Kingdomino

Kingdomino Cover
Cover / Foto: Blue Orange

Dieses Spiel bringt für mich gleich zwei Kaufargumente mit: Es ist ein Spiel von Bruno Cathala, von dessen Spielen ich aus irgendeinem nicht rational erklärbarem Grund immer automatisch angezogen werden und es enthält Abbildungen von Schafen, vielen Schafen. Leider war schon vor Essen klar, dass es das Spiel von Pegasus nicht pünktlich schaffen wird. Allerdings hatte Blue Orange Games eine multilinguale Ausgabe dabei, an der ich einfach nicht vorbei kam. Gleiches Spiel in etwas anderem Schachtelformat. Dafür mit einem tollen Tiefzieheinsatz, der den Spielablauf unterstützt, anstelle eines Beutels, wie es bei der Pegasus Version der Fall ist. Alles andere ist identisch. Die erste Partie folgte noch am gleichen Abend im Hotelzimmer und es folgten noch viele weitere.

Munchkin Christmas Light

Cover / Foto: Pegasus Spiele
Cover / Foto: Pegasus Spiele

“Hallo, ich heiße Sonja und ich liebe Munchkin.” Ja, ich fühle mich, als ob ich eine Selbsthilfegruppe benötige, weil diese Leidenschaft und die damit verbundene Sammelwut nur schwer sinnvoll zu begründen ist. Das wollte ich gerne noch einmal festhalten, bevor ihr meine Rezension zu Munchkin Christmas Light lest. Das erste Mal bin ich auf diese Version gestoßen, als meine regelmäßige eBay-Suche nach Munchkin es ausspuckte. Etwas von Munchkin, das mir noch fehlt und bisher an mir vorüber gegangen war? :-O Wie konnte dies passieren? Durchatmen! Die Einsteiger-Variante für Munchkin zur Weihnachtszeit existierte bisher nicht. Eigentlich ein tolles Marketing-Instrument: Dieses Jahr an Weihnachten die Spieler an Munchkin heran führen, damit sie nach Weihnachten das Thema anödet und weitere Munchkin-Versionen gekauft werden. Doch passe ich gar nicht in dieses Beute-Schema. Ich habe mir diese Version gekauft, weil Munchkin drauf steht. Und weil mein Koffer zum Zeitpunkt der Spiel’16 noch Platz frei hatte. Und seitdem hoffe ich, mit dieser Version neue Munchkin-Jünger heran züchten zu können :-D

Dominion – Empires

Dominion Empires Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Geht es um Deckbuilding, kommt mir immer als Erstes Dominion in den Sinn. Eines meiner absoluten Lieblingsspiele. Und da es 2009 nicht nur die Spiel des Jahres-Jury, sondern auch die Spieler überzeugen konnte, konnte es sowohl Spiel des Jahres werden, als auch den Deutschen Spielepreis abräumen. Bei solch einem Erfolg liegt es auf der Hand lange davon zu zehren und Jahr für Jahr Erweiterungen heraus zu bringen. Einfach ein paar neue Karten, mit dem ein oder anderen neuen Kniff, damit Dominion nicht in Vergessenheit gerät. Daran konnte auch der Wechsel im Vertrieb vom Hans im Glück-Verlag zu ASS Altenburger nichts ändern. Doch umso skeptischer werde ich, ob sich die neuen Erweiterungen überhaupt noch lohnen. Die neunte Erweiterung Abenteuer war zwar nicht schlecht, aber überzeugte nicht mehr komplett. Ob die zehnte Erweiterung sich diesem Trend anschließt oder aus der Reihe fällt, erfahrt ihr in dieser Rezension.

Red 7

Red 7 Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Was haben die Farben rot, orange, gelb, grün, türkis, blau und violet mit den Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7 gemeinsam? Außer dass die Anzahl Farben mit der Anzathl Zahlen übereinstimmt rein gar nichts? Die Leichtigkeit der Regenbogenfarben kann man nicht mit trockener Mathematik verbinden? Doch, bei Red 7 schon. Denn sie alle sind Teil dieses kleinen, taktischen Kartenspiels, dass es in sich hat. Bereits 2014 kam die erste amerikanische Version auf den Markt und ein Jahr später bereits eine multilinguale vom amerikanischen Verlag Asmadi Games. Diese hat der polnische Verlag Lucrum Games nun aufgegriffen, der bereits Spielehits wie Camel Up und Mmm! auf polnisch veröffentlicht hat. Bis auf die Sprache und die Verpackung ist bei Red 7 alles gleich geblieben. Die Verpackung kommt nun nicht mehr in unauffälligem schwarz daher, sondern strahlt in auffälligem Rot-Ton. Passend zum Namen.

Dice Stars

Dice Stars Cover
Cover / Foto: Matagot

Würfelspiele gibt es bereits eine Menge auf dem Markt. Vor allem auch ziemlich gute Würfelspiele, wie z.B. Qwixx, welches 2013 sogar zum Spiel des Jahres nominiert wurde. Da kommt natürlich bei jedem neuen Würfelspiel die Frage auf: Braucht man das auch noch? Der Nürnberger Spielkarten Verlag hat diese Frage mit seiner letztjährigen Würfel-Kreation Qwinto deutlich mit “Ja!” beantworten können. Doch versuchen sich auch andere Verlage daran. In diesem Jahr geht WizKids bzw. Matagot mit Dice Stars der Autoren Bruno Cathala und Ludovic Maublanc an den Start, während Schmidt Spiele auf Nochmal! von Inka und Markus Brand setzt. Heute betrachte ich das erstgenannte Spiel der beiden Autoren, die schon mehrfach gemeinsam erfolgreich waren.

Bohnanza – Das Duell

Bohnanza Das Duell Cover
Cover / Foto: Amigo Spiele

Bohnanza, das kleine Kartenspiel von Uwe Rosenberg rund um die Bohnenernte begeistert Spieler nun schon seit fast zwei Jahrzehnten. Leider lässt es sich erst ab drei Personen spielen. Der Wunsch nach eben einer guten Zwei-Spieler-Variante besteht ebenfalls schon sehr lange. 1998 gab es die erste Duell-Version als zusätzliche Spieloption bei der Erweiterung La Isla Bohnita, die allerdings mit den Handelsschiffen auch zusätzliche Regeln mitbringt und somit das gesamte Spielgefühl ändert. Zwei Jahre später kam dann ein eigenständiges Spiel für 1-2 Spieler heraus: Al Cabohne. Solo versucht man erfolgreicher zu sein als die beiden virtuellen Mafia-Bosse, zu zweit spielt man zusätzlich gegen einen von ihnen. Dass ich solche virtuellen Gegner blöd finde und sie den Spielspaß nehmen, sollte mittlerweile bekannt sein. Weitere Versuche gab es in den limitierten Versionen von Lookout Spiele. 2006 mit Kannibohn, die auf ähnliche Mechanismen wie die beiden vorherigen Versuche setzt und um Aktionskarten erweitert wurden und 2011 mit Bohn Camillo, bei dem erstmalig Geschenke gemacht werden mussten. Diese Idee wurde nun neu aufgegriffen und zu Bohnanza – Das Duell erweitert.

ICECOOL

ICECOOL Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt ein paar Spiele-Genres, mit denen ich eigentlich nicht viel anfangen kann und Neuheiten in diesen Bereichen daher meist weit unter meinem Radar bleiben. So war es auch bei ICECOOL denn Spiele mit dem Hauptmechanismus “Schnipsen” liegen mir nicht wirklich. So ist es auch zu erklären, dass ich ICECOOL eigentlich überhaupt nicht auf dem Zettel hatte, als wir uns auf den Weg nach Essen machten. Nachdem ich aber im Vorfeld der Messe durchweg positives Feedback vernehmen konnte, wollte ich es zumindest einmal ausprobiert haben. Und das taten wir dann auch am Donnerstag morgen in Essen. Und, nun ja, was soll ich sagen? Das Spiel hat begeistert und uns herausgefordert, unsere Schnipp-Fähigkeiten in weiteren Partien mit unserem eigenen Exemplar zu optimieren. Dieses Ziel haben wir zwar knapp verfehlt, aber dabei jede Menge Spaß gehabt!

The Game Extreme

The Game Extreme Cover
Cover / Foto: NSV

Wenn ich an The Game denke, kommt mir direkt ein Erlebnis in den Sinn, dass ich nun mit euch teilen möchte. Wir wollten das 2015 zum Spiel des Jahres nominierte Spiel im selben Jahr einer Freundin zum Geburtstag schenken und begaben uns dafür in ein Spielwaren-Fachgeschäft. Da wir es bei der großen Auswahl an Brett- und vor allem Kartenspielen nicht entdecken konnten, sprachen wir eine Mitarbeiterin an. Auf die Nachfrage ob sie denn The Game vom Nürnberger Spielkartenverlag führen würden, wurde uns entgegnet, dass wir schon den genauen Titel des Spiels nennen sollten. Wir beharrten darauf  dass es sich dabei um den Spieltitel handelt, doch verfügbar war das Spiel dort nicht. Wir bedauerten es sehr, das ein Spiel das aktuell zum Spiel des Jahres nominiert sei, nicht im Angebot zu finden ist und bekamen als Antwort: “Man könne ja nicht alle jemals nominierten Spiele anbieten”. Das ist soweit korrekt, aber bei aktuell nominierten könnte man das erwarten, zumal tagesaktuell mit den derzeitigen Spielen des Jahres Werbung gemacht wird. Aber kommen wir zum hier rezensierten Spiel, bei dem es sich um eine Weiterentwicklung handelt. Daher empfehle ich für Unwissende zunächst die Rezension des Originals.

Willi Wörterwurm

Willi Wörterwurm Cover
Cover / Foto: Mogel Verlag

Der junge familiäre Mogel-Verlag hat neben Perlentauchen auch noch zwei weitere Kartenspiele präsentiert. In einem davon geht es um den Wörterwurm Willi, der sich durch die gesamte Bücherei gefressen hat. Die Spieler versuchen nun die Schäden zu richten und mit einzelnen Buchstaben wieder sinnvolle Wörter zu bestimmten Kategorien zu kreieren. Biem ertesn Biclk auf den klenien Sipeelkatron und dsesen Bescrhirbueng auf der Recüksiete, dahcte ich, dsas nciht arsuceihned Korekrtur gleseen wrude. Beim zweiten Hinsehen stellte ich dann jedoch fest, dass der Text genauso gewollt und passend zum Inhalt ist – eine schöne Idee! Dies zeigt wieder einmal wie viel Herzblut in den Projekten des Mogel Verlags steckt.

Im Schatten des Throns

Im Schatten des Throns Cover
Cover / Foto: 2Geeks

Neben Das allerbeste Baumhaus von Scott Almes hatte der Verlag 2Geeks auch eine Neuheit des Autoren-Duos, welches uns bereits Mysterium und Die Piraten der 7 Weltmeere beschert hat, dabei. Im Schatten des Throns ist ein schnell zu erlernendes Kartenspiel, bei dem man sein Glück ganz schön strapazieren kann. Durch die einfachen Regeln und den schnellen Spielablauf eignete es sich gut, auf der Spiel in Essen als Turnier angeboten zu werden. Auch die Namensgebung uns Gestaltung des Covers funktioniert. In einer unserer Spielrunden wurde es als erstes Spiel des Abends gewählt, mit dem Kommentar: “Das erinnert mich an Game of Thrones, das muss ich spielen”. Und ich kann euch jetzt schon sagen, bei einer Partie blieb es nicht!