Dobble

Dobble Cover

Cover / Foto: Asmodee

„Dobble“, oder „Spot it“, wie es in Nordamerika genannt wird, sieht auf den ersten Blick einfach anders aus. In einer lila-gelb farbenen Metallbox findet man viele runde Kärtchen mit bunten Symbolen drauf. Und eine kleine Anleitung – mehr nicht. Dabei verspricht die Verpackung 5 Spielvarianten in einem. Wir haben dieses kleine Spielchen zu mehreren Spieleabenden mitgebracht, weil es sich gut als Abschluss für den Abend eignet. Die Regeln sind schnell erklärt und der Spielspaß wirklich groß. Das Potential hat auch Asmodee erkannt und erst vor Kurzem weltweit alle Verlags-, Werbe- und Markenrechte an dem Spiel erworben, das sich in ähnlichen Dimensionen wie Monopoly in Europa, Nord- und Südamerika und Asien verkauft.

Spielmaterial:

55 unterschiedliche, runde Kärtchen mit jeweils 8 Symbolen pro Karte und eine Anleitung, schon kann man das Spiel starten.

Spielmechanismus:

Was die Kärtchen alle gemeinsam haben ist immer genau ein Symbol. Sprich jede Karte hat genau ein gleiches Symbol mit jeder anderen Karte, nur die Größe unterscheidet sich. Auch wenn viele das auf den ersten Blick gerne anzweifeln 😉 Die Anleitung schlägt fünf Varianten vor, die nun im Einzelnen beschrieben werden. Dabei ist das Grundprinzip immer gleich. Man muss auf ein Kommando das Symbol erkennen, was auf zwei Karten übereinstimmt. Je nach Variante darf man seine Karte anschließend ablegen oder bekommt eine Karte. Zusätzlich wird ein Wertungssystem für Turniere vorgeschlagen. Dabei soll man mit der Höllentrip-Variante beginnen und der Sieger darf dann die kommende Variante wählen.

Dobble Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Variante 1: Höllentrip

Aufbau: Alle Karten mischen und eine verdeckt vor jeden Spieler legen. Der Rest kommt als offener Stapel in die Tischmitte.

Ziel: Die meisten Karten sammeln.

Ablauf: Eigene Karte mit Karte in der Mitte vergleichen. Anschließend die Karte aus der Mitte auf eigene Karte legen.

Variante 2: Brunnen

Aufbau:  Eine Karte kommt offen in die Tischmitte, alle anderen werden verdeckt an die Spieler verteilt.

Ziel: Alle Karten loswerden.

Ablauf: Eigenen Kartenstapel umdrehen und eigene Karte mit der Karte in der Mitte vergleichen. Anschließend eigene Karte auf Karte in der Mitte legen.

Variante 3: Heiße Kartoffel

Aufbau: Pro Runde bekommt jeder Spieler nur genau eine Karte, die zunächst verdeckt auf dem Tisch liegt. Auf ein Kommando drehen alle Spieler ihre Karten um und halten sie offen in der Hand, sodass jeder alle Karten sehen kann.

Ziel: Nach mindestens fünf Runden oder wenn keine Karten mehr nachgezogen werden können die wenigsten Karten zu besitzen.

Ablauf: Die eigene Karte mit denen der Mitspieler vergleichen. Dann darf man seine Karte auf die des Mitspielers legen, der ab sofort mit der neuen Karte vergleichen muss. Wer als letzter die Karten in der Hand hält, legt diese vor sich ab und die nächste Runde wird eingeleitet.

Variante 4: Raffgier

Aufbau: In der Tischmitte wird eine offene Karte platziert, drum herum so viele verdeckte Karten, wie Spieler teilnehmen. Die restlichen Karten werden als Stapel zur Seite gelegt.

Ziel: Die meisten Karten zu ergattern.

Ablauf: Keinem Spieler wird eine Karte zugeordnet. Man muss die außen liegenden Karten mit der in der Mitte vergleichen und darf diese Karte dann an sich nehmen. Sind die äußeren Karten abgeräumt, kommt die Karte aus der Mitte unter den allgemeinen Stapel und der Aufbau erfolgt erneut. Das geht so lange, bis nicht mehr ausreichend Karten für den Aufbau zur Verfügung stehen.

Variante 5: Das vergiftete Geschenk

Aufbau: Alle Karten mischen und eine verdeckt vor jeden Spieler legen. Der Rest kommt als offener Stapel in die Tischmitte.

Ziel: Bei Spielende die wenigsten Karten haben

Ablauf: Verglichen werden die Karten der Mitspieler mit der Karte in der Mitte. Die Karte in der Mitte kommt auf den Stapel des Mitspielers.

Spielende:

Siehe oben je Variante.

Spieleranzahl:

Bei diesem Spiel geht es um Schnelligkeit, daher wird es umso chaotischer, desto mehr Spieler teilnehmen. Es macht aber auch zu zweit oder dritt schon Spaß. Alle Spieler spielen gleichzeitig und sind dadurch immer in das Spiel eingebunden.

Glücksfaktor?

Hier geht es alleine um Aufmerksamkeit und Schnelligkeit. Denn alle haben die gleichen Voraussetzungen, genau ein Symbol ihrer Karte findet sich auch auf jeder anderen. Nur wer schneller als die Mitspieler dieses Symbol identifiziert, kann hier auf die Gewinnerspur gelangen.

Fazit:

Ein tolles, kurzweiliges Spiel, das in allen Spielrunden klasse ankam. Eine einzelne Partie geht sehr fix, man kann mehrere Spiele hintereinander spielen oder gleich ein ganzes Turnier. Die Regeln sind im Nu erklärt und es wird viel gelacht, wenn alle gleichzeitig die Symbole durch die Gegend rufen und Karten an sich reißen oder abgeben wollen. Familienspieler mit Kindern werden hier genauso viel Spaß haben, wie Gelegenheits- oder Vielspieler.

Wertungsnote 4/6

Verlag: Asmodee
Autor(en): Denis Blanchot
Erscheinungsjahr: 2010
Spieleranzahl: 2-8 Spieler
Dauer: 15 Minuten

Vielen Dank an Asmodee für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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