Word Up!

Word Up Cover

Cover / Foto: Abacusspiele

Sowohl auf der Nominierungsliste als auch auf der Empfehlungsliste findet man dieses Jahr Wortspiele. Die Spieler müssen entweder Oberbegriffe zu verschiedenen Wörtern finden oder gar neue Begriffe erfinden und sie von den Mitspielern erraten lassen. Und das kommt scheinbar an. Auch Word Up! verlangt Wortgewandtheit und Kreativität. Indem man möglichst schnell ein passendes Wort zu einer Kategorie findet, das mit einem vorgegebenen Buchstaben beginnt. Das Spielprinzip ähnelt einem Stadt-Land-Fluss, doch erfährt man hierbei zu dem Buchstaben auch die Kategorie, in der man ein Wort suchen muss, erst kurzfristig und sollte dann wie aus der Pistole die Worte nennen können.

Spielmaterial:

90 Karten, unterteilt nach der Rückseite in rote (24 Buchstabenkarten, 1 Mischen-Karte) und blaue Karten (60 Themenkarten, 6 Spezialkarten – vorne gelb).

Spielmechanismus:

Jede Runde beginnt damit eine neue Themen-Karte aufzudecken und diese vorzulesen. Dann wird zügig ein Buchstabe aufgedeckt und alle können passende Wörter nennen. Oft fallen Worte zeitgleich, dann bestimm die Gruppe wer schneller war und auch ob das Wort gültig ist. Der Sieger nimmt die Themen-Karte an sich. Dann beginnt auch schon die nächste Runde.

Word Up Spielsituation

Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt zwei Sonderfälle. Unter den Themen-Karten verstecken sich sechs gelbe Sonderkarten, die den Spielablauf ein wenig ändern. Zu ihnen wir zusätzlich eine Themen-Karte aufgedeckt, doch das gesuchte Wort soll vielleicht mit dem Buchstaben enden oder eine bestimmte Anzahl an Buchstaben haben oder zwei Mal den Buchstaben enthalten. Bei den Buchstaben-Karten gibt es eine Karte mit zwei Pfeilen. Wir diese aufgedeckt werden alle Buchstabenkarten inklusive der sogenannten „Mischen-Karte“ neu gemischt und in der nächsten Runde können wieder alle Buchstaben dran kommen.

Spielende:

Wer zuerst 7 Themen-Karten bekommen hat, gewinnt die Partie.

Spieleranzahl:

Das Spiel eignet sich für bis zu 10 Spieler Umso mehr Spieler, desto mehr Meinungen und mehr Spaß.

Glücksfaktor?

Glücksfaktor ist vielleicht das falsche Wort. Man kann natürlich nicht viel im Voraus planen, da man weder weiß welcher Begriff verlangt, noch welche Kategorie gefordert wird. Es geht um schnelle Auffassungsgabe und Kreativität, damit man in Rekordzeit einen passenden Begriff findet.

Fazit:

Das Original des russischen Verlages Hobby World spielt sich ein wenig anders. Dort gibt es doppelt so viele Buchstaben-Karten, dafür keine Möglichkeit zu mischen und das Spiel endet erst nachdem jede Buchstaben-Karte aufgedeckt wurde. Statt der gelben Zusatzkarten gibt es drei unterschiedliche Spielabläufe, bei denen zu einem Thema und Buchstaben mehrere Wörter gefunden werden müssen. Ich finde das Abacusspiele die Regeln sinnvoll angepasst hat, wodurch es eine angenehme Spielzeit erhält und nicht wirklich jeder Buchstabe ein Mal dran kommen muss. Die gelben Themen-Karten bringen trotzdem etwas Abwechslung hinein. Das zusätzlich eine Themen-Karte aufgedeckt werden muss, ist auch ohne Regel-Studium am zusätzlichen Zeichen auf der Karte selbst zu erkennen.

Durch die zufällige Kombinationen von gesuchten Themen und Buchstaben wird sich so schnell nicht viel wiederholen. Word Up! hat es in diesem Spiele-Jahrgang natürlich schwer. Ohne Codenames und Krazy words hätte es sicher noch einen besseren Eindruck hinterlassen. Es kann leider gegen die starke Konkurrenz nicht ganz bestehen. Dabei gefällt es mir als Absacker gut, zum schnellen Abschluss eines langen Spieleabends, bei dem die Lachmuskeln nochmal angestrengt werden. Besonders wenn „etwas, das ungefähr so viel wiegt wie dein linker Nachbar“ heftig diskutiert wird oder „etwas, das sich glatt anfühlt“ gesucht wird und beim Buchstaben I alle an Igel denken!?

Wertungsnote 3/6

Verlag: Abacusspiele
Autor(en): Nikolay Pegasov
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2 – 10 Spieler
Dauer: 15 Minuten

Vielen Dank an Abacusspiele für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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