TEAM3 Pink / TEAM3 Grün

Foto: Brettspielpoesie

Gemeinsam wird bei TEAM3 gebaut,
Bauteil für Bauteil beieinander verstaut.
Dafür werden drei Rollen eingenommen,
damit die Spieler ein Handicap bekommen.
Nicht reden darf dabei der Architekt,
er seine Anweisungen in Gesten versteckt.
Der Bauleiter schaut sich diese genau an,
macht daraus mündliche Anweisungen dann.
Der Bauarbeiter, der das Gebilde errichten wird,
muss sich dabei ganz verlassen, auf was er hört.
Das klingt unmöglich, haben wir uns gedacht,
es trotzdem einfach versucht und viel gelacht.

 

 

Spielmaterial:

Das Herzstück dieses Spiels sind zehn große Plastik-Bauteile, dabei sind jeweils fünf Formen doppelt enthalten. Jede Form hat dabei auch eine eigene Farbe. Neben den drei Rollen-Karten mit den bekannten Affen liegen 70 Bauplankarten bei. Diese teilen sich auf drei Schwierigkeitsstufen auf. Die beiden Boxen in pink und grün enthalten unterschiedliche zehn Karten, die jeweils eine kleine Mini-Erweiterung darstellen.

TEAM3 Spielmaterial / Foto: Brettspielpoesie

Spielmechanismus:

Zu Beginn einer Partie einigen sich die Spieler auf einen Schwierigkeitsgrad und legen die entsprechenden Bauplankarten bereit. Nur bei den einfachen Baukarten wird jedes Bauteil nur einfach benötigt.

TEAM3 Grün Spielkarten

Dann werden die Rollenkarten im Uhrzeigersinn verteilt. Die Rollen wechseln in jeder Runde, sodass jeder mal in den Genuss einer jeden Rolle gelangt. Drei Minuten haben die Spieler dann Zeit, das geforderte Gebilde einer Bauplankarte zu errichten. Der Architekt ist der einzige, der den Bauplan sieht, er darf aber nicht sprechen, muss dem Bauleiter mit Mimik und Gestik anzeigen, was getan werden muss. Dieser muss die Gesten wörtlich beschreiben, denn der Bauarbeiter hält die Augen geschlossen, ist aber der einzige, der die Bauteile anfassen darf. Auf diese Art versuchen die Spieler innerhalb der drei Minuten das geforderte Gebilde zu errichten.

Die Karten der pinken Mini-Erweiterung zeigen die Seitenansicht einer 3-dimensionalen Konstruktion. Die Architekten müssen dabei im Kopf selber herausfinden, wie die Bauteile platziert werden, um von vorne die geforderte Ansicht zu erreichen.

TEAM3 Pink 3D / Foto: Brettspielpoesie

TEAM3 Grün bietet eine Möglichkeit mit fünf aktiven Spielen zu fünft zu spielen. Denn dabei gibt es zwei Architekten und zwei Bauleiter, die dem einen Bauarbeiter zeitgleich Anweisungen geben. Der Bauarbeiter nutzt dabei jeweils nur eine Hand für jedes der beiden Gebilde. Klingt unmöglich, doch auch das kann funktionieren.

TEAM3 Grün 5 Spieler / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Gespielt wird gemeinsam, das Team kann die Partie gewinnen oder verlieren. Zum Gewinnen müssen so viele Baupläne wie Spieleranzahl plus Schwierigkeitsgrad (1-3) erfolgreich erfüllt werden. Die Spieleranzahl gibt an, wie viele Fehlversuche erlaubt sind. Werden mehr Aufgaben nicht erfüllt, verliert das Team.

Spielen Teams gegeneinander, erhält das Team die Bauplankarte, welches das Gebilde vor allen anderen fertig stellt. Bei dieser Variante gewinnt ein Team, sobald es sechs Bauplanteile hat.

Spieleranzahl:

Die Angabe der 3-6 Spieler verspricht mehr, als das Spiel bietet, denn für ein Gebilde braucht es eben immer nur exakt drei Spieler. Weitere Mitspieler müssten dann in einigen Runden einfach zuschauen, wobei auch das natürlich sehr witzig sein kann, bei diesem Spiel. Zu sechst kann es in zwei Teams gegeneinander gespielt werden, allerdings nur mit den einfachen Karten, bei denen keine Bauteile doppelt gefordert werden. Mit beiden Spielen lassen sich auch die anspruchsvollen Aufgaben in zwei Teams spielen. Mit den einfachen Aufgaben können dann sogar vier Teams gegeneinander antreten, das wäre mir dann allerdings zu viel Gewusel. Bei TEAM3 Grün lässt sich die erwähnte, anspruchsvolle Variante auch mit fünf aktiven Spielern spielen.

Glücksfaktor?

Einen Glücksfaktor findet man bei diesem Spiel nicht wirklich. Zwar erscheinen die Aufgaben einer Kategorie schon mal unterschiedlich stark, aber das liegt einfach an ungleichen Vorlieben der Spieler. Dem einen fällt das eine Gebilde leichter mit Gesten zu erklären, dem anderen vielleicht ein ganz anderes. Es kann natürlich passieren, dass der Bauarbeiter ein Bauteil gleich in der richtigen Ausrichtung auf die Hand nimmt und es nur noch auf dem Tisch platzieren muss, während das nächste Bauteil wild rotiert werden muss. Aber das würde ich nicht als Glücksfaktor im eigentlichen Sinne bezeichnen.

Fazit:

Bei der vor den Spielern liegenden Aufgabe, sind sich meist alle sicher, dass dies nicht funktionieren kann. Wie soll ein blinder Spieler denn etwas nach Vorgabe errichten? Doch es funktioniert! Allerdings nicht in allen Gruppen von Anfang an, da kann es schon zu aberwitzigen Situationen kommen. Wenn der Bauleiter vergisst, dass er sprechen darf und eben auch nachfragen kann. Oder dieser Anweisungen wie „das gelbe Bauteil“ gibt, zumindest in unseren Gruppen ist es noch niemandem gelungen Farben zu ertasten ;-) Oder der Bauleiter einfach mit dem falschen Bauteil beginnt und das ganze Gebilde nicht von alleine stehen kann. Doch das sind Einsteigerprobleme, die sich spätestens nach einigen Runden erledigt haben. Dann läuft es meist schon ziemlich gut in diesem Team und die schwierigeren Aufgaben können angegangen werden.

Mir gefällt besonders, dass die Rollen automatisch getauscht werden. So muss sich jeder mal in jede Rolle hinein versetzen und bekommt dadurch auch ein besseres Gefühl für die Bedürfnisse der Spieler in den anderen Rollen. Allerdings sehe ich hier auch ein Problem, denn die Spieler schaffen es mit der Zeit immer besser sich zu verständigen. In gleicher Spielerkonstellation entsteht, meist unbewusst, mit der Zeit so eine Art Geheimsprache. Dann ist eindeutig klar, was mit einer entsprechenden Handbewegung gemeint ist. Das nimmt dem Spiel ein wenig den Reiz. Ich würde es in ein und derselben Gruppe jedenfalls nicht zum Dauerbrenner werden lassen. Dennoch würde ich es in jeder neuen Gruppe gerne wieder auf den Tisch bringen und ausprobieren, bis auch die schwierigsten Aufgaben locker gelöst werden.

Wer sich erstmal nur eines der beiden Spiele zulegen möchte, fragt sich sicherlich welches die bessere Wahl ist. Ich persönlich würde zu grün tendieren, da es die Variante für fünf Spieler beinhaltet. Wer allerdings gerne die Herausforderung sucht, 3-dimensionale Konstruktionen anhand der Seitenansicht nachzubauen, sollte lieber zu Pink greifen.

Wertungsnote 4/6

Verlag: Abacusspiele / Brain Games
Autor(en): Matt Fantastic, Alex Cutler
Erscheinungsjahr: 2019
Spieleranzahl: 3 – 6 Spieler
Dauer: 30 Minuten

Vielen Dank an Abacusspiele für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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