Deutsche Sprache, schwere Sprache

Die deutsche Grammatik ist nicht einfach. Ich denke da gerne an eine Austausch-Schülerin aus Bolivien zurück, die ein halbes Jahr bei einer Freundin in Deutschland gelebt hat. Sie hat wirklich sehr viel gelernt, kannte schon bald einige Wörter, die ich selbst niemals benutzen würde und bei denen mir teilweise die Bedeutung nicht auf Anhieb bewusst war. Doch auch ein halbes Jahr später haperte es weiterhin an der korrekten Verwendung der deutschen Artikel der, die, das. Wenn man nun keinen geübten Übersetzer an die Übertragung einer Spielregel in eine andere Sprache setzt, sondern es versucht möglichst kostengünstig selbst zu tun, können da zwar durchaus witzige, aber auf das Spiel bezogen leider nahezu unbrauchbare Regeln heraus kommen. Denn eine Regelübersetzung ist keine reine Wort für Wort-Übersetzung in eine andere Sprache. Wie auch die Jungs von Erklärpeer ihre Übersetzungsarbeit einmal dargestellt haben, steckt viel mehr dahinter. Zwei Beispiele wie man es nicht machen sollte, werde ich heute kurz vorstellen.

Auflösung Gewinnspiel 2017/01

Bis zum vergangenen Sonntag hattet ihr die Möglichkeit beim aktuellen Gewinnspiel teilzunehmen. Die Aufgabe bestand darin, 10 kurze zwei-zeilige Reime jeweils einem Spiel zuzuordnen. Die Spiele, um die es ging, waren abgebildet, sodass niemand komplett im Dunkeln tappen musste. Dies kam bei euch unterschiedlich an. Die einen sahen dies als gute Hilfestellung, andere hätten es ohne dieses Bild kniffeliger gefunden. Dieses Rätsel fand niemand zu schwer, ein Drittel aller Teilnehmer zu leicht und der Rest genau richtig. Vielen Dank für die vielen lieben Kommentare.

2017 – Das Jahr der Jubiläen

Überall wird nach einem neuen Trend gesucht. Die Spielwarenmesse ist vorüber, da muss doch langsam erkennbar sein, in welche Richtung sich die Brettspielwelt dieses Jahr entwickelt. Escape Rooms waren letztes Jahr Trend, die Erweiterungen und auch Umsetzungen weiterer Verlage zählen nicht, ein neuer Trend muss her. Doch wenn ich an die Spiele zurück denke, welche ich in Nürnberg gesehen habe, lässt sich so spontan kein wirklicher Trend erkennen. Oder etwa doch? Ein Wort, dass in meinem Rückblick häufig geschrieben wurde ist Jubiläum oder Sonderedition.

Nürnberger Spielwarenmesse 2017 (2)

Weiter geht es heute mit meinen Eindrücken aus Nürnberg von der Spielwarenmesse. Bei Pegasus Spiele wurde ich auf das ein oder andere Spiel aufmerksam, welches mich von der Beschreibung eigentlich nicht angesprochen hatte. Okiya von Bruno Cathala mit Plättchen im japanischem Stil ist ein taktisches Spiel, das mich dennoch interessiert. Zwei Spieler versuchen durch geschicktes austauschen ihrer Spieler-Plättchen mit den Plättchen des ausliegenden Rasters eine Sieg-Anordnung zu erzielen. Taktische Spiele für 2 Spieler gab es noch weitere. Und auch wenn es optisch toll aussieht, befürchte ich dass ich mit Onitama nicht viel anfangen kann. Jeder Spieler hat fünf Figuren, die sich auf der Spielmatte gegenüberstehen. Mit Hilfe der fünf Bewegungskarten versuchen die Spieler auf die andere Seite zu gelangen oder den Meister des anderen Spielers zu schlagen. Die genutzte Bewegungskarte steht zukünftig dem Gegner zur Verfügung, was man bei seiner Auswahl beachten sollte. Dafür könnte mit 4 Seasons gefallen, obwohl es optisch Ähnlichkeiten zu Elements bietet. Es ist nämlich weniger mathematisch. Die Kontrahenten können Karten in die Mitte oder die eigene Auslage spielen, um Mehrheiten zu gewinnen und die Siegpunktausbeute für den Spieler mit der Mehrheit bei Spielende auszubauen.

Nürnberger Spielwarenmesse 2017 (1)

Leider etwas später als geplant, melde ich mich bei euch mit den ersten Eindrücken von der Nürnberger Spielwarenmesse. Meine Reisen zu Brettspiel-Veranstaltungen stehen unter keinem guten Stern. Wie aufmerksame Leser vielleicht noch wissen, gab es bei der Anreise zur Spiel des Jahres-Verleihung 2015 schon Probleme mit Zugausfällen. Ein Unwetter sorgte dafür, dass diverse Verbindungen nach Berlin ausgefallen waren. Lediglich genau mein ICE fuhr, doch musste er auch alle Passagiere befördern, die am Vorabend schon nach Berlin reisen wollten und auch einige, die eigentlich einen der nachfolgenden Züge nehmen wollten. Dieses Mal traf es mich jedoch schlimmer. Als ich Donnerstagabend nach dem Spielabend ins Bett gehen wollte, schaute ich mir zur Sicherheit noch einmal die Zugverbindung für den Folgetag an. Dort stand in roten Buchstaben: Halt entfällt! Aufgrund einer Unterspülung der Gleise konnte mein Startbahnhof nicht angefahren werden. Eine neue Route musste gefunden werden, genau wie die Antwort auf die Frage, ob ich diese Verbindung mit meinem zuggebundenem Ticket nutzen darf. Immer dabei der Blick zur Uhr und die Reduktion der verbleibenden Schlafenszeit. Immerhin wurde mir zugesichert, das ich problemlos mit einem Regionalzug in die Landeshauptstadt fahren und dort den ICE nehmen könne, in den ich eigentlich in Fulda umsteigen wollte. Das bedeutete allerdings noch früher aufzustehen und loszuziehen.

