Exit – Die unheimliche Villa

Exit Villa Cover

Cover / Foto: Kosmos Verlag

Bisher kamen die Exit-Spiele immer in Paketen mit drei Spielen an der Zahl, die zum selben Zeitpunkt veröffentlicht wurden. Zwischenzeitlich wurden in 2017 sogar vier Spiele angekündigt, doch tauchte die unheimliche Villa plötzlich nirgends mehr auf. Bis zu diesem Jahr. Doch ist das nicht die einzige Überraschung bei den Exit-Vorstellungen auf der Spielwarenmesse gewesen, auch steht neben Inka und Markus Brand noch ein weiterer Autor auf der Schachtel. Aus dem Redakteur Ralph Querfurth ist ein Co-Autor geworden, das beschreibt sein Engagement für dieses Projekt wohl besser, denn er hat von Anfang an gemeinsam mit den Brands an den Rätseln getüftelt und eigene Ideen eingebracht. Da die Exit-Produkte nun einzeln veröffentlicht werden, bekommen sie hier auch ihre eigene Rezension, um euch schnellstmöglich von unseren Eindrücken berichten zu können. Für grundsätzliche Informationen zur Exit-Serie empfehle ich zunächst diese Rezension.

Wie bei allen bisherigen Exit-Spielen ist auch hier wieder neben vielen Karten ein kleines Heft, ein paar seltsameTeile und natürlich eine Decodierscheibe enthalten. Neu ist ein Poster, welches zu Spielbeginn nicht eingesehen werden darf. Dafür ist das Heft sehr kurz, es enthält nur wenige Seiten.

Exit Villa Spielmaterial

Spielmaterial / Foto: Brettspielpoesie

Wem eine runde Geschichte hinter den Rätseln wichtig ist, der kommt hier vielleicht nicht ganz auf seinen Geschmack. Der Nachbar aus dem vermeintlich verlassenen Haus nebenan hat uns überraschend eine Notiz hinterlassen, dass wir doch bitte seine Katze füttern, während er verreist ist. Als wir eintreten, fällt die Tür ins Schloss, wir müssen einen anderen Ausweg finden. Die Rätsel sind komplett losgelöst von dieser Geschichte, auch wenn hin und wieder versucht wird eine Verbindung herzustellen.

Fazit:

Bereits zum zehnten Mal haben die Autoren ein Spiel geschaffen, welches aus tollen Rätseln besteht, die begeistern und wieder etwas anders sind. Natürlich gibt es gewisse Wiedererkennungswerte und das ein oder andere Rätsel fällt dem geübten Exit-Spieler aufgrund von Ähnlichkeiten zu bisherigen Rätseln sicher leichter, dennoch ist das Gesamtpaket total stimmig und fordernd. „In der Kürze liegt die Würze“, ist eine passende Umschreibung für das schmale Heft. Es verrät weniger zu noch kommenden Rätseln, das macht es spannender. Dennoch waren alle Rätsel lösbar, keines hat uns mit großen Fragezeichen über dem Kopf zurück gelassen. Stattdessen gab es wieder solche Wow!-Momente, da Rätsel überraschende Kniffe enthielten. Wir haben es zu viert leider nicht ganz in den 60 Minuten geschafft, hatten neben einigen Unaufmerksamkeiten teilweise auch ordentlich zu knabbern. Genauso muss ein Exit-Spiel sein…wenn man nicht viel Wert auf die Geschichte legt, denn die ist hierbei wieder sehr im Hintergrund. Das finde ich nicht so schlimm, lieber sind mir stimmige und herausfordernde Rätsel. Außerdem wurden hier vermehrt kleine Anspielungen auf andere Exit-Abenteuer hinterlassen, welche ich liebend gerne entdecke. Das Gesamtpaket landet in unserem Ranking knapp hinter dem Orient-Express, ich vergebe dennoch die volle Punktzahl. Und wieder einmal den Appell an Verlag und Autoren: Bei der Qualität bitte mehr davon!

Wertungsnote 6/6

Verlag: Kosmos Verlag
Autor(en): Inka und Markus Brand, Ralph Querfurth
Erscheinungsjahr: 2018
Spieleranzahl: 1 – 4 Spieler
Dauer: 45 – 90 Minuten

Vielen Dank an Kosmos für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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