Die Gefährten des Marco Polo

Die Gefährten des Marco Polo Cover

Die Gefährten des Marco Polo Cover / Foto: Schmidt Spiele

In meiner Rezension zum Sieger des Deutschen Spielepreis 2015, Auf den Spuren von Marco Polo, habe ich den enormen Wiederspielreiz durch die vielen variablen Elemente hervor gehoben, die jede Partie etwas anders erscheinen lassen und andere Strategien erfordern. Man könnte meinen, dass ein solch variables Spiel gar keine Erweiterung benötigt. Zum Gewinn des DSP gab es bereits eine Mini-Erweiterung, die unter anderem auch neue Charaktere enthielt. Doch vergangenes Jahr war es dann so weit und Hans im Glück präsentierte Die Gefährten des Marco Polo. Wer möchte kann nun mit den Töchtern, der Frau oder dem Sklaven Marco Polos spielen. Es ist eine modulare Erweiterung, mit zusätzlichem Spielplan und vor allem der Möglichkeit einen fünften Spieler teilhaben zu lassen. Doch möchte man das überhaupt?

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Auf den Spuren von Marco Polo

Auf den Spuren von Marco Polo Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

Marco Polo war ein venezianischer Händler, der sich im 13. Jahrhundert, nach dem Vorbild seines Vaters und Onkels, auf eine Reise von Venedig durch China bis nach Beijing machte. Doch bestehen bis heute Zweifel, ob er die Reise, über die er so ausführlich berichtete, auch tatsächlich angetreten hat. Einige Stellen sind nämlich so oberflächlich beschrieben, wie man es nur von Jemanden erwarten würde, der reines Hörensagen wiedergibt. Bekanntheit hat er dennoch erlangt und er steht sinnbildlich für diese Erkundung des Ostens der Welt. Sogar einer der Marktführer in Bezug auf Reiseführer benannte sich nach seinem Vorbild. Die anderen Charaktere im Spiel sind nachweislich weit gereist und kennen das Mongolenreich sehr gut. Marcos Vater Niccolò und dessen Bruder Matteo besuchten nach Konstantinopel ihren Bruder Marco in seinem Kontor auf der Krim und verfolgten damit eine ähnliche Route wie Wilhelm von Rubruk zuvor. Dieser bleib einige Zeit am Hof der Dschigis Khan-Nachfolger und gilt bis heute als Experte für das Mongolenreich. Auch Nachfolger von Dschingis Khan stehen als Charaktere zur Verfügung und weitere historische Persönlichkeiten aus dieser Zeit.

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Decrypto

Decrypto Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Immer wenn es um Agenten und verschlüsselte Nachrichten geht, muss ich zwangsläufig an den kalten Krieg denken, der von 1947 bis 1989 ausgetragen wurde. Dabei wurde mit allen Mitteln gekämpft, so spielten auch die Geheimdienste der Supermächte USA und UdSSR eine wichtige Rolle. Gerne wird dies als thematische Einbindung für Spiele aller Art verwendet, bei denen es um Codes und Verschlüsselung geht. Während dies bei Codenames in meinen Augen weniger gelang, da es sich doch eher als abstraktes Wortspiel anfühlt, haben die Macher von Decrypto dies geschafft. Hier geht es nicht in erster Linie darum, den eigenen Teammitgliedern die gesuchten Begriffe näher zu bringen, sondern den gegnerischen Teammitglieder für ihre Abfangversuche so wenig Anhaltspunkte wie möglich zu liefern.

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Cacao – Diamante

Cacao Diamante Cover

Cover / Foto: Abacusspiele

Der Verlag Abacusspiele und Autor Phil Walker-Harding kümmern sich gut darum, ihr Spiel Cacao mit kleinen und großen Erweiterungen in den Köpfen der Spieler zu verankern. Mit der ersten großen Erweiterung wurde Schokolade eingeführt, die logische Konsequenz was aus den gesammelten Kakaobohnen entstehen kann :-)

Doch gab es neben der Schokolade noch drei weitere Module: Landkarten, Bewässerung und Hütten. Auch die zweite Erweiterung besteht aus vier einzelnen Modulen, die separat oder in Kombination dem Grundspiel hinzugefügt werden können. Erfahrt in dieser Rezension was die aktuelle Erweiterung mit Diamanten zu tun hat.

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Gaia Project

Gaia Project Cover

Cover / Foto: Feuerland Spiele

Etwas mehr als zwei Jahre ist es erst her, dass ich auf diesem Blog das ausgezeichnete Terra Mystica vorgestellt habe. Das Spiel, welches 2013 mit dem Deutschen Spielepreis ausgezeichnet wurde, kam nämlich zu diesem Zeitpunkt in einer Big Box mit der großen Erweiterung Feuer & Eis und den beiden bis dato erschienenen kleinen Erweiterungen. Es hat mich und meine Mitspieler total begeistert. Da ich dieses Spiel erst relativ spät kennen lernen durfte, musste ich mich auch gar nicht so lange gedulden, bis der Nachfolger angekündigt und veröffentlicht wurde. Gaia Project klingt zwar vom Namen her ganz anders, ist aber nicht nur laut Untertitel ein „Terra Mystica Game“. Es enthält alle Elemente des Originals, wird aber durch noch mehr Variabilität und noch mehr Spielelemente etwas komplexer. Sollte dies hier von Jemandem gelesen werden, der mit Terra Mystica nicht vertraut sein sollte, dem lege ich zunächst diese Rezension ans Herz.

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Paperback

Paperback Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Scrabble ist einer dieser Brettspiel-Klassiker, der seit vielen Jahren in etlichen Haushalten zu finden ist. Als Poetin liebe ich es mit Wörtern zu jonglieren, doch habe ich Probleme Mitspieler für solche Spiele zu finden. Scrabble bietet eben auch wenig  Spiel neben dem Buchstaben ziehen und Wörter auf den Spielplan legen. Da gewinnt in der Regel die Person mit dem besseren Wortschatz. Es erfreut mich jedes Mal, wenn aktuelle Spiele erscheinen, die ebenfalls auf diesem Spielprinzip beruhen, aber mehr drumherum bieten. Eines dieser Spiele ist Paperback, erschienen bei Fowers Games, dem Eigenverlag von Tim Fowers. Das Spiel tauchte 2013 zum ersten Mal als englische Print & Play Version auf, zum ausdrucken und losspielen, die es wenig später auch als deutsche Version gab. Via Kickstarter wurde dann der Druck der ersten gedruckten Ausgabe realisiert. Es dauerte noch bis 2017 zur gedruckten deutschen Version und ebenso lange, bis dieses Spiel in meine Hände gelang.

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The Rise of Queensdale

The Rise of Queensdale Cover

Cover / Foto: Ravensburger

Nach einiger Zeit in der von alea nur Adaptionen großer Brettspiele in handlichem Format als Würfel- oder Kartenumsetzung sowie einige Neuauflagen bekannter Spiele veröffentlicht wurden, waren die Erwartungen an The rise of Queensdale hoch. Mal wieder etwas komplett Neues! Ein weiteres Legacy-Spiel, das erste bei Ravensburger bzw. alea, dazu noch von dem erfolgreichen Autoren-Paar Inka und Markus Brand. Wenn das mal keine Erfolgsaussichten hat. Wir haben es nun bereits durchgesuchtet, sodass ich euch von unseren Erfahrungen berichten kann. Natürlich spoilerfrei, um niemanden den Spaß am Entdecken zu verderben!

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Luxor

Luxor Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Den Titel Luxor trägt ein Familienspiel von Ravensburger aus dem Jahr 2001. Autor Gunter Baars hat eine Ausgrabungsstätte in der gleichnamigen, ägyptischen Stadt als Setting gewählt, um die Spieler mit Hieroglyphenkärtchen um Skarabäen, Sarkophage und damit um Siegpunkte zu wetteifern. Doch um dieses Spiel geht es in der folgenden Rezension NICHT. Skarabäen und Sarkophage führen auch bei dem aktuellen Spiel mit dem Titel Luxor aus dem Hause Queen Games zu Siegpunkten. Nach Pioneers hat der Verlag nun schon das nächste gehobene Familienspiel im Programm. Autor ist dieses Mal Rüdiger Dorn, der die Spieler in das Innere ägyptischer Pyramiden führt, um die Grabkammer zu erreichen und auf dem Weg dorthin jede Menge wertvoller Dinge einzusammeln.

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Würfelland

Würfelland Cover

Cover / Foto: NSV

Würfelspiele waren hier erst vor Kurzem Thema einer Brettgeschichte. Dabei ging es unter anderem um Qwixx, mit dem es der Nürnberger Spielkartenverlag sogar auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres schaffte. Nürnberger Spielkartenverlag plus Würfelspiel ist immer mindestens einen Blick wert. So auch auf der Spielwarenmesse 2018 in Nürnberg, wo neben den zwei Titeln von Wolfgang Warsch auch Würfelland von Andreas Spies vorgestellt wurde. Ich kenne die Begriffe Würfelteller oder Würfelbecher, aber was zur Hölle ist ein Würfelland? Das Cover zeigt eine Kugel, auf der die Hex-Felder der Spielertableaus und ein paar Bäume zu sehen sind. Sollen die Hex-Felder verschiedene Geländearten einer Weltkugel darstellen? Blaue Flüsse, gelber Sand und grüne Wälder vielleicht?

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illusion

illusion Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Optische Täuschungen finden sich überall. Die meisten Internet-User werden sicher 2015 den #Dressgate mitbekommen haben, bei dem das Bild eines Kleides durch die Medien ging und für Wirbel sorgte. Für die einen erschien es gold-weiß, für die anderen blau-schwarz. Grund dafür: Eine schlecht belichtete Fotografie. So schnell lassen sich unsere Augen täuschen. Ein weiteres Beispiel: Man nehme zwei exakt gleich lange Striche mit unterschiedlichen Pfeilen an den Enden und zack, denkt das menschliche Auge der Strich mit Pfeilen nach außen wäre kürzer. Diese sogenannte Müller-Lyer-Illusion, benannt nach dem Entdecker, macht sich das Spiel illusion zu Nutze.

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