Spielfamilie: Luxor

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Spielefamilie Logo / Foto: Brettspielpoesie

Manches Mal bietet es sich einfach an, verschiedene Spiele bzw. Erweiterungen in einem Zug zu betrachten und nicht als einzelne Rezensionen zu veröffentlichen, daher werde ich nun ab und an Spielefamilien vorstellen. Es wird sicherlich keine regelmäßige Rubrik werden, sondern einfach immer wenn es passt mal eingestreut und vielleicht auch eine bereits existierende Rezension verlinkt, wenn dazu schon etwas veröffentlicht wurde. So wie heute, denn das zum Spiel des Jahres 2018 nominierte Luxor habe ich euch bereits vorgestellt. Doch gibt es mittlerweile mit Expedition Luxor einen weiteren Titel „in der Welt von Luxor“ und diverse Mini-Erweiterungen, welche bei Queen Games „Queenies“ heißen. Außerdem befand sich gerade erst eine Mini-Erweiterung im Brettspieladventskalender.

Luxor

Mit diesem Titel überraschte der Verlag Queen Games im Jahr 2018, es wurde verdienterweise zum Spiel des Jahres nominiert und hätte auch gute Chancen auf einen Sieg gehabt. Wenn es nicht im selben Jahrgang wie Azul erschienen wäre, da war die Konkurrenz einfach zu stark. Luxor ist leicht zugänglich, aber auch für erfahrene Spieler interessant genug. Zur vollständigen Rezension gelangt ihr hier: Rezension Luxor

Luxor Queenies

Es gibt vier verschiedene Luxor-Queenies, manche ersetzen Elemente des Grundspiels, andere bringen völlig neue Elemente hinein.

Queenie 1

15 neue Skarabäen ersetzen die des Grundspiels. Sie zeigen keine Punktwerte, sondern Spezialaktionen, die einmalig in der Partie verwendet werden können. Damit ist das nervigste Glückselement des Grundspiels verschwunden, was ich sehr begrüße. Die Funktionen sind interessant, man kann dadurch Karten von anderer Stelle wählen oder eine neue Karte beliebig platzieren. Andere dieser Plättchen beziehen sich auf die Bewegung der Abenteurer.

Luxor Queenie 1

Luxor Queenie 1 / Foto: Brettspielpoesie

Queenie 2

Der zweite Queenie ersetzt die vier Osiris-Plättchen des Grundspiels, die einen Abenteurer einfach um ein bis drei Felder voran schreiten ließen. Die neuen Plättchen erlauben besondere Fähigkeiten bezogen auf die auszuspielenden Karten, solange mindestens ein Abenteurer auf einem solchen Feld steht. Das kann sich durchaus lohnen, nur vor Spielende sollten diese Abenteurer weg bewegt werden, da diese Felder keine Punkte einbringen.

Luxor Queenie 2

Luxor Queenie 2 / Foto: Brettspielpoesie

Queenie 3

Ganz neu sind diese geheimen Missionen, welche die Spieler erfüllen können, um dafür Punkte zu erhalten. Sie müssen entweder Schatzplättchen, Joker, Schlüssel und/oder Skarabäen abgeben oder einen Abenteurer von einem Feld mit bestimmten Punktwert zum Start zurück schicken. Letzteres bedeutet zugleich, dass mit diesem Abenteurern liegen gelassene Plättchen vielleicht doch noch aktiviert werden können.

Luxor Queenie 3 / Foto: Brettspielpoesie

Queenie 4

Ebenfalls ein völlig neues Element ist die Schatzkammer, sie wird neben den Spielplan gelegt und über besondere Plättchen, die sich zunächst unter Schatzplättchen verstecken, kann  sie betreten werden. Dort liegen zum einen Plättchen, die von einem oder zwei Abenteurern aktiviert werden können, zum anderen Mumien, die unterschiedlich viele Punkte bringen. Hier kommt wieder der Glücksfaktor zum Vorschein, den es bereits bei den Skarabäen des Originals gab. Mit dieser Erweiterung dauert es in der Regel länger, bis eine Partie endet, was ab und an sehr angenehm ist.

Luxor Queenie 4

Luxor Queenie 4 / Foto: Brettspielpoesie

Kickstarter Exclusive Queenies

Diese exklusiven Queenies erweitern einfach die anderen vier mit weiteren Plättchen, nur mit etwas unterschiedlichen Aktionen oder Punktwerten.

