suchtgefahr!

Spielmaterial:

102 Karten, mehr wird für diesen Spielspaß nicht benötigt. Die Anleitung besteht lediglich aus einer gut verständlichen Doppelseite. Um den Spielablauf wirklich zu verinnerlichen, benötigt man jedoch eine Einführungsrunde.

Spielmechanismus:

Zwei Karten mit der Zahl 1 und einem Pfeil nach oben sowie zwei Karten mit einer 100 und einem Pfeil nach unten zeigen die Ablagestapel an. Nun versuchen die Spieler kooperativ ihre Karten auf- bzw. absteigend auf den jeweiligen Stapeln abzulegen. Dafür zieht jeder pro Runde abhängig von der Spieleranzahl 6-7 Karten auf die Hand und muss mindestens zwei davon ablegen. Somit entstehen zwangsläufig Lücken, da man nicht immer die passenden Karten auf der Hand hat. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, wieder in die andere Richtung zu legen und zwar wenn man eine Karte hat, die genau 10 Werte zurück liegt. Man darf den Mitspielern nicht verraten welche Karten man auf der Hand hat, aber man kann ihnen empfehlen auf bestimmten Ablagestapeln nichts zu legen, wenn man selber gut passende Karten dafür hat. Wenn man soweit kommt, dass der Nachziehstapel leer ist, muss man pro Runde nur noch eine Karte ablegen.

The Game Spielsituation
Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Das Spiel endet, wenn alle Karten abgelegt wurden oder ein Spieler keine Karte mehr nach den Regeln anlegen kann. Der Sieger ist im ersten Fall das Spieler-Team, im zweiten Fall das Spiel. Die Regeln klingen einfach, aber das Spiel zu besiegen ist keine Selbstverständlichkeit.

Spieleranzahl:

Mit Erhöhung der Spieleranzahl wird das Spiel schwieriger. Sich zu zweit abzustimmen ist eben einfacher, als zu viert oder fünft. Und es werden viel mehr Karten gelegt bis man selber wieder an der Reihe ist. Auch alleine ist das Spiel reizvoll, aber mit mehr Leuten, mit denen man gemeinsam das Ziel erreichen muss, macht es mehr Spaß.

Glücksfaktor?

Natürlich spielt bei gemischten Karten immer das Glück beim Karten aufnehmen eine Rolle. The Game ist jedoch nur zu gewinnen, wenn man seine Karten bedacht legt und sich mit den Mitspielern austauscht, damit jeder seine Karten möglichst sinnvoll ausspielen kann.

Fazit:

Man benötigt einige Runden um in das Spiel hinein zu kommen und die vermeintlich beste Strategie herauszufinden. Aber in den getesteten Spielrunden wurde immer bei allen der Ehrgeiz geweckt, weitere Runden zu spielen um das Spiel zu besiegen. Wenn dies gelungen ist, bietet die Anleitung Anpassungen der Schwierigkeit, indem man z.B. pro Runde mehr Karten legen muss. Ein einfaches Spielprinzip, aber ein Spielziel das nicht immer erreicht werden kann – eine gelungene Mischung.

Wertungsnote 5/6

Verlag: Nürnberger Spielkarten Verlag
Autor: Steffen Benndorf
Erscheinungsjahr: 2015
Spieleranzahl: 1-5 Spieler
Dauer: ca. 20 Minuten

Vielen Dank an den Nürnberger Spielkarten Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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5 Antworten auf „The Game“

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[…] The Game – ein Spiel, welches so vieles falsch macht, aber auch so vieles richtig: 2015 schaffte Steffen Benndorf dieses kooperative Kartenspiel, welches sogar auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres landete. Doch stand es auch durchaus in der Kritik, diese bezog sich jedoch keineswegs auf das Spielprinzip. Der Name stellt jedoch ein Problem dar, zumindest wenn man irgendwo danach sucht. Bei Boardgamegeek werden einem direkt 55 Seiten mit Einträgen zu dem Suchbegriff „The Game“ angezeigt, man muss auf der ersten Seite bis nach unten scrollen, um das richtige Spiel zu finden. Außerdem stören sich einige Gemüter am Artwork mit den düsteren Totenköpfen, weswegen die Schweizer von Game Factory eine neutralere Ausgabe veröffentlicht haben. Der Nürnberger Spielkartenverlag versuchte bereits im vergangenen Jahr mit The Game Extreme an den Erfolg anzuknüpfen. Diese „extreme“ Variante mit Sonderfunktionen für geübte Spieler konnten wir bisher noch nicht besiegen. Doch schon in diesem Jahr legt der NSV nach und zwar eine Version für genau zwei Spieler. Das ist mittlerweile bei vielen Spielen üblich, doch kann man The Game selbst auch ganz gut zu zweit spielen. Braucht man da noch eine eigene 2 Spieler-Variante? […]

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