Sheep & Thief

Sheep & Thief Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Ich kann nicht sagen, was genau die Faszination an den Japanern von Japon Brand und ihren Spielen auslöst. Aber als ich gelesen hatte, dass sie dieses Jahr in Essen ein Spiel mit kleinen Wattekugeln als Schafe dabei haben werden, wusste ich: “Das muss ich haben!” Da ich auch von dem Ansturm gelesen hatte und an diesem Stand in den letzten Jahren einige Titel ruck, zuck vergriffen waren, bestellte ich es sogar vor. Bei der Messe angekommen machte ich mich sofort auf den Weg in die hinterste Ecke der Halle 3, um mein Spiel in Empfang zu nehmen, die Warteschlange schien meilenweit zu sein. Aber nur für Spontankäufer, Preorder kann erst ab 13 Uhr abgeholt werden. Doch auch das ging nicht ohne Wartezeit. Dafür habe ich nun ein Legespiel mit Drafting-Mechanismus, bei dem Schafe gesammelt, beschützt und gestohlen werden, während man Städte anschließt und Wasserquellen errichtet. Erfahrt in folgender Rezension ob sich das Anstehen gelohnt hat.

Codenames

Codenames Cover
Cover / Foto: Czech Games Edition

Eines der Highlights der diesjährigen Spiel ist für mich ganz klar das Spiel Codenames. Bei Boardgamegeek wird es als Partyspiel geführt, doch was macht ein Spiel eigentlich zu einem Partyspiel? Mir kommen da zuerst Saufspiele in den Sinn, wie zum Beispiel Meiern, Beerpong oder aber auch Looping Louie. Danach vielleicht Spiele wie Tabu oder Activity, bei denen man sich selbst nicht zu ernst nehmen darf. Aber gehört Codenames nun dazu, nur weil es sich um ein Wortspiel handelt? Oder weil es erst ab 6 Spielern so richtig Spaß macht? Dann müsste Colt Express oder Camel Up aber auch als Partyspiel gelten. Als Brettspielpoetin habe ich natürlich Spaß an jeglichen Wortspielen, aber viele meiner Mitspieler eher weniger. Dennoch kam Codenames überraschend gut in all unseren Spielrunden an. Ganz egal wie man es einordnen möchte, ich sehe in Codenames ein großartiges Spiel. Aber was genau macht Codenames so beliebt?

Dominion – Abenteuer

Dominion:Abenteuer Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Zwei Jahre sind seit der letzten Dominion-Erweiterung mit dem Titel “Die Gilden” vergangenen. Nun können sich Dominion-Fans auf ein weiteres “Abenteuer” mit diesem Deckbauspiel freuen. Wer noch keinerlei Berührung mit dem Grundspiel hatte, sollte sich nun erst einmal folgende Rezension durchlesen. In diesem Text werde ich in erster Linie auf die Neuerungen eingehen, welche diese Erweiterung mit sich bringt.

Tides of Time

Tides of Time Cover
Cover / Foto: Pegasus Spiele

In Essen landete es zwischenzeitlich auf der Fairplay-Scoutliste. Auch wenn es dort nicht bis zur Abschlusswertung überstehen konnte, war dies Anlass genug das kleine Kartenspiel einzusacken und zu Hause genauer unter die Lupe zu nehmen. Besonders, da es in 2015 nicht über das world wide web erworben werden kann, sondern nur beim Fachhändler des Vertrauens vor Ort. Tides of Time – Im Strom der Zeit ist ein weiteres Microgame und bietet mit nur 18 Karten sehr viel Spieltiefe. Klingt im ersten Moment vielleicht nach Love Letter, bis auf das Kartenformat haben die beiden Spiele jedoch nur wenig gemein.

Game of Trains

Game of Trains Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Beim Game of Trains, also dem Spiel der Züge, nutzen die Spieler ihre (Spiel-)Züge, um ihren Zug zu sortieren. Schon im Vorfeld der Spiel’15 hatte dieses kleine Kartenspiel mein Interesse geweckt. Vorbestellen wollte ich es jedoch nicht, sondern mir erstmal selber ein Bild davon machen. Das tat ich dann in Essen und die Probepartie überzeugte mich sofort. Die Karten sind liebevoll gestaltet und der Mechanismus leicht zu verstehen und umzusetzen. Nach einer Eingewöhnungspartie, um zu verstehen wann welche Karten wohin gelegt werden, ist man schon mittendrin und kann das gesamte Spektrum des Spiels erfassen. Dann muss man nur noch dazu übergehen, nicht nur auf die eigenen Karten zu achten, sondern auch die Mitspieler genau im Auge zu behalten.

Hotel Tycoon

Hotel Tycoon Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Hotel – Der Klassiker aus den 80er Jahren wurde 2013 von Asmodee überarbeitet und als Hotel Tycoon wieder auf den Markt gebracht. Das Spielprinzip ist dabei identisch zum Vorgänger: Mit der eigenen Figur über den Plan laufen, Grundstücke kaufen, Hotels bauen, die Mitspieler für Übernachtungen bezahlen lassen. Nur wer als Letzter überlebt ohne komplett Pleite zu gehen, kann hierbei als Sieger hervorgehen.

Machi Koro – Großstadterweiterung

Machi Koro Großstadterweiterung Cover
Cover / Foto: Kosmos Verlag

Das kleine Stadtbauspiel in einer Kombination aus Karten- und Würfelspiel war 2015 zum Spiel des Jahres nominiert und meine Meinung zum Grundspiel könnt ihr hier nachlesen. Das Grundspiel konnte mich nicht völlig überzeugen, daher habe ich mit viel Spannung diese Erweiterung herbei gesehnt. Kosmos hat dabei zwei Original-Erweiterungen zusammen gefasst. Aus der Hafen-Erweiterung und der Millionaire’s Row wurde die Großstadterweiterung mit zwei unterschiedlichen Karten-Sets. Das Material für einen fünften Spieler aus den Original-Erweiterungen wurde dabei jedoch nicht beigefügt.

Die Zwerge – Das Duell

Zwerge - Das Duell Cover
Cover / Foto: Pegasus Spiele

Die Zwerge ist eine beliebte Fantasyromanreihe des deutschen Schriftstellers Markus Heitz. Seit 2003 hat er fünf Bänder dieser Reihe heraugebracht, weitere sind nicht ausgeschlossen. Neun Jahre nach Veröffentlichung des ersten Bandes konnten die beiden Spieleautoren Michael Palm und Lukas Zach bei dem Verlag Pegasus Spiele eine Adaption der Fantasyreihe als kooperatives Brettspiel auf den Markt bringen. Wer mehr auf konfrontative Spiele steht, kann sich seit diesem Jahr mit einem Mitspieler in der Welt der Zwerge duellieren. Was genau sich dahinter verbirgt und ob sich der Kauf lohnt, lest ihr in folgender Rezension.

Lunte

Lunte Cover
Cover/ Foto: Mücke Spiele

Hilfe, eine Bombe! Sie tickt und tickt und niemand weiß genau wann die Bombe hochgehen wird. Solch einem Erlebnis könnt ihr euch in dem kleinen Kartenspiel von Mücke Spiele aus der Edition Kofferspiele widmen. Hierbei werden die Spieler nämlich zu Bombenlegern. Sollten sie zumindest, um Chancen auf den Sieg zu haben. Das Artwork stammt dabei von Rautie und ist überaus gelungen.

Trambahn

Trambahn Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Das neue 2-Personen-Spiel von Lookout Spiele tritt in große Fußstapfen, nach dem Erfolg von Uwe Rosenbergs “Patchwork” in der vergangenen Saison. Thematisch finden wir uns im in München im späten 19. Jahrhundert wieder und müssen neue Straßenbahnlinien errichten und Personen befördern. Dafür haben wir nur Karten zur Verfügung, die wir unterschiedlich einsetzen können. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in folgender Rezension.