Nürnberg Vorschau Teil 2

In Nürnberg steppte heute sicher schon der Bär, ich mache mich jedoch erst am Freitag auf den Weg. Daher habe ich heute die Zeit für meinen zweiten Teil der Nürnberg-Vorschau, mit Spielen, auf die ich mich besonders freue. Der Text ist etwas länger geworden als geplant, aber es sind doch noch einige Neuheiten bekannt geworden in der letzten Woche. Mal sehen, wie viel ich an einem Tag vor Ort dann wirklich schaffe. Einen kleinen Rundgang durch die ein oder andere Halle würde ich nämlich auch gerne noch machen.

Nürnberg Vorschau Teil 1

Heute in einer Woche startet die diesjährige Nürnberger Spielwarenmesse. Spielwaren umfasst jede Menge, aber dazu gehören natürlich auch Brettspiele. Im Gegensatz zur Spiel in Essen sind diese aber nur ein ganz kleiner Teil der Messe und es handelt sich um eine reine Fachbesucher-Messe. In diesem Jahr werde ich zum ersten Mal genau einen Tag dabei sein. Bis meine Pläne dazu konkreter werden konnten, waren bereits alle erschwinglichen Übernachtungsmöglichkeiten in und um Nürnberg ausgebucht. Und ganz alleine wollte ich die fast 500 km auch nicht auf mich nehmen. Also ergatterte ich noch günstige ICE-Tickets und werde mir einen stressigen Tag mit An- und Abreise antun. Aber ich bin mir sicher es wird sich lohnen. Auf welche Spiele ich besonderes Augenmerk lege, erfahrt ihr heute und in der kommenden Woche.

2 Jahre Brettspielpoesie + Gewinnspiel

Gestern jährte sich zum zweiten Mal der aller erste Beitrag in diesem Blog, mit der allerersten “Brettgeschichte”. Diese war eine Reaktion auf die Frage des Hans im Glück Verlags bei Facebook, welcher HiG-Typ man wäre. Seither folgten viele weitere Brettgeschichten, hauptsächlich mittwochs, bei denen ich über alles Mögliche aus der Brettspielwelt sinniere. Und hierfür erhalte ich auch die meisten Reaktionen in Form von Kommentaren, die ich immer wieder gerne lese. Falls jemand von euch plant, bald einen neuen Blog zu starten, kann ich nur empfehlen den ersten Tag eines Monats für die Erstveröffentlichung zu wählen. Dann verpasst man sicherlich nicht so schnell den Termin, weil man sich im Datum irrt ;-) Aber dann wird eben heute gefeiert! Und nicht nur hier, heute wurde auch der erste Beeple Award vergeben. Der Sieger lautet First Class vom Hans im Glück-Verlag. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Brettspielbilder

Brettspiele bringen uns dazu miteinander zu agieren
weil sie auf den natürlichen Spieltrieb abzielen
egal ob wir hoch gewinnen oder chancenlos verlieren
wir sollten alle viel mehr gemeinsam spielen.
Spielen entspannt und entführt in neue Welten
in der oft ganz andere Regeln gelten.
Diese zu erkunden ist das vorherrschende Ziel
immer wieder, bei jedem neuen Spiel.

Brettspiele können so vieles. Sie bringen Menschen zusammen, sie können Kreativität fördern und einfach Spaß bereiten. Und manchmal kann man mit dem Spielmaterial auch Bilder kreieren. Und damit meine ich nicht die Gemälde auf den Karten von Mona Klecksa der Space Cowboys. Wo man übrigens ein Easter Egg finden kann, wisst ihr welches? (Vielleicht hilft euch dieses Bild weiter ;-) ) Doch hier ist heute Spielmaterial gemeint, welches zusammengesetzt ein neues bzw. erweitertes Bild ergibt.

Spiel Doch!

Schon längere Zeit haben wir die Spielbox abonniert, das Brettspielfachmagazin. Einerseits sind immer wieder tolle Mini-Erweiterungen enthalten, außerdem auch jede Menge Rezensionen. Ich lese diese meist erst verzögert, wenn meine eigenen Rezensionen fertig gestellt wurden, aber interessant sind die Sichtweisen der Autoren immer wieder. Dann erschien 2015 das Schwestermagazin Spiel Doch!, dass sich weniger an Vielspieler, sondern mehr an Gelegenheitsspieler richtet. Trotzdem sind auch wir interessiert an den lockeren Berichten über die Welt der Brettspiele und die Empfehlungen der dortigen Autoren, die zum Teil zugleich Juroren der Spiel des Jahres Jury sind. Die erste Ausgabe mit dem Tasmanischen Teufel für die Beasty Bar kauften wir uns 2015 in Essen. Die zweite enthielt dann eine Mini-Erweiterung zu Carcassonne, die in unserer Sammlung nicht fehlen durfte.