Spielefamilie: The Game

Spielefamilie Logo

Spielefamilie Logo / Foto: Brettspielpoesie

Manches Mal bietet es sich einfach an, verschiedene Spiele bzw. Erweiterungen in einem Zug zu betrachten und nicht als einzelne Rezensionen zu veröffentlichen, daher werde ich nun ab und an Spielefamilien vorstellen. Es wird sicherlich keine regelmäßige Rubrik werden, sondern eher immer wenn es passt mal eingestreut und vielleicht auch eine bereits existierende Rezension verlinkt, wenn dazu bereits etwas veröffentlicht wurde. Auch heute geht es um eine Spielefamilie, aus der ich über den einen oder anderen Titel bereits geschrieben habe. Das neueste Mitglied hat mich dazu veranlasst euch heute einen Überblick über die gesamte Spielefamilie zu geben.

The Game

Mit nur 102 Karten ist Steffen Benndorf ein tolles Spielerlebnis gelungen: Gemeinsam versuchen die Spiele ihre Handkarten abzulegen, es gibt nur vier Stapel dafür: Zwei auf denen aufsteigend abgelegt werden muss und zwei zur absteigenden Ablage. Nach jedem Zug werden Karten nachgezogen, bis entweder ein Spieler keine Karte mehr regelkonform legen kann oder alle Karten des Spiels korrekt abgelegt wurden. Die Kommunikation ist natürlich eingeschränkt, sodass die Spieler sich nicht exakt abstimmen können. Der besondere Clou: Karten, zwischen denen eine Differenz von exakt 10 liegt, dürfen in die entgegengesetzte Richtung gelegt werden. So können sich die Spieler wieder etwas Luft verschaffen. Das Spiel zu besiegen ist nicht leicht, die Motivation schnell geweckt es immer und wieder zu versuchen, bis der Sieg erreicht wurde.

Ob der Titel The Game klug war oder nicht, muss jeder für sich beurteilen, einfach zu finden ist das Spiel bei BGG jedenfalls nicht, da der Untertitel „Spiel…so lange Du kannst“  dort nur als alternativer Name aufgeführt ist. Die Optik ist auch Geschmackssache, ich störe mich nicht an den Totenköpfen auf den Karten, doch manch einen Spieler hielten diese wohl vom Erwerb ab. Die Schweizer vom Verlag Game Factory verbannten immerhin den Totenkopf vom Cover und ersetzten ihn durch Zahlen. 2018 erschien eine koreanische Version bei Popcorn Games sowie eine weitere englische Edition bei Pandasaurus in fröhlichen Pastelltönen ganz ohne Totenköpfe im Spiel.

Wertungsnote 5/6

The Game Spielefamilie Cover

The Game Spielefamilie Cover / Foto: Brettspielpoesie

The Game on Fire

Im Jahr der Veröffentlichung, 2015, wurde The Game zum Spiel des Jahres nominiert, eine Ehre, die zuvor noch nicht vielen kleinen Kartenspielen zuteil wurde. Zu diesem Anlass erschien ein kleines Kartenset mit den Schnapszahlen zwischen 1 und 100. Sie ersetzen die jeweiligen Karten im Grundspiel. Wird eine solche gespielt, muss sie bis zum Ende des aktuellen Zuges bedeckt werden, sonst ist die Partie sofort verloren. In späteren Editionen von The Game wurde diese Mini-Erweiterung direkt beigelegt. Zu erkennen ist dies auf dem Schachtel-Deckel.

The Game Hinweis On Fire / Foto: NSV Spiele

Wertungsnote 4/6

The Game Extreme

The Game on Fire enthielt nur eine Zusatzregel, The Game Extreme fügt noch weitere hinzu, beteiligt war hier neben Steffen Benndorf auch Reinhard Staupe. Es sind wieder 98 Zahlenkarten enthalten, nur haben 28 davon nun eine solche Sonderregel, die sich auf das Nachziehen, die Kommunikation oder das Ablegen von Karten beziehen. Da diese Zusatzregeln einfach ignoriert werden können, würde ich immer diese Variante empfehlen, da sie mehr Spielvarianz bietet.

Wertungsnote 5/6

The Game Face to Face

The Game funktioniert auch gut zu zweit, wobei es mit geringerer Spielerzahl leichter wird, da einfach weniger Abstimmung von Nöten ist. Diese Duell-Variante spielt sich eigentlich ganz ähnlich zum Originalspiel, doch mit einem großen Unterschied: Die beiden Spieler stehen nun im Konkurrenz. Jeder hat seinen eigenen Stapel mit 60 Karten, jeder hat einen eigenen Ablagestapel um die Karten ab- bzw. aufsteigend ablegen zu können. Es dürfen beliebig viele Karten pro Zug gespielt werden, allerdings werden nur zwei Karten nachgezogen. Außer eine Karte wurde beim Mitspieler abgelegt, dort muss die Karte den Stapel jedoch verbessern, also in entgegengesetzter Richtung abgelegt werden. Daraus entsteht ein spannender Wettlauf bei The Game Face to Face.

Wertungsnote 5/6

The Game Quick & Easy

Die zuvor genannten Spiele erschienen jeweils im Abstand von einem Jahr, nach 2017 wurde es etwas ruhiger um diese Spielefamilie. Doch 2020 kam der neueste Ableger: The Game – Quick & Easy. Ja, es spielt sich schneller, aber nein, es ist keineswegs einfacher zu gewinnen. Es gibt nur noch zwei Ablagestapel, einen für das auf- und einen für das absteigende Ablegen. Es existiert auch kein Rückwärtstrick mehr, die Kartenwerte gehen nur noch von 1 – 10. Jedoch in fünf verschiedenen Farben. Die Farben können dabei helfen, zurückzuspringen. Denn bei Karten gleicher Farbe muss die Ablegerichtung nicht eingehalten werden. Egal bei welcher Spielerzahl haben hier alle Spieler immer nur zwei Karten auf der Hand, müssen mindestens eine davon spielen. Das macht es zu zweit schwieriger, als mit mehr Spielern, da sich die Farben dann in der Regel besser verteilen.

Es ist ein schnelles Spiel für zwischendurch, bei dem es häufiger dazu kommt sich gespielt zu fühlen. Ich persönlich bevorzuge daher die zuvor vorgestellten Varianten, entweder zu zweit gegeneinander oder miteinander.

Wertungsnote 3/6

The Game Spielefamilie Spielmaterial / Foto: Brettspielpoesie

Verlag: Nürnberger Spielkartenverlag
Autor(en): Steffen Benndorf, Reinhard Staupe
Erscheinungsjahr: 2015 – 2020
Spieleranzahl: 1 – 5 Spieler
Dauer: 10 – 20 Minuten

Vielen Dank an den NSV für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare!

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