Nürnberger Spielwarenmesse 2017 (2)

Weiter geht es heute mit meinen Eindrücken aus Nürnberg von der Spielwarenmesse. Bei Pegasus Spiele wurde ich auf das ein oder andere Spiel aufmerksam, welches mich von der Beschreibung eigentlich nicht angesprochen hatte. Okiya von Bruno Cathala mit Plättchen im japanischem Stil ist ein taktisches Spiel, das mich dennoch interessiert. Zwei Spieler versuchen durch geschicktes austauschen ihrer Spieler-Plättchen mit den Plättchen des ausliegenden Rasters eine Sieg-Anordnung zu erzielen. Taktische Spiele für 2 Spieler gab es noch weitere. Und auch wenn es optisch toll aussieht, befürchte ich dass ich mit Onitama nicht viel anfangen kann. Jeder Spieler hat fünf Figuren, die sich auf der Spielmatte gegenüberstehen. Mit Hilfe der fünf Bewegungskarten versuchen die Spieler auf die andere Seite zu gelangen oder den Meister des anderen Spielers zu schlagen. Die genutzte Bewegungskarte steht zukünftig dem Gegner zur Verfügung, was man bei seiner Auswahl beachten sollte. Dafür könnte mit 4 Seasons gefallen, obwohl es optisch Ähnlichkeiten zu Elements bietet. Es ist nämlich weniger mathematisch. Die Kontrahenten können Karten in die Mitte oder die eigene Auslage spielen, um Mehrheiten zu gewinnen und die Siegpunktausbeute für den Spieler mit der Mehrheit bei Spielende auszubauen.

Nürnberger Spielwarenmesse 2017 (1)

Leider etwas später als geplant, melde ich mich bei euch mit den ersten Eindrücken von der Nürnberger Spielwarenmesse. Meine Reisen zu Brettspiel-Veranstaltungen stehen unter keinem guten Stern. Wie aufmerksame Leser vielleicht noch wissen, gab es bei der Anreise zur Spiel des Jahres-Verleihung 2015 schon Probleme mit Zugausfällen. Ein Unwetter sorgte dafür, dass diverse Verbindungen nach Berlin ausgefallen waren. Lediglich genau mein ICE fuhr, doch musste er auch alle Passagiere befördern, die am Vorabend schon nach Berlin reisen wollten und auch einige, die eigentlich einen der nachfolgenden Züge nehmen wollten. Dieses Mal traf es mich jedoch schlimmer. Als ich Donnerstagabend nach dem Spielabend ins Bett gehen wollte, schaute ich mir zur Sicherheit noch einmal die Zugverbindung für den Folgetag an. Dort stand in roten Buchstaben: Halt entfällt! Aufgrund einer Unterspülung der Gleise konnte mein Startbahnhof nicht angefahren werden. Eine neue Route musste gefunden werden, genau wie die Antwort auf die Frage, ob ich diese Verbindung mit meinem zuggebundenem Ticket nutzen darf. Immer dabei der Blick zur Uhr und die Reduktion der verbleibenden Schlafenszeit. Immerhin wurde mir zugesichert, das ich problemlos mit einem Regionalzug in die Landeshauptstadt fahren und dort den ICE nehmen könne, in den ich eigentlich in Fulda umsteigen wollte. Das bedeutete allerdings noch früher aufzustehen und loszuziehen.

Nürnberg Vorschau Teil 2

In Nürnberg steppte heute sicher schon der Bär, ich mache mich jedoch erst am Freitag auf den Weg. Daher habe ich heute die Zeit für meinen zweiten Teil der Nürnberg-Vorschau, mit Spielen, auf die ich mich besonders freue. Der Text ist etwas länger geworden als geplant, aber es sind doch noch einige Neuheiten bekannt geworden in der letzten Woche. Mal sehen, wie viel ich an einem Tag vor Ort dann wirklich schaffe. Einen kleinen Rundgang durch die ein oder andere Halle würde ich nämlich auch gerne noch machen.

Bohnedikt (2016)

Bohnedikt Cover
Cover / Foto: Amigo Spiele

Das Bohniversum ist groß. Wer nicht weiß, wovon ich hier schreibe, der sollte sich zunächst die Rezension zu Bohnanza durchlesen. Mittlerweile gibt es jede Menge Erweiterungen und Ableger dazu, viele davon sind auf Deutsch bei Amigo Spiele erschienen. Doch 10 kleine Erweiterungen hatte der Verlag Lookout Spiele im Angebot, in kleiner, limitierter Auflage. Diese ist schon lange ausverkauft, auf dem Zweitmarkt sehr begehrt und wird meist recht teuer gehandelt. Umso mehr können frische Bohnanza-Fans nun aufatmen, denn Amigo Spiele hat letztes Jahr einen Relaunch der Bohnanza-Serie begonnen. Die neuen Titel wurden nun durchnummeriert (Sammler brauchen jede Nummer! ;) ) und den Anfang macht die Erweiterung Bohnedikt mit der Nummer 3, nach dem Bohnanza Relaunch mit der 1 und Bohnanza – Das Duell mit der 2.

Ulm

Ulm Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Ulm – eine für mich tatsächlich noch unbekannte Stadt. Dabei habe ich schon viele deutsche Städte besucht, um dort ein Fußball-Spiel zu sehen, aber da mein Verein zuletzt auf den SSV Ulm getroffen ist, als ich noch kein Jahr alt war, wurde Ulm nie zum Ziel einer Auswärts-Tour für mich. Auch vom Ulmer Münster hatte ich ehrlich gesagt noch nicht viel gehört, doch dank des neuen Brettspiels von Günter Burkhardt, erschienen bei Huch!&friends, kam ich nun in diesen Genuss. Damit ist Ulm in meiner Reiseplanung weit nach oben gestiegen, denn den höchsten Kirchturm der Welt würde ich doch gerne mal im Original sehen. Aber genug davon, jetzt geht um das Brettspiel.

Nürnberg Vorschau Teil 1

Heute in einer Woche startet die diesjährige Nürnberger Spielwarenmesse. Spielwaren umfasst jede Menge, aber dazu gehören natürlich auch Brettspiele. Im Gegensatz zur Spiel in Essen sind diese aber nur ein ganz kleiner Teil der Messe und es handelt sich um eine reine Fachbesucher-Messe. In diesem Jahr werde ich zum ersten Mal genau einen Tag dabei sein. Bis meine Pläne dazu konkreter werden konnten, waren bereits alle erschwinglichen Übernachtungsmöglichkeiten in und um Nürnberg ausgebucht. Und ganz alleine wollte ich die fast 500 km auch nicht auf mich nehmen. Also ergatterte ich noch günstige ICE-Tickets und werde mir einen stressigen Tag mit An- und Abreise antun. Aber ich bin mir sicher es wird sich lohnen. Auf welche Spiele ich besonderes Augenmerk lege, erfahrt ihr heute und in der kommenden Woche.

2 Jahre Brettspielpoesie + Gewinnspiel

Gestern jährte sich zum zweiten Mal der aller erste Beitrag in diesem Blog, mit der allerersten “Brettgeschichte”. Diese war eine Reaktion auf die Frage des Hans im Glück Verlags bei Facebook, welcher HiG-Typ man wäre. Seither folgten viele weitere Brettgeschichten, hauptsächlich mittwochs, bei denen ich über alles Mögliche aus der Brettspielwelt sinniere. Und hierfür erhalte ich auch die meisten Reaktionen in Form von Kommentaren, die ich immer wieder gerne lese. Falls jemand von euch plant, bald einen neuen Blog zu starten, kann ich nur empfehlen den ersten Tag eines Monats für die Erstveröffentlichung zu wählen. Dann verpasst man sicherlich nicht so schnell den Termin, weil man sich im Datum irrt ;-) Aber dann wird eben heute gefeiert! Und nicht nur hier, heute wurde auch der erste Beeple Award vergeben. Der Sieger lautet First Class vom Hans im Glück-Verlag. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Die Legenden von Andor III – Die letzte Hoffnung

Andor Teil III Cover
Cover/ Foto: Kosmos Verlag

Heute wird das Pferd mal von hinten aufgezäumt. Sonst stelle ich euch bei Erweiterungen gerne erst das Grundspiel vor, dieses Mal fange ich mit dem dritten Teil an. Denn dieser dritte Teil ist im eigentlichen Sinne keine Erweiterung der Legenden von Andor, dem Kennerspiel des Jahres 2013, sondern ein eigenständiges Spiel, mit dem man auch als Neueinsteiger ohne Vorkenntnisse durchaus starten kann. Bei Andor spielt man gemeinsam eine Geschichte nach, die in mehreren Legenden erzählt wird und einige Zufallselemente enthält, also jedes Mal etwas anders verlaufen kann. Man hangelt sich dabei von Legende zu Legende und muss die ein oder andere davon vielleicht auch mehrfach angehen. Dabei müssen die Helden verschiedene Aufgaben erfüllen und sich vor den Kreaturen in acht nehmen.

First Class – Unterwegs im Orient Express

First Class Cover
Cover / Foto: Schmidt Spiele

Der Hans im Glück Verlag begeistert Vielspieler seit mehr als 10 Jahren. Das kann man gut an den Top 10 Platzierungen des Deutschen Spielepreis ablesen. Von 2006 bis 2015 war der Hans im Glück Verlag dort immer vertreten, die meisten Jahre sogar unter den Top 3 und drei Mal hatten sie den Gewinner im Angebot. So zum Beispiel 2014 Russian Railroads vom Autor Helmut Ohley. Dabei muss man seine Arbeiter geschickt einsetzen, die Gleise gewinnbringend verlegen und die Industrie vorantreiben. Nach einem ruhigen Jahr aus Vielspieler-Sicht versuchen Verlag und Autor in diesem Jahr mit einem umfangreichen Kartenspiel wieder zu begeistern. Es wird gerne als das Russian Railroads Kartenspiel gehandelt. Denn auch hier baut man eine Bahnstrecke aus und erweitert die eigenen Züge um weitere Waggons, die man ebenfalls aufwerten kann. Und wieder einmal, um dadurch die meisten Siegpunkte zu ergattern und das Spiel zu gewinnen.

Brettspielbilder

Brettspiele bringen uns dazu miteinander zu agieren
weil sie auf den natürlichen Spieltrieb abzielen
egal ob wir hoch gewinnen oder chancenlos verlieren
wir sollten alle viel mehr gemeinsam spielen.
Spielen entspannt und entführt in neue Welten
in der oft ganz andere Regeln gelten.
Diese zu erkunden ist das vorherrschende Ziel
immer wieder, bei jedem neuen Spiel.

Brettspiele können so vieles. Sie bringen Menschen zusammen, sie können Kreativität fördern und einfach Spaß bereiten. Und manchmal kann man mit dem Spielmaterial auch Bilder kreieren. Und damit meine ich nicht die Gemälde auf den Karten von Mona Klecksa der Space Cowboys. Wo man übrigens ein Easter Egg finden kann, wisst ihr welches? (Vielleicht hilft euch dieses Bild weiter ;-) ) Doch hier ist heute Spielmaterial gemeint, welches zusammengesetzt ein neues bzw. erweitertes Bild ergibt.