City of Rome

City of Rome Cover

Cover / Foto: Abacusspiele

City of Rome war so ein wenig der Geheimtipp der letzten Spiel. Kaum einer hatte das Spiel mit dem in meinen Augen optisch wenig ansprechendem Cover vor der Messe auf dem Zettel, doch vor Ort war es durchgehend auf der Fairplay-Liste zu finden und konnte sich dort zum Schluss gemeinsam mit Belratti auf dem ersten Platz fest setzen. Das hat dem Spiel sicher einen großen Schwung mitgegeben. Mitnehmen wollte ich die große Neuheit von Abacusspiele sowieso, aber diese Platzierung lies meine Erwartungen an das Spiel noch steigen. Das Autoren-Duo Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert ist ja immer mal wieder für eine Überraschung zu haben, vom zum Kennerspiel des Jahres Nominierten Elysium bis zu einem Reinfall wie Fairy Tile kann da alles dabei sein.

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Chronicles of Crime

Chronicles of Crime Cover

Cover / Foto: Corax Games

Jedes Jahr auf der Spiel kristallisiert sich ein bestimmter Trend heraus. 2016 war es das Thema Mars, ein Jahr später gab es jede Menge Escape Room-Adaptionen für den Spieltisch und in diesem Jahr scheinen Detektiv-Spiele angesagt zu sein. Auch Corax Games hat ein solches über die Spieleschmiede nach Deutschland gebracht, im Original ist Chronicles of Crime bei Lucky Duck Games erschienen. Das zentrale Element hierbei ist eine kostenfreie App, die während einer Partie dauerhaft zum Einsatz kommt. Mit ihr können Hinweise und Orte gescannt, Tatorte durchsucht und Personen befragt werden, um diverse Kriminalfälle zu lösen.

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Crown of Emara

Crown of Emara Cover

Cover/ Foto: Pegasus

Diese Neuheit von Pegasus Spiele hat mich bereits beim Pegasus Pressetag überrascht. Nicht viel hatte ich zuvor darüber gelesen, das Cover und der Titel erweckten bei mir wenig Interesse, mich damit näher zu beschäftigen. Doch das wäre ein großer Fehler gewesen. Der Autor Benjamin Schwer veröffentlichte seit 2014 einige Kinderspiele bei Haba, daneben ein Paar wenige Familienspiele bei unterschiedlichen Verlagen. Wie er bei BGG beschrieben hat, kam die Grundidee zu Crown of Emara während er mehrere Runden Die Tore der Welt spielte. Ihm gefiel vor allem der Einfluss der zufälligen Ereignisse auf den Spielverlauf. Sie erschienen ihm jedoch etwas zu stark. Er wünschte sich Ereignisse, die eine universale Siegstrategie verhindern, dabei aber auch keinen Spieler zu weit zurück fallen lassen. Es soll insgesamt harmonisch wirken und ein positives Gefühl bei den Spielern entstehen. Der Prototyp überzeugte bei seiner Vorstellung. Im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit mit Ralph Bruhn von Pegasus Spiele ergaben sich noch Anpassungen, die das Spiel zu dem machten, was es heute bietet.

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Wo geht’s hier zum Ausgang!? – No. 2

Ausgang Logo

Foto: Brettspielpoesie

Ich habe auf diesem Blog nun schon einige Escape Room-Adaptionen für den Spieltisch vorgestellt, allen liegt die gleiche Idee zu Grunde: Das Erlebnis eines Escape Rooms mit all seinen Rätseln und Aufgaben, die gelöst werden müssen, um zu entkommen, einzufangen und in eine Box zu packen. 2016 fingen die ersten Verlage damit an, doch dieser Trend ist noch lange nicht vorüber. Immer wieder tauchen hier und da neue Anbieter auf und alle finden einen etwas anderen Weg der Umsetzung. Viele dieser Titel bleiben durch Erweiterungen dauerhaft am Markt. Für mich als Rezensent bleibt es schwer, darüber zu berichten. Solche Spiele sind für eine Gruppe nur ein einziges Mal spielbar, danach ist die Lösung schließlich bekannt, daher kann auch nur der grobe Spielablauf mit seinen Mechanismen beschrieben werden. Ich habe beschlossen keine einzelnen Rezensionen mehr zu den vielen Escape Room-Adaptionen und dessen Erweiterungen zu verfassen, sondern über mehrere gemeinsam zu berichten, wenn wieder ein paar durchgespielt wurden.

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Just One

Just One Cover

Cover / Foto: Asmodee

Vielleicht ist von euch bereits Jemand über meinen Ersteindruck zu Just One von der Spiel in Essen gestolpert. Dort habe ich bemängelt, es wären zu wenige Karten enthalten, die sich zu schnell abnutzen würden. Das wäre der Fall, wenn es nicht über 100 weitere Karten im Grundspiel gäbe. In unserer gespielten Ausgabe waren die meisten Karten aber scheinbar abhanden gekommen, das Spiel selbst ist mit ordentlich Auswahl ausgestattet. Zumindest in der Ausgabe von Repos Production, bei der es sich genau genommen um eine überarbeitete Neuauflage von We are the word handelt, welches 2017 bei Fun Consortium auf Französisch erschienen ist. Repos Production hat die Rechte an dem Spiel erworben, es überarbeitet, mit fünfzig zusätzlichen Worten versehen und in verschiedenen Sprachen veröffentlicht. So konnte nun auch ich in den vollkommenen Genuss dieses Wortspiels gelangen und es euch nun vorstellen.

