Spiel’19 – Tag 1

Logo / Foto: Brettspielpoesie

Viel später als ursprünglich geplant, möchte ich euch noch Eindrücke vom ersten offiziellen Tag auf der SPIEL’19 vermitteln. Dabei habe ich das Gefühl, an diesem Tag gar nicht so viele neue Informationen gesammelt zu haben. Ich habe viele nette Menschen getroffen, hatte einen wirklich schönen Tag und habe das eine oder andere Spiel eingepackt. Und am Abend gab es dann noch einen offiziellen Programmpunkt, der durch die SPIEL Preview Night von Mittwoch auf den Donnerstag verschoben wurde.

Bei Pegasus habe ich mir gestern noch einmal alle Neuheiten kurz erklären lassen und das Material weiter begutachtet. Dabei gab es auch alle Spieleschachteln dazu zu sehen und dabei machten wir einige interessante Entdeckungen. Zum einen passt das neue Pegasus Design der vielen Erweiterungen irgendwie nicht so richtig zu den Original-Spielen mit dem von mir so verhassten Pegasus-Rahmen. Doch jetzt, wo er endlich weg ist, finde ich ihn irgendwie gar nicht mehr so schlecht, um ehrlich zu sein. Aber das ist sicherlich nur Gewöhnungssache, momentan ist es halt so eine Übergangsphase mit beiden Designs, in der es besonders auffällt. Ich denke aber auch, dass die neue, standardmäßig rote Ecke zu einem einheitlicheren Layout führt und einer breiteren Wahrnehmung der Marke Pegasus führen könnte. Der Verlag hat aber auch ganz neue Schachteln im Programm. Neben der üblichen Stülpschachtel kommen jetzt Oriflamme und Fog of Love in einem hochwertig anmutenden Pappschuber. Die Erweiterungen zu Meeple Circus hingegen sind in einer dünnen Pappschachtel verstaut, bei dem sich an beiden Enden Laschen befinden.

Ich war gestern auch schon an vereinzelten Ständen in den hinteren Hallen, so habe ich Super Farmer – The card game beim polnischen Verlag Granna entdecken können. Ein familiengerechtes Drafting-Spiel mit Tierkarten, bei dem interessanterweise ausgerechnet die Schafe als Punktemarker gewählt wurden. Bei Rebel, einem weiteren polnischen Verlag, habe ich sogar ein Spiel in der Landessprache gekauft. Denn sie haben nun eine eigene Zug um Zug-Erweiterung, mit Polen als Landkarte im Programm, welches wohl auch nur dort erhältlich bleiben soll. Nachdem mich ein Bretterwisser-Hörer angesprochen hat, liebe Grüße an dieser Stelle, hatte ich Sorge es nicht mehr ab zubekommen, da es vorbestellbar war, was an mir komplett vorbei gegangen ist. Aber sie hatten zumindest gestern noch ausreichend vorhanden. Und das beste daran: Es ist als Map Collection 6 1/2 gekennzeichnet, passt damit auch optisch toll in die Sammlung. Auch wenn nur der polnische Titel von Ticket to Ride an der Seite zu finden ist.

Eine weitere Entdeckung gab es bei Portal Games, von der ich auch gerade eine Pressemitteilung gelesen habe: Ein neues Spiel im Detective-Universum, es soll schneller zu spielen und zugänglicher für Familien sein. Ob es dann noch das Erlebnis mitbringt, welches wir von Detective kennen, bleibt abzuwarten. Generell finde ich die Idee allerdings gar nicht verkehrt, diese tolle Spielidee auch für weitere Zielgruppen zu öffnen.

Abends wurden dann im festlichen Rahmen der Deutsche Spielepreis und der innoSPIEL 2019 an Autoren und Verlagsvertreter vergeben. Zuvor gab es wieder sehr herzliche Worte von Dominique Metzler an alle, die an Ihrer Seite stehen und die dabei helfen die SPIEL zu dem Erlebnis zu machen, welches es jedes Jahr aufs Neue ist. Ihre warmen Worte treiben mir jedes Mal eine Gänsehaut auf den Körper, es ist schön ein Teil dieser tollen Gemeinschaft zu sein. Voller Stolz verkündete sie auch, dass ihr Sohn Max Metzler sich nun entschieden hat in das Unternehmen einzusteigen, womit nun bereits die dritte Generation am Erfolg des Merz-Verlags beteiligt ist.

An dieser Stelle noch einmal Glückwunsch an Elizabeth Hargraves, Autorin des DSP-Gewinners Flügelschlag sowie Feuerlandspiele und Jürgen Adams, Autor des innoSPIEL-Siegers sowie dem Zoch-Verlag für Ab durch die Mauer. Beide Autoren haben noch viele Spiele veröffentlicht und die pure Freude über diese Ehrungen war Ihnen ins Gesicht geschrieben. Der DSP Kinderspielpreis konnte leider nur an einen der beiden Autoren überreicht werden, da Alain Rivollet leider im Sommer diesen Jahres überraschend verstarb. Sein Bruder war anwesend und nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen, ein sehr bewegender Moment.

DSP-Verleihung 2019 / Foto: Brettspielpoesie

Ähnliche Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.