Luxor Queenies Exclusive

Luxor Queenies Exclusive / Foto: Brettspielpoesie

Die Queenies bringen Abwechslung ins Spiel, eignen sich daher vor allem für Spieler, bei denen Luxor regelmäßig gespielt wird. Mir persönlich gefallen die ersten beiden am besten. Die Skarabäen sorgen für die Abschaffung des nervigen Glückselements der siegpunktbringenden Skarabäen des Grundspiels und die Osiris-Plättchen können einfach mehr als die bisherigen Plättchen, welche den Abenteurer ursprünglich einfach ein bis drei Felder weiter schicken. Die Schatzkammer entschleunigt den Spielverlauf etwas, bringt aber wieder ein Glückselement hinein, nämlich bei den Siegpunkten für die Mumien. Es ist ab und an eine nette Abwechslung, für mich aber kein absolutes Muss. Die Aufträge finde ich am schwächsten, da sie sehr unterschiedlich erscheinen.

Wertungsnote 4/6

Die Geschenke von Luxor

Diese Mini-Erweiterung war im Brettspieladventskalender 2018 enthalten. Sie besteht aus drei neuen Schatzplättchen, die nicht nur einen Abenteurer erfordern, sondern auch die Abgabe eines Schlüssels, um das Plättchen an sich zu nehmen. Außerdem enthält sie drei neue Schlüssel mit höheren Punktwerten. Das sorgt für etwas Abwechslung und macht die Schlüssel interessanter. Im Grundspiel werden sie zum Betreten der Grabkammer benötigt, sind aber sonst immer nur einen Punkt wert. Nun bekommen sie eine weitere Funktion, die neuen Schlüssel erhöhen den Glücksfaktor etwas, da nun nicht mehr alle Schlüssel gleichwertig sind.

Luxor Adventskalenderpromo

Die Geschenke von Luxor / Foto: Brettspielpoesie

Wertungsnote 4/6

Expedition Luxor

Diese Spielidee von Rüdiger Dorn wurde bereits 2005 bei Queen Games mit dem Titel Raubritter veröffentlicht. Der Autor scheint auch nichts daran verändert zu haben, das Spiel hat lediglich ein neues Thema bekommen und eine Mini-Erweiterung wurde beigefügt. Das zeigt auch schon, wie unthematisch das Spiel ist, eigentlich ist es doch eher abstrakt. Es werden Plättchen in eine gemeinsame Auslage gespielt, bei bestimmten Plättchen können Abenteurer eingesetzt werden und von dort ausgehend auch auf angrenzende Plättchen. Die Landschaftsart gibt die erforderliche Anzahl an Abenteurern vor. Jedes Plättchen kann maximal vier Abenteurer aufnehmen, nur wessen Spielerfarbe bei Spielende oben liegt, wird dafür belohnt. Irgendwie fühlt es sich so an, als wäre das Spiel nicht gut gealtert. Es ist nicht wirklich schlecht, kann aber mit der heutigen Konkurrenz in meinen Augen nicht mithalten.

Expedition Luxor Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Ich kann verstehen, dass ein Verlag den Erfolg eines Spiel gerne ausreizen möchte, denn jeder Verlag hat natürlich Gewinnmaximierung als Ziel, was auch nicht verwerflich ist. Doch bei diesem aktuellen Titel habe ich viel Unsicherheit bei den Spielern vernommen, weil man erst nicht recht wusste, ob es sich um eine Erweiterung handeln könnte. Auch wenn der Verlag auf der Schachtelvorderseite immerhin darauf hinweist, dass es sich um ein „Standalone Game“ handelt. Aber vor allem da Queen Games Spiele regelmäßig in die spärlich bestückten Spieleregale großer Handelsketten gelangen, fürchte ich die Käufer könnten die Katze im Sack kaufen. Es steht Luxor drauf, es ist aber nicht das zum Spiel des Jahres nominierte Spiel enthalten. Wenn ich sehe, wie häufig auf dem Drittmarkt vermeintliche Spiele des Jahres angeboten werden, nur weil der „Nominiert zum…“-Pöppel das Cover ziert, befürchte ich auch hier eine hohe Verwechslungsgefahr.

Wertungsnote 3/6

Verlag: Queen Games
Autor(en): Rüdiger Dorn
Erscheinungsjahr: 2018
Spieleranzahl: 2 – 4 Spieler
Dauer: 45 Minuten

Vielen Dank an Queen Games für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare!

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