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Lift Off

Lift Off Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

Nicht viele Autoren können nur von ihren Spielideen leben, sie haben einen anderen Hauptberuf. Ihre Spiele haben dann nicht immer etwas mit ihrem beruflichen Umfeld zu tun, anders als bei diesem Spiel. Das Erstlingswerk von Jeroen Vandersteen spielt im Weltall, der Autor selbst arbeitet aktuell für die Europäische Raumfahrt-organisation, zuvor war er für die NASA tätig. Das Spiel spielt aber nicht in der heutigen Zeit, sondern in den 50er/60er Jahren, dem Beginn der Erforschung des Weltraums und dem Aufbau der Raumfahrt. Statt nur zweier Großmächte, die in diesem Bereich konkurrieren, können sich bis zu vier Spieler als private Organisationen bei ihren Investitionen in die Raumfahrt messen.

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Spielfamilie: Luxor

Spielefamilie Logo

Spielefamilie Logo / Foto: Brettspielpoesie

Manches Mal bietet es sich einfach an, verschiedene Spiele bzw. Erweiterungen in einem Zug zu betrachten und nicht als einzelne Rezensionen zu veröffentlichen, daher werde ich nun ab und an Spielefamilien vorstellen. Es wird sicherlich keine regelmäßige Rubrik werden, sondern einfach immer wenn es passt mal eingestreut und vielleicht auch eine bereits existierende Rezension verlinkt, wenn dazu schon etwas veröffentlicht wurde. So wie heute, denn das zum Spiel des Jahres 2018 nominierte Luxor habe ich euch bereits vorgestellt. Doch gibt es mittlerweile mit Expedition Luxor einen weiteren Titel „in der Welt von Luxor“ und diverse Mini-Erweiterungen, welche bei Queen Games „Queenies“ heißen. Außerdem befand sich gerade erst eine Mini-Erweiterung im Brettspieladventskalender.

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Ein letzter Blick zurück

Brettgeschichte Logo

Logo / Foto: Brettspielpoesie

Zum Jahresende sind Rückblicke sehr beliebt. Ich habe mir meine letztjährigen Rückblicke angeschaut und festgestellt, dass ich eigentlich nicht viel neues sagen kann. Ich war auf den selben Pressetagen (Corax Games, Queen Games, Kosmos, Pegasus) vor der Messe, wie im vergangenen Jahr, ich war wieder bei der SdJ-Verleihung und einigen  örtlichen Spieleveranstaltungen (BS spielt!, BerlinCon, Stadt – Land – Spielt, Spiel mit den Löwen), von denen ich bereits berichtet habe. Ich könnte jetzt auf die Gewinner der Brettspielpreise (Spiel des Jahres, Deutscher Spielepreis, Beeple Award, etc.) eingehen, aber dazu findet ihr ebenfalls bereits Berichte auf diesem Blog (einfach den Verlinkungen folgen). Daher möchte ich die Chance nutzen, nun zurückzublicken auf Spiele, die ich zukünftig wohl nicht mehr auf den Spieltisch bekommen werden, weil sie in den Partien mit unseren Gruppen einfach nicht ankamen. Ein letzter Blick zurück, bevor ich im neuen Jahr voll und ganz anderen Spielen widmen kann.

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Hexenhaus

Hexenhaus Cover

Cover / Foto: Lookout Spiele

„Knusper, Knusper Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen…“ – Diesen Satz kennt wohl jeder. Er stammt aus dem Märchen Hänsel & Gretel und ist während einer Partie Hexenhaus allgegenwärtig. Doch war dies nicht immer so, seit 2011 wurde an dem Spiel gefeilt, in welchem es im ersten Prototypen um den Teeanbau ging. Zentraler Aspekt war das Aktivieren von Elementen, indem man sie mit Plättchen überdeckt. Daraus entstand quasi als Nebenprodukt das Spiel Bärenpark. Doch war die Grundidee damit nicht gestorben, eigentlich sollten die Spieler ihre Plättchen in eine gemeinsame Auslage und in die Höhe spielen. Der nächste Prototyp drehte sich um die deutsche Stadt Rothenberg, der erste Verlag fand die Idee gut, doch blieb nicht dabei. Der dritte Platz beim Hippodice Wettbewerb  2013 kurbelte das Interesse der Verleger wieder an. Doch es lief noch nicht rund, erst im Jahr 2017 kam dem Autor die Idee jedem Spieler seine eigene Auslage zu geben. Thematisch sollte es zunächst um eine Schokoladenfabrik gehen, bis Lookout Spiele die Idee mit dem Lebkuchenhaus hatte und das Spiel gemeinsam mit dem Autor finalisierte, welches ich euch nun vorstelle. Die vollständige Entstehungsgeschichte könnt ihr auf dem Twitter-Profil des Autors nachlesen.

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Sunflower Valley

Sunflower Valley Cover

Cover / Foto: Hobby World

Grundsätzlich habe ich für Blumen wenig übrig. Zum einen bin ich gegen alles was blüht allergisch, zum anderen habe ich alles andere als einen grünen Daumen. Wenn ich trotzdem eine Blume als Lieblingsblume benennen sollte, ist es definitiv die Sonnenblume. Ich habe es als Kind auf dem Dorf geliebt wenn mal wieder ein ganzes Feld in der Nähe mit Sonnenblumen bestückt war und diese allesamt zur gleichen Zeit aufblühten, um mit der Sonne um die Wette zu strahlen. Naja, und meine Vorliebe für Schafe sollte ja hinlänglich bekannt sein. Nun gibt es dieses Spiel, welches beide Elemente beinhaltet, das musste ich unbedingt haben und möchte ich euch nun vorstellen